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Haptosquilla stoliura Fangschreckenkrebs

Haptosquilla stoliura wird umgangssprachlich oft als Fangschreckenkrebs bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


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Haptosquilla stoliura

Eingestellt von Muelly.
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Sonja Ooms, Belgien (Copyright Sonja Ooms, Belgien) Bilddetail


Steckbrief

lexID:
11221 
AphiaID:
 
Wissenschaftlich:
Haptosquilla stoliura 
Umgangssprachlich:
Fangschreckenkrebs 
Englisch:
Mantis Shrimp 
Kategorie:
Fangschreckenkrebse 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Arthropoda (Stamm) > Malacostraca (Klasse) > Stomatopoda (Ordnung) > Protosquillidae (Familie) > Haptosquilla (Gattung) > stoliura (Art) 
Erstbestimmung:
(Müller, ), 1887 
Vorkommen:
Australien, Indischer Ozean, Indonesien, Philippinen 
Meerestiefe:
1 - 67 Meter 
Größe:
bis zu 6,5cm 
Temperatur:
23°C - 29°C 
Futter:
Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Frostfutter (kleine Sorten), Krabben, Krebse, Muscheln (Mollusken), Räuberische Lebensweise, Schnecken (Gastropoden, Mollusken) 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2019-10-27 14:08:01 

Haltungsinformationen

Haptosquilla stoliura (Müller, 1887)

Fangschreckenkrebse gehören zur Familie der Mundfüßer, der so genannten Stomatopoden. Es gibt ca. 390 Arten der Mundfüßer.

Die Krebse leben im küstennahen Meer, selten in sehr großen Tiefen. Speziell auf Korallenriffen lebt eine Vielzahl der Arten.
Die Gattungen der Lysiosquilla, Gonodactylus und Odontodactylus leben auf karibischen und indopazifischen Korallenriffen.

Die Größe der Fangschreckenkrebse variiert von 1 bis 2 cm, bis hin zu weit über 30 cm.Die Fangschreckenkrebse können in den buntesten Farben schillern, zum Beispiel in graugrün, braun und rot, wobei die verschiedenen Farben den jeweiligen Zustand des Tieres beschreiben (rot bedeutet beispielsweise Gefahr). Der stark betonte Hinterleib des Krebses ist mit einem kräftigen Schwanzfächer ausgestattet und erlaubt ruckartige, schnelle Schwimmstöße.

Die Beine: Am lang gestreckten Körper bildet das erste Beinpaar ein mit Bürsten besetztes Putzorgan. Die zweiten Maxillipeden sind die gewaltigen Keulen, denen der Schmetterer seinen Namen zu verdanken hat. Sie werden in Ruhe meist am Vorderkörper getragen, von wo aus sie blitzartig hervorschnellen können. Die drei folgenden Beine dienen als Fangarme. Sie sind mit Stacheln und Scheren bestückt und können die Beute festhalten, aufspießen und zum Mund führen, ähnlich wie die Gottesanbeterinnen aus dem Insektenreich. Des Weiteren gibt es noch 3 Paar Schreitbeine (Thorakopoden) und 5 Paar Schwimmbeine, die blattförmigen Pleopoden.

Am ungewöhnlichsten sind allerdings die Wahrnehmungsorgane.Die auf hohen Stielaugen platzierten Linsen sind nicht nur sehr zahlreich (10.000) - sie können auch 3 Bilder gleichzeitig abliefern.Dem Krebs ist es also möglich, aus 6 verschiedenen Perspektiven zu beobachten. Die Augen können trinokular und binokular sehen.

Neben 100.000 Farben können sie auch UV-Licht und polarisiertes Licht wahrnehmen. Mit einem Querband, das über seine Augen läuft, kann der Krebs sein Opfer "abtasten" und die Entfernung genau bestimmen. Mit einem zweiten Analysator zieht er dann Rasterlinien, wie beim Fadenkreuz eines Gewehres.

Der Fangschreckenkrebs hat sich den Gegebenheiten perfekt angepasst.Der Fangschreckenkrebs lauert seiner Beute meistens im Schutz seiner selbst gegrabenen Höhle oder einer Felsspalte auf. Seine bevorzugte Nahrung sind Garnelen, Würmer, kleine Fische, Schnecken, Muscheln oder Krabben.

Mit Hilfe seiner außergewöhnlichen Augen visiert der Krebs die Beute genau an, dann schlägt er blitzschnell zu und zertrümmert gegebenenfalls dessen Schale. Alle Stomatopoden sind getrenntgeschlechtlich.

Haptosquilla stoliura: Am Rücken meist grün und an den Steiten cremefarben gemustert. Die Meral Spots dieser Art sind gelb. Identifikation anhand des Telsons, der blauen Flecken am Putzorgan und der orangenen Antennen. Ist eine der grössten Haptosquilla Arten.

Typ: Schmetterer, tagaktiv, verschließt nachts seine Höhle, frißt kleine Krebse und Weichtiere

Synonym:
Gonodactylus stoliura Müller, 1887 (Basionym)

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