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Anthuroniscus shimomurai Shimomuras bohnenförmige Assel

Anthuroniscus shimomurai wird umgangssprachlich oft als Shimomuras bohnenförmige Assel bezeichnet. Haltung im Aquarium: Für Aquarienhaltung nicht geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Dr. Shoki Shiraki, Japan


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Dr. Shoki Shiraki, Japan

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
17349 
AphiaID:
1769070 
Wissenschaftlich:
Anthuroniscus shimomurai 
Umgangssprachlich:
Shimomuras bohnenförmige Assel 
Englisch:
Shimomura’s Bean-Shaped Isopod 
Kategorie:
Isopoden 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Arthropoda (Stamm) > Malacostraca (Klasse) > Isopoda (Ordnung) > Cabiropidae (Familie) > Anthuroniscus (Gattung) > shimomurai (Art) 
Erstbestimmung:
Shiraki & Kakui, 2024 
Vorkommen:
Japan 
Meereszone:
Supratidal (Supralitoral), Spritzwasserzone oberhalb der Hochwasserlinie außerhalb des Gezeitenbereiches, die nur bei Sturmflutereignissen kurzzeitig vom Wasser bedeckt wird 
Meerestiefe:
- 0,5 Meter 
Größe:
bis zu 0,31cm 
Temperatur:
°C - 27°C 
Futter:
Blut, Körpersäfte, Hautgewebe, Karnivor (fleischfressend), Parasitäre Lebensweise / Schmarotzer 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-07-14 18:42:21 

Haltungsinformationen

Meeresasseln sind eine Gruppe von Krebstieren, die über 10.000 Arten umfasst, darunter die bekannten Landasseln, Rollasseln und Kellerasseln
Mehr als die Hälfte aller Asselarten lebt jedoch im Meer, und einige Meeresarten haben parasitäre Lebensweisen entwickelt.
Andere haben ihren Lebensstil sogar auf die Spitze getrieben und sehen überhaupt nicht mehr wie Asseln oder Krebstiere aus.

Anthuroniscus shimomurai ist ein parasitärer mariner Isopode, der auf anderen Wirt-Isopode schmarotzt.
Die neue Art, die als Shimomuras bohnenförmige Assel oder Anthuroniscus shimomurai bekannt ist, ist ein solches Beispiel, sie parasitiert den Brutbeutel anderer Meeresasseln.

Der Parasit hat einen länglichen Körper, was bei parasitären Asseln selten ist, und ist wahrscheinlich eine Anpassung an den länglichen Körper seines Wirts.
Nachdem er eine geeignete Wirtsassel gefunden hat, stößt der Parasit die Eier des Wirts aus und verbringt den Rest seines Lebens enganliegend im Brutsack seines Wirts. Dieser bemerkenswerte Parasit wurde nach Dr. Michitaka Shimomura benannt, der einen großen Beitrag zur Taxonomie der Asseln in Japan geleistet hat.

Drei Wirts-Isopoden (Mesanthura sp.) wurden an drei Orten in Japan gesammelt, der Holotyp von Anthuroniscus shimomurai ist ein eiertragendes Weibchen mit einer Länge von 3,10 mm, und wurde 21. April 2023, in 0,5 Metern Tiefe um Kaichu Doro, Uruma, Okinawa, Japan, entdeckt.

Bei erster Betrachtung konnte kein Parasit beobachtet werden.
Nach einigen Tagen machte das Wissenschaftsteam aus Drs. Shiraki & Kakui eine erstaunliche Entdeckung im Laboraquarium:
Es konnten wurden keine Eier mehr im Marsupium des Copepoden entdeckt werden, diese lagen nun alle auf dem Boden des Aquariums, und ein reifer, weiblicher Parasit befand sich stattdessen im Marsupium des jetzigen „Wirt“-Weibchens, er ernährte sich nun von den Körpersäften seines Wirts.

Wie lange der parasitäre Vorgang erfolgte, und ob dieser mit dem Tod des Wirts endete, blieb offen, um den Parasiten frühzeitig konservieren zu können.

Der Körper diese Parasiten ist länglich, dorsal zusammengedrückt, und nach hinten verjüngt, die Länge 3,10 mm, am Körper befanden sich sechs Paaren seitlicher Auswölbungen.
Der Kopf hatte ein Augenpaar und an der Hinterseite einem ventralen Haken.

Etymologie:
Der Gattungsname ist eine Kombination aus anthura- (dem Stamm von Anthuroidea, der Wirtsgruppe) und -oniscus (einem gebräuchlichen Suffix für kryptoniscoide Gattungen ).

Der Artname ehrt Dr. Michitaka Shimomura, der einen großen Beitrag zur Taxonomie der Isopoden und verwandter Gruppen in Japan geleistet hat.

Unser besonderer Dank geht an die beiden Autoren der Erstbeschreibung, Dr. Keiichi Kakui, der dem Meerwasser-Lexikon die schriftliche Erlaubnis des Erstautoren Dr. Shoki Shiraki übermittelt hat.

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