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Syllis prolifera Polychaetenwurm

Syllis prolifera wird umgangssprachlich oft als Polychaetenwurm bezeichnet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Dr. Joachim Langeneck, Italien

Foto: Port of Livorno, Italien, Nördliches Tyrrhenisches Meer, Mittelmeer

0,5 Meter Tiefe / 13.12.2012 / CC BY-SA 3.0 DE
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Dr. Joachim Langeneck, Italien . Please visit www.researchgate.net for more information.

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
17994 
AphiaID:
131452 
Wissenschaftlich:
Syllis prolifera 
Umgangssprachlich:
Polychaetenwurm 
Englisch:
Polychaete Worm 
Kategorie:
Würmer 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Annelida (Stamm) > Polychaeta (Klasse) > Phyllodocida (Ordnung) > Syllidae (Familie) > Syllis (Gattung) > prolifera (Art) 
Erstbestimmung:
Krohn, 1852 
Vorkommen:
Adria (Mittelmeer), Ägäis (Mittelmeer), Ärmelkanal, Biskaya, Britische Inseln, Chile, Europäische Gewässer, Florida, Golf von Mexiko, Griechenland, Große Sundainseln, Indonesien, Indopazifik, Ionisches Meer (Mittelmeer), Irland, Israel, Italien, Japan, Karibik, Kosmopolit (weltweit verbreitet), Kuba, Marshallinseln, Mittelmeer, Mosambik, Neukaledonien, New South Wales (Ost-Australien), Nord-Ost-Atlantik, Osterinsel (Rapa Nui), Spanien, Süd-Afrika, Süd-Ost-Pazifik, Sumatra, Thailand, Trinidad und Tobago, Türkei, West-Pazifik, Zypern 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
0 - 168 Meter 
Habitate:
bodenlebendes Meerestier (demersal), Felsige, harte Meeresböden, Schlammige Böden / sandige Weichsubstrate 
Größe:
bis zu 2,55cm 
Temperatur:
°C - 27°C 
Futter:
Allesfresser (omnivor), Herbivor (pflanzenfressend), Karnivor (fleischfressend), Nahrungsopportunist, Plankton (pflanzliche und tierische Mikroorganismen), Schwämme, Seegras, Zoobenthos (in der Bodenzone lebende Tiere) 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Anhang III (Individuen oder entsprechende Produkte aus dem genannten Land benötigen eine Ausfuhrgenehmigung, aus anderen Ländern ist ein Herkunftszertifikat notwend) 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
  • Syllis aciculigrossa
  • Syllis adamantea
  • Syllis albae
  • Syllis albanyensis
  • Syllis alosae
  • Syllis alternata
  • Syllis amica
  • Syllis amicarmillaris
  • Syllis antoniae
  • Syllis armillaris
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-03-26 13:35:25 

Haltungsinformationen

Nicht heimische Arten, die auch Alien Species oder invasive Arten genant werden, können zu regelrechten Problemen in ihren neuen Lebenszonen werden, eine dieser Arten ist Caulerpa cylidracea, die auch Zylinder-Kriechsprossalge genannt wird.
Nicht heimische Arten stellen eine der größten Bedrohungen für die Biodiversität und das Funktionieren von Ökosystemen dar, da sie besiedelte Lebensräume verändern, mit einheimischen Arten konkurrieren und schließlich zu Schädlingen werden.

Als Fressfeinden der sich stark ausbreitenden Alge zählen im Mittelmeer folgende Arten:
Der Meeresschwammder Sarcotragus fasciculatus und fünf Polychaeten Eunice vittata, Pelogenia arenosa, Pontogenia chrysocoma, Scoletoma fragilis und Syllis prolifera
Ob diese Tiere dem Wachstum der Alge wirksam etwas entgegen setzen können, ist noch unklar, in jeden Fall stellt die fremde Alge Futter zur Ernährung dar.

Derr Körper von Syllis prolifera besteht aus bis zu 97 Chaetigern.
Die vordere Segmente zeigen ein Paar braune, dorsalee Querstreifen.
Das Prostomium ist mit einem Paar vorderer Augenflecken und zwei Paaren Augen in trapezförmiger Anordnung asugestattet.

Interessant ist die Vermehrung der kleinen Polychaetenwürmer:
Die Weibchen dieser Art produzieren ein Pheromon, das Männchen anlockt und ihnen signalisiert, Sperma abzugeben, was wiederum die Weibchen dazu anregt, Eier abzugeben, dieses Verhalten wird als Schwärmen bezeichnet.
Die Gameten werden über die Metanephridien oder durch Aufbrechen der Körperwand freigesetzt (wobei aus einem benthischen, nicht fortpflanzungsfähigen Individuum, dem „Atoke“, ein pelagisches, fortpflanzungsfähiges Individuum, das „Epitoke“, entsteht)

Nach der Befruchtung werden die meisten Eier planktonisch; einige verbleiben jedoch in den Wurmgängen oder graben sich in an den Gängen haftende Geleemassen ein (Eierbrüter).
Lebenszyklus: Aus den Eiern entwickeln sich Trocophor-Larven, die später in das Jungtier-Stadium (Körperverlängerung) übergehen und sich schließlich zu Erwachsenen entwickeln.
Quelle: SeaLifeBase

Synonyme:
Gnathosyllis zonata Haswell, 1886 · unaccepted (subjective synonym)
Pionosyllis prolifera (Krohn, 1852) · unaccepted
Syllis (Typosyllis) prolifera Krohn, 1852 · unaccepted
Syllis (Typosyllis) zonata (Haswell, 1886) · unaccepted (recombination of subjective synonym)
Syllis armandi Claparède, 1864 · unaccepted (subjective synonym)
Syllis fiumensis Ehlers, 1864 · unaccepted (subjective synonym)
Syllis fluminensis Ehlers, 1864 · unaccepted
Syllis lussinensis Grube, 1863 · unaccepted (subjective synonym)
Syllis nigrans Bobretzky, 1870 · unaccepted
Syllis zonata (Haswell, 1833) · unaccepted (superseded recombination of...)
Typosyllis (Syllis) nigrans (Bobretzky, 1870) · unaccepted
Typosyllis (Syllis) prolifera (Krohn, 1852) · unaccepted
Typosyllis (Typosyllis) prolifera (Krohn, 1852) · unaccepted
Typosyllis bouvieri (Gravier, 1900) · unaccepted
Typosyllis nigrans (Bobretzky, 1870) · unaccepted
Typosyllis prolifera (Krohn, 1852) · unaccepted
Typosyllis zonata (Haswell, 1833) · unaccepted

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