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Unomia stolonifera Weichkoralle

Unomia stolonifera wird umgangssprachlich oft als Weichkoralle bezeichnet. Haltung im Aquarium: Sehr einfach. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Admin Meerwasser-Lexikon

Kredit: Juan Pedro Ruiz-Allais / CC BY-NC 4.0 Deed
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Admin Meerwasser-Lexikon

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
16052 
AphiaID:
1507007 
Wissenschaftlich:
Unomia stolonifera 
Umgangssprachlich:
Weichkoralle 
Englisch:
Soft Coral 
Kategorie:
Weichkorallen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Malacalcyonacea (Ordnung) > Xeniidae (Familie) > Unomia (Gattung) > stolonifera (Art) 
Erstbestimmung:
(Gohar, ), 1938 
Vorkommen:
Ambon, Celebesesee, Indonesien, Invasive Spezies, Kuba, Sulawesi, Taiwan, Venezuela 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
0,5 - 42 Meter 
Habitate:
Felsenriffe, Korallenriffe, Sandige Meeresböden, Vom Mensch eingeführte fremde Art 
Größe:
bis zu 9cm 
Temperatur:
°C - 28°C 
Futter:
Zooxanthellen / Licht 
Schwierigkeitsgrad:
Sehr einfach 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
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Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2023-11-15 15:49:31 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Unomia stolonifera sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Unomia stolonifera interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Unomia stolonifera bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

Invasive nichtheimische Arten werden manchmal aus wirtschaftlichen Gründen in Gebiete eingeführt oder aber auch zum Leidwesen vieler anderer Arten ungewollt eingeführt, wie die
aggressive invasive Weichkoralle Unomia stolonifera, die früher als Cespitularia stolonifera bekannt war.
Die aus Indonesien stammende Koralle aus der Familie Xeniidae wurde durch Ballastwassertanks, als Bewuchs auf Schiffsböden und Anhaftungen an Schiffsankern in die süd-östlichen Karibik "importiert".

Gebietsfremde Arten stehen mit heimischen Arten im Wettbewerb um Platz und Nährstoffe und können einheimische Arten auch dauerhaft verdrängen.
noch dramatischer wird die Situation, wenn invasive arten nicht durch natürliche Freßfeind in Schach gehalten werden können, und wie im Falle der pumpenden Koralle
Unomia stolonifera, ganze Riffe incl. Algen und Korallen in Windeseile komplett überwuchert, siehe hierzu den Bericht im Anhang über Venezuela.

Nur durch einen massiven und kostspieligen Einsatz von Tauchern konnte die Art aus den Gewässern um Kuba momentan entfernt werden.
Die Kontrolle in den Riffen von Venezuela und die Entfernung der heftig stark wuchernden Koralle wird hohe Kosten verursachen

Unomia stolonifera bildet bis zu 9 cm hohe und 6 cm breite, sehr weiche Kolonie aus.
Die Weichkoralle zeichnet sich durch ihre weiße -rosafarbene Färbung aus und ist für ihre tanzartigen Bewegungen in den Meeresströmungen bekannt.

Sie wurde durch eine Spreizmembran an einem Skelettfragment einer verzweigten Acropora-Steinkoralle befestigt entdeckt, und einer zusätzlichen Kolonie, die in ähnlicher Weise an einem kleineren Fragment befestigt war, wobei jede Kolonie etwa 3 x 4 cm misst.

Der Polypenkörper ist bis zu 25 mm lang, die Tentakel sind bis zu 10 mm lang und tragen Fiederblättchen, die in drei Reihen angeordnet sind, mit 20 -2 5 Fiederblättchen in der äußersten Reihe und einer Lücke von bis zu einer Fiederblattbreite zwischen benachbarten Fiederblättchen.

Die lebenden Polypen weisen längliche dunkelbraune Tentakel auf, die auf die symbiotischen Zooxanthellen sowie zahlreiche Sklerite zurückzuführen sind.
Einzelne Polypen befinden sich am Stiel unterhalb des Polyps.

Etymologie.
Der Gattungsname leitet sich vom lateinischen "unum" ab, was soviel wie "einzeln" bedeutet. Hier bezeichnet er die einzelnen Polypen, die sich zufällig auf dem geteilten Stiel oder auf Zweigen unterhalb der Polypenebene befinden.

Synonym: Cespitularia stolonifera Gohar, 1938

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