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Centropyge loricula Flammen-Zwergkaiserfisch, Flammenkaiser

Centropyge loricula wird umgangssprachlich oft als Flammen-Zwergkaiserfisch, Flammenkaiser bezeichnet. Haltung im Aquarium: Mittel. Es wird ein Aquarium von mindestens 500 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Dr. Hiroyuki Tanaka, Japan

Copyright Dr. Hiroyuki Tanaka


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Dr. Hiroyuki Tanaka, Japan

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
252 
AphiaID:
278841 
Wissenschaftlich:
Centropyge loricula 
Umgangssprachlich:
Flammen-Zwergkaiserfisch, Flammenkaiser 
Englisch:
Flame Angel, Flame Angelfish, Flaming Angelfish, Japanese Pygmy Angelfish 
Kategorie:
Zwergkaiser 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Pomacanthidae (Familie) > Centropyge (Gattung) > loricula (Art) 
Erstbestimmung:
(Günther, ), 1874 
Vorkommen:
Australien, Cookinseln, Fidschi, Französisch-Polynesien, Guam, Hawaii, Indischer Ozean, Johnston-Atoll, Kiribati, Marquesas-Inseln, Moorea, Neukaledonien, Palau, Papua-Neuguinea, Philippinen, Pitcairn Gruppe, Salomon-Inseln, Salomonen, Samoa, Taiwan, Tonga, Tuamotu-Archipel, Vanuatu, Wake-Atoll, Weihnachtsinsel 
Meerestiefe:
3 - 60 Meter 
Größe:
10 cm - 12 cm 
Temperatur:
21°C - 27°C 
Futter:
Algen, Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Flockenfutter, Frostfutter (große Sorten), Korallen(polypen) = korallivor, Krill (Euphausiidae), Löwenzahn, Mysis (Schwebegarnelen), Salat 
Aquarium:
~ 500 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Mittel 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2019-09-29 12:52:45 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Centropyge loricula sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Centropyge loricula interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Centropyge loricula bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

Centropyge loriclua (Günther, 1874)

Der Flammen-Zwergkaiserfisch ist eine Art aus der Familie der Kaiserfische (Pomacanthidae). In älteren Publikationen wurde häufig der Artname Centropyge loriculus verwendet, was aber falsch ist.
Centropyge loricula lebt in Lagunen und an Außenriffen in Wassertiefen von 3 bis 60 Metern.

Centropyge loriclua ist mit seinem satten Rot im Farbkleid zweifelsohne einer der schönsten Zwergkaiser und ist auch bei Aquarianern sehr beliebt.

Er ist im Grunde einfach in der Pflege und bei Beachtung der nachfolgenden Informationen sollte sich das Picken an Korallen, das vielen Zwergkaisern eigenen ist, auch in Grenzen halten. Wir selbst haben mit dem Zwergkaiser bisher immer viel Glück gehabt und kaum Korallenschäden zu verzeichnen gehabt.

Aus unserer Sicht sollte kein Zwergkaiser alleine gehalten werden, denn sie leben auch in der Natur in der Gruppe. Daher sollte man zumindest 2 Tierre pflegen. In der Gruppe beobachtet man dann in der Regel immer 1 Männchen mit mehreren Weibchen.

Bei Centropyge loricula kann man den Geschlechtsunterschied gut an der Rücken und Afterflosse erkennen, ich zitiere Joachim Großkopf: Männchen mit spitz ausgezogener Rücken- und Afterflosse, meistens mit kräftiger schwarzer und blauer Zeichnung in diesem Bereich. Bei den Weibchen und Jungtieren sind die Flossenränder fast völlig gerade. Es werden deutlich mehr Männchen importiert. Männchen werden sehr aggressiv gegen andere neu eingesetzte Centropyge. Zwei Männchen dulden sich auch in größeren Aquarien oft nicht.

Siehe hierzu auch den Link zum Artikel von Joachim Großkopf wo dies hervorragend Bildlich dokumentiert wurde. Damit sollte es jedem möglich sein Männchen von Weibchen zu unterscheiden. (wenn die Tiere eine gewisse Größe haben) Setzt man ein zweites Tier nach sollte man das neuere Tier deutlich kleiner wählen, und dies Tier eine Nacht in der Fischfalle zu belassen hilft, mögliche Aggressionen des erstbesetzten Tieres abzubauen, insbesondere, wenn ein neues Weibchen eingesetzt werden soll!

Zwergkaiser im allgemeinen benötigen ein gut strukturiertes Becken, vornehmlich mit vielen Säulen und den sich daraus ergebenden Überhängen. Sie lieben es im Riff nahe des Aufbaus zu schwimmen, denn sie schwimmen weniger gerne offen im Freiraum des Aquariums.

Aus eigens gemachter Erfahrung fressen Zwergkaiser eigentlich vieles an Futter was wir Ihnen anbieten. Von Flocken über Frostfutter, sowie auch diverses anderes (Bananen, Algen, Noriblätter, Löwenzahn etc) Flockenfutter sollte dabei einen möglichst hohen pflanzlichen Anteil haben.

Auf Hawaii wurden die Fische inzwischen nachgezüchtet, leider noch nicht im kommerziellen Umfang.

Synonyme:
Centropyge flammeus Woods & Schultz, 1953
Centropyge loriculus (Günther, 1874)
Holacanthus loriculus Günther, 1874

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopterygii (Class) > Perciformes (Order) > Pomacanthidae (Family) > Centropyge (Genus)

Weiterführende Links

  1. Einzel,- Gruppen, - und Harems-Haltung bei Zwergkaiserfischen (de). Abgerufen am 19.08.2020.
  2. Fish Tales: CB Flame Angels (en). Abgerufen am 19.08.2020.
  3. FishBase (multi). Abgerufen am 12.06.2021.
  4. Geschlechtsunterschiede bei Korallenfischen (de). Abgerufen am 19.08.2020.
  5. IUCN Red List of Threatened Species (multi). Abgerufen am 19.08.2020.



Bilder

Männlich

Copyright Dr. Hiroyuki Tanaka
2
Copyright Scott & Jeanette Johnson, Kwajalein Underwater, Foto Marshallinseln
2
Copyright J. E. Randall, Foto von den Marshall Inseln, Kwajalein
2
2
Centropyge loricula
1
copyright Hiroyuki Tanaka
1
Centropyge loriculus - Flammen-Zwergkaiserfisch
1
1
1
1

Weiblich

2
Copyright Dr. Hiroyuki Tanaka, Weihnachtsinsel
1

Aberration (abweichende Artmerkmale, Anomalie)

Copyright Lemon TeaYK, Japan, Tier mit genetisch rezessiv vererbbarer Reduktion des schwarzen Farbpigmentes
2

Allgemein


Erfahrungsaustausch

am 23.08.20#35
Ich hatte auch ein Paar. Aber das Weibchen ist schon vor einigen Jahren aus dem Becken gesprungen ???
Seit ungefähr einem halben Jahr ist das Männchen sehr agressiv geworden. Gegen alle - außer den Zitronenflossen-/Hawaii-Doktorfisch (Zebrasoma flavescens).
Bin ziemlich ratlos.

am 15.02.20#34
Hab ein Paar im Becken wunderwschöne Tiere.
Leider gehen sie bei mir auch an Korallen, erst war es eine Montipora danach die Milka und nun gehen sie auch an meine Gorgonien.
am 23.09.19#33
Bei uns schwimmt ein Männchen im AQ seit 3 Jahren welches alle anderen Fische dominiert. Allerdings wirkt das kaum noch, selbst die scheuen Grundeln lassen sich dadurch nicht mehr stören. Meiner hat genug Beschäftigung, frisst aber von Steinkorallen komplett alle Polypen ab. Die letzten Acropora und Montipora Ableger hielten genau 2 Tage durch. Er kam etwas zerfleddert bei mir an und brauchte etwas spezielle Pfelge und Futter bis er wieder gut aussah. Hat sich aber sehr schnell erholt. Inzwischen sind alle Steinkorallen tot. Der Fisch hat ganze Arbeit geleistet. Sollte er irgendwann an Altersschwäche sterben werde ich auch wieder Steinkorallen besetzen. Momentan nur Weiche im Becken, da fehlt mir etwas. Eigentlich ein toller Fisch fürs Aquarium da er recht klein bleibt, jedes Futter annimmt und einfach in der Pflege ist. Wäre da nicht der Hunger auf die Polypen....
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