Anzeige
REEF MANIA - Die Meerwasser-Messe

Notiocampus ruber Rote Seenadel

Notiocampus ruber wird umgangssprachlich oft als Rote Seenadel bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nur für große Schauaquarien geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Rudie Hermann Kuiter, Aquatic Photographics, Australien

Foto: Bicheno, Tasmanien

/ 20 Meter Tiefe
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Rudie Hermann Kuiter, Aquatic Photographics, Australien

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
16352 
AphiaID:
281774 
Wissenschaftlich:
Notiocampus ruber 
Umgangssprachlich:
Rote Seenadel 
Englisch:
Red Pipefish 
Kategorie:
Seenadeln 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Teleostei (Klasse) > Syngnathiformes (Ordnung) > Syngnathidae (Familie) > Notiocampus (Gattung) > ruber (Art) 
Erstbestimmung:
(Ramsay & Ogilby, ), 1886 
Vorkommen:
Bass-Straße (Meerenge zw. Australien & Tasmanien), New South Wales (Ost-Australien), Östlicher Indischer Ozean, Süd-Australien, Tasmanien (Australien), Tasmansee, Victoria (Australien), West-Australien 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
1 - 20 Meter 
Habitate:
Algenzonen, Felsenriffe, Korallenriffe, Seegraswiesen 
Größe:
bis zu 17cm 
Temperatur:
16.3°C - 21.2°C 
Futter:
Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Invertebraten (Wirbellose), Karnivor (fleischfressend), Mysis (Schwebegarnelen), Ruderfußkrebse (Copepoden), Salzwasserflöhe (Cladocera), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Nur für große Schauaquarien geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2024-03-20 12:51:58 

Haltungsinformationen

Notiocampus ruber ist eine dunkelrosafarbene, rote oder kastanienbraune Seenadel, die mit winzigen weißlichen bis gelblichen oder rötlichen Punkten übersät ist, eine kurze Schnauze, große Augen und keine Brustflossen hat.
Diese kleine Nadel zeigt eine Besonderheit gegenüber allen anderen Seenadeln, sie bewegt sich schnell in einer schlangenartigen Bewegung.

Die Rote Seenadel bewohnt in der Regel felsige Riffe, oft in Spalten, in Verbindung mit Schwämmen und verkrusteten und fadenförmigen Rotalgen, ist aber nur selten zu beobachten.
Rötlich, von altrosa bis zu einem tieferen Kastanienbraun, mit winzigen roten oder gelben Flecken.

Etymologie: Der Artname leitet sich vom lateinischen"ruber" für "rot" ab, in Anlehnung an die rote Färbung der Art.

Synonym: Nannocampus ruber Ramsay & Ogilby, 1886

Unser besonderer Dank für das tolle Foto der Art geht an Rudie H. Kuiter, Australien.

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.

Weiterführende Links

  1. FishBase (multi). Abgerufen am 19.03.2024.
  2. Fishes of Australia (en). Abgerufen am 19.03.2024.
  3. IUCN Red List of Threatened Species (multi). Abgerufen am 19.03.2024.
  4. Port Phillip Bay (en). Abgerufen am 19.03.2024.

Bilder

Allgemein


Erfahrungsaustausch

0 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
Alle anzeigen und mitreden!