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Leptonychotes weddellii Weddellrobbe

Leptonychotes weddellii wird umgangssprachlich oft als Weddellrobbe bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nicht für Heimaquarien geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
13215 
AphiaID:
195932 
Wissenschaftlich:
Leptonychotes weddellii 
Umgangssprachlich:
Weddellrobbe 
Englisch:
Weddell Seal 
Kategorie:
Meeressäuger 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Mammalia (Klasse) > Carnivora (Ordnung) > Phocidae (Familie) > Leptonychotes (Gattung) > weddellii (Art) 
Erstbestimmung:
(Lesson, ), 1826 
Vorkommen:
Antarktik, Südlicher Ozean, Südpolarmeer, Süd-Atlantik, Südgeorgien und die Südliche Sandwichinseln, Südliche Orkneyinseln 
Meerestiefe:
0 - 700 Meter 
Größe:
090 cm - 330 cm 
Gewicht :
550 kg 
Temperatur:
-1°C - -1,8°C 
Futter:
Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Kleine Fische, Meerasseln (Isopoden), Muscheln (Mollusken), Räuberische Lebensweise, Schnecken (Gastropoden, Mollusken), Tintenfische, Sepien, Kraken, Kalmare (Cephalopoda), Würmer (Polychaeten, Annelida, Nematoden) 
Schwierigkeitsgrad:
Nicht für Heimaquarien geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-09-15 17:33:18 

Haltungsinformationen

Die Weddelrobbe (Leptonychotes weddellii) lebt in den sehr kalten antarktischen Regionen und ist dort sehr verbreitet.
Dies liegt auch an ihrer Eigenschaft, Eislöcher immer freihalten zu können, die erwachsenen Robben beißen mit ihren Zähnen immer wieder von den Ränder der Eislöcher Stück ab, vergrößern die Löcher somit und halten sie Eisfrei, um nach ihren Tauchgängen wieder Luft atmen zu können.

Diese einzigartige Fähigkeit fordert aber auch ihren Tribut, die Robben nutzen ihre Zähne schnell ab und können Beutetiere mit der Zeit immer schlechter fangen und fressen.

Zu den Feinden der Weddelrobbe gehören Eisbären nicht, bei Arten werden sich in ihr Leben niemals begegnen, der der Eisbär lebt in der Arktis, die Robbe in der Antarktis.
Aber auch mit einem Gewicht von bis zu 550 Kilo und eine Länge von über 3 Metern ist die Robbe nicht vor Fressfeinden geschützt, Schwertwale und Seeleoparden, die nebenbei auch gerne mal den einen oder anderen Pinguin verspeisen, sind die Prädatoren, die Weddellrobben erlegen können.

Die Brutpopulationen der Weddellrobbe beschränken sich weitgehend auf das zirkumpolare Festeis und einige Packeislebensräume der Antarktis.
Die Meeressäuger nutzen hauptsächlich Festeis- und küstennahen Packeislebensräume in Küstennähe zur Fortpflanzung.

Eine Schätzung der Weddellrobben beläuft sich auf etwa 800.000 Tiere, obwohl sie 1.000.000 Individuen durchaus überschreiten können.

Die Weibchen können etwas größer als die Männchen sein, ihre Geschlechtsreife liegt bei etwa 3 - 6 Jahren; die der Männchen bei etwa 7-8 Jahren.
Weddellrobben bringen von Ende September bis Anfang November, je nach Standort, einzelne Welpen zur Welt, meist in Kolonien von bis zu 50 Weibchen.
Die Welpen säugen während einer Periode von 7 - 8 Wochen bis Dezember.
Nach dem Abstillen der Welpen paaren sich die Weibchen im Wasser mit dominanten Männchen, die ihrerseits in Maritorien leben und diese gegen andere Artgenossen verteidigen.

Weddellrobben tauchen tief und ernähren sich vor allem in den Mittelwasserregionen der Wassersäule in Tiefen von etwa 100 -3 00 m und bis zu 82 Minuten lang in etwa 600 m Tiefe.
Als Reaktion auf vertikal wandernde Beute können sie auch in zwei Tiefenschichten (0 - 160 m und 340 - 450 m) ein tageszeitliches Fressverhalten zeigen.

Ausgewachsene Weddellrobben verlassen das Festeis, auf dem sie brüten, nur ungern bis März oder April.
Dann bleiben sie meist in einem Umkreis von 50 -100 km von ihren Sommerkolonien, obwohl einige Robben längere Strecken zurücklegen und lange Zeit im schweren winterlichen Packeis verbringen.
Die ganzjährige Belegung von Maritorien könnte den ansässigen Männchen einen Vorteil gegenüber gebietsfremden Männchen oder Männchen, die im Winter wegziehen, verschaffen, da die ansässigen Männchen bereits dort sind, wenn die Weibchen an den Brutplätzen ankommen.
In der Ostantarktis suchen sie im Winter bis zu 30 Tage lang im Packeis vor der Küste nach Nahrung, kehren aber zum Herausholen in das stabile Festeis zurück.
Bei Weddellrobben gibt es keine vorhersehbare Migration.

Veränderungen des Ausmaßes, der Persistenz und der Art des jährlichen Meereises durch den Klimawandel können sich negativ auf die Verbreitung und das Vorkommen der Weddellrobben auswirken.
Populationsgröße und -verteilung können zudem auch durch Veränderungen in der Dynamik der Nahrungskette verändert werden.
Veränderungen des Meereises können sich negativ auf die Nahrungssuche der Weddellrobben auswirken, da sie sich von Arten ernähren, die mit dem Packeis-Ökosystem verbunden sind.

Die Weddelrobbe ist auf der Roten Liste der IUCN als "am wenigsten bedenklich bedroht" aufgeführt und in ihrem Verbreitungsgebiet durch das Umweltschutzprotokoll zum Antarktis-Vertrag geschützt.

Fressfeinde: Seeleoparden und Schwertwale.

Wir danken Prof. Dr. Dirk Schories herzlich für seine tollen Fotos.

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