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Micrognathus crinitus Harlekin-Seenadel, Gebänderte Seenadel

Micrognathus crinitus wird umgangssprachlich oft als Harlekin-Seenadel, Gebänderte Seenadel bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Es wird ein Aquarium von mindestens 500 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Dan Schofield, UK

Halicampus crinitus,857 N W Point Rd, West Bay, Cayman Islands 2026 (CC BY)


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Dan Schofield, UK . Please visit www.inaturalist.org for more information.

Eingestellt von Muelly.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
10088 
AphiaID:
278317 
Wissenschaftlich:
Micrognathus crinitus 
Umgangssprachlich:
Harlekin-Seenadel, Gebänderte Seenadel 
Englisch:
Harlequin Pipefish, Banded Pipefish, West Indian Pipefish 
Kategorie:
Seenadeln 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Syngnathiformes (Ordnung) > Syngnathidae (Familie) > Micrognathus (Gattung) > crinitus (Art) 
Erstbestimmung:
(Jenyns, ), 1842 
Vorkommen:
Amerikanische Jungferninseln, Anguilla, Antigua und Barbuda, Argentinien, Aruba, Bahamas, Barbados, Belize, Bermuda, Brasilien, Britische Jungferninseln, Cayman Inseln, Curaçao, Dominica, Dominikanische Republik, Golf von Mexiko, Grenada, Guadeloupe, Guatemala, Haiti, Honduras, Jamaika, Karibik, Kolumbien, Kuba, Martinique, Montserrat, Puerto Rico, Saint Kitts und Nevis, Saint Lucia, Saint Vincent und die Grenadinen, Trinidad und Tobago, Turks- und Caicosinseln, Venezuela 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
1 - 21 Meter 
Habitate:
Algenzonen, Korallenbruchsubstrate, Korallenriffe, Meerwasser, Sandige Meeresböden, Seegraswiesen 
Größe:
bis zu 15cm 
Temperatur:
17°C - 28,2°C 
Futter:
Karnivor (fleischfressend), Zoobenthos (in der Bodenzone lebende Tiere), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Aquarium:
~ 500 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-10-10 13:36:37 

Haltungsinformationen

Micrognathus crinitus (Jenyns, 1842)

Micrognathus crinitus kommt in Korallentrümmern vor (geringer Korallenbewuchs auf weißem Sandboden), meist in der Nähe von Seefächern. Die Harlekin-Seenadel erreicht eine Länge bis 15cm und ist häufig in den Zwischenräumen von flachen Mischsanden, Korallenriffen, Seegraswiesen und algenbewachsenen Riffen zu finden. Interessanterweise sind diese Seenadeln oft paarweise anzutreffen.

Zwei ausgeprägte Farbformen: *crinitus*-Form – variiert von fast weiß mit wenigen verstreuten braunen Flecken und schwarzen Punkten in regelmäßigen Abständen entlang der Rumpfkämme über fast schwarz (unten) und blass (oben) sowie braun gesprenkelt mit 10 oder mehr diffusen, unregelmäßigen dunklen oder weißen Querbinden bis hin zu fast durchgehend dunkel mit weißen Punkten in regelmäßigen Abständen entlang der Rumpfkämme; *ensenadae*-Form – auffällige, breite gelbe bis weiße und dunkel purpurbraune Querbinden an Kopf und Rumpf.

Hinweis: Die beiden Farbformen dieser Art kommen in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet vor; zumindest in Brasilien gehen sie ineinander über. *Crinitus* ist die älteste Bezeichnung; sie wurde 1842 für ein Exemplar aus Brasilien vergeben, während *ensenadae* 1915 für ein Exemplar aus der Karibik beschrieben wurde. Es ist noch nicht geklärt, ob die brasilianischen und karibischen Populationen unterschiedliche Arten darstellen.

Micrognathus crinitus ernährt sich von Plankton und benthischen wirbellosen Tieren.

Synonyme:
Corythoichthys vittatus Kaup, 1856
Corythroichthys ensenadae Silvester, 1915
Halicampus crinitus (Jenyns, 1842)
Micrognathus ensenadae (Silvester, 1915)
Micrognathus jonesi (Günther, 1874)
Micrognathus jonesii (Günther, 1874)
Micrognathus vittatus (Kaup, 1856)
Syngnathus crinitus Jenyns, 1842
Syngnathus jonesii Günther, 1874

Futteraufnahme
Die Fische benötigen anfangs sehr lange für die Futteraufnahme, bevor das Futter aufgenommen wird, erfolgt eine genaue Begutachtung. Nach der Eingewöhnung wird das angebotene Frostfutter ohne Probleme gefressen. Zu beachten gilt, das Wildfänge sich anders verhalten bei der Futteraufnahme als Nachzuchten. Bei den Nachzuchten spielt auch die Größe des gekauften Fisches eine Rolle für das passende Futter.

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.

Weiterführende Links

  1. FishBase (multi). Abgerufen am 07.08.2020.
  2. Shorefishes of the Greater Caribbean online information system (en). Abgerufen am 01.03.2023.

Bilder

Allgemein


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