Haltungsinformationen
2022 wurde einen Expedition mit dem Schiffes „UnderSea Hunter Argo” und des Tauchboots „DeepSee” zur Erkundung der Artenvielfalt vor der Küste Kolumbiens im östlichen Pazifik durchgeführt.
Einer der speziell untersuchten Gebiete war die Navigator Bank im Yuruparí-Rücken, der sich nordwestlich des Malpelo-Rückens und der Insel Malpelo sowie südlich des Cordillera de Coiba Managed Resources Area (ARMCC) in panamaischen Gewässern befindet.
Die Entdeckung der neuen Art wurde dank einer gemeinsamen Expedition kolumbianischer und internationaler Forscher im Rahmen der Initiative „National Geographic Pristine Seas” möglich.
In diesem durch Bergrücken und Seeberge gekennzeichnetem Bereiche wurden mit dem hydraulischen Arm des bemannten Tauchboots diverse Proben wurden entnommen, darunter auch eine bis dato unbekannte Filigrankoralle, die die erste Korallenart dieser Gattung ist, die in dieser Region im Tiefenbereich zwischen 160 -260 Metern entdeckt wurde.
Die Kolonien sind der neuen azooxanthellaten Filigrankoralle sind meist einflächig, fächerförmig mit dichotomischer Verzweigung, sie sind breiter als hoch.
Der Holotypus (YU006-ANDES8753) misst etwa 100 mm in der Höhe und 80 mm in der Breite.
Die Unterwasseraufnahmen, die in derselben Tiefe wie die Sammlung gemacht wurden, zeigen jedoch etwas größere Kolonien mit einer Höhe von etwa 120 mm und einer Breite von 180 mm.
Die Verzweigungen sind abgeflacht mit stumpfen Spitzen und etwas dünner als die Verzweigungsbreite.
Das Gewebe ist weiß, und auf den Unterwasseraufnahmen ist eine Farbabweichung bei einigen Kolonien zu erkennen, die weiß mit einem rosafarbenen Schimmer sind, jedoch dominieren die weißen Kolonien die Meereslandschaft.
Ernährung:
Filigran-Kolonien besitzen zwei Arten von Polypen, Dactylozooide und Gastrozooide, die jeweils dem Beutefang und der Nahrungsverdauung sowie der Verteidigung gegen Fressfeinde dienen.
Vermehrung:
Distichopora yurupariensis besitzt weiblichen Ampullen (große halbkugelförmige Hügel mit radialen Rillen und einem Durchmesser von 1,00–1,25 mm) und männlichen Ampullen (niedrige Hügel, kleiner als die weiblichen Ampullen, mit Durchmessern von 0,41–0,57 mm.
Weibliche und männliche Ampullen haben große Oberflächenporen.
Nachteil der internen Vermehrung:
Im Gegensatz zu laichenden Korallen, die ihre Gameten in das sie umgebenden Meereswasser entlasten und verdriftet werden können, bleibt die Vermehrung der Filigrankoralle räumlich beschränkt.
Laut National Geographic nahm der kolumbianische Meereswissenschaftler Juan Mayorga zunächst an, er habe eine gewöhnliche Stylaster-Koralle entdeckt, die an ihrer blassen Färbung zu erkennen ist. Als die Meeresbiologin Luisa Dueñas von der Nationalen Universität Kolumbiens sie jedoch genauer untersuchte, stellten sie fest, dass es sich tatsächlich um eine völlig neue Korallenart handelte, die bisher noch nicht wissenschaftlich beschrieben worden war.
Diese bisher kaum untersuchte Unterwasserregion bewahrt Ökosysteme, die dank der schwierigen Zugänglichkeit und der Tiefe, in der sie sich befinden, relativ intakt geblieben sind.
Forscher glauben, dass die neue Koralle aufgrund dieser Bedingungen endemisch in der Region sein könnte, was bedeutet, dass sie ausschließlich in diesem Gebiet vorkommt. Ihre Entdeckung bereichert nicht nur das marine Inventar Kolumbiens, sondern unterstreicht auch die Bedeutung des Schutzes wenig bekannter Lebensräume, die einzigartige Arten für die Wissenschaft beherbergen könnten.
Experten zufolge stellt diese Entdeckung einen grundlegenden Fortschritt für die Meeresbiologie dar und ist ein Weckruf für die Notwendigkeit, den Schutz der Tiefseeökosysteme zu verstärken. Tiefseekorallen erfüllen wichtige ökologische Funktionen: Sie dienen als Rückzugsorte für Fische und Krebstiere, stabilisieren den Meeresboden und sind an den biogeochemischen Kreisläufen des Ozeans beteiligt.
Trotz seiner abgelegenen Lage hat die Fischerei bereits begonnen, das Gebiet zu beeinträchtigen, was zu den globalen Risiken wie Klimawandel, Versauerung der Ozeane und Verschmutzung hinzukommt. Aus diesem Grund haben Wissenschaftler vorgeschlagen, Bajo Navegador in das Malpelo Flora and Fauna Sanctuary, eines der wichtigsten Meeresreservate des Landes, aufzunehmen, um einen besseren Schutz für die neuen Korallen und andere Arten, die in tiefen Gewässern leben, zu gewährleisten.
Die Entdeckung von Distichopora yurupariensis erweitert die große Vielfalt der Korallen in kolumbianischen Gewässern.
Mit der Entdeckung dieser neuen Tiefseekoralle erweitert das Land nun seinen Meeresreichtum und bekräftigt seine Position als eine der artenreichsten Nationen der Welt.
Etymologie:
Der Artname „yurupariensis“ bezieht sich auf den Typusfundort, den Yuruparí-Kamm.
Literaturfundstelle:
Luisa F. Dueñas, Stephen D. Cairns, Juan S. Mayorga, Juan A. Sánchez
Distichopora yurupariensis, a New Species of Stylasteridae (Cnidaria: Hydrozoa: Anthoathecata) from the Upper Bathyal Tropical Eastern Pacific
Pacific Science, 79(1):97-104 (2025). https://doi.org/10.2984/79.1.5
Einer der speziell untersuchten Gebiete war die Navigator Bank im Yuruparí-Rücken, der sich nordwestlich des Malpelo-Rückens und der Insel Malpelo sowie südlich des Cordillera de Coiba Managed Resources Area (ARMCC) in panamaischen Gewässern befindet.
Die Entdeckung der neuen Art wurde dank einer gemeinsamen Expedition kolumbianischer und internationaler Forscher im Rahmen der Initiative „National Geographic Pristine Seas” möglich.
In diesem durch Bergrücken und Seeberge gekennzeichnetem Bereiche wurden mit dem hydraulischen Arm des bemannten Tauchboots diverse Proben wurden entnommen, darunter auch eine bis dato unbekannte Filigrankoralle, die die erste Korallenart dieser Gattung ist, die in dieser Region im Tiefenbereich zwischen 160 -260 Metern entdeckt wurde.
Die Kolonien sind der neuen azooxanthellaten Filigrankoralle sind meist einflächig, fächerförmig mit dichotomischer Verzweigung, sie sind breiter als hoch.
Der Holotypus (YU006-ANDES8753) misst etwa 100 mm in der Höhe und 80 mm in der Breite.
Die Unterwasseraufnahmen, die in derselben Tiefe wie die Sammlung gemacht wurden, zeigen jedoch etwas größere Kolonien mit einer Höhe von etwa 120 mm und einer Breite von 180 mm.
Die Verzweigungen sind abgeflacht mit stumpfen Spitzen und etwas dünner als die Verzweigungsbreite.
Das Gewebe ist weiß, und auf den Unterwasseraufnahmen ist eine Farbabweichung bei einigen Kolonien zu erkennen, die weiß mit einem rosafarbenen Schimmer sind, jedoch dominieren die weißen Kolonien die Meereslandschaft.
Ernährung:
Filigran-Kolonien besitzen zwei Arten von Polypen, Dactylozooide und Gastrozooide, die jeweils dem Beutefang und der Nahrungsverdauung sowie der Verteidigung gegen Fressfeinde dienen.
Vermehrung:
Distichopora yurupariensis besitzt weiblichen Ampullen (große halbkugelförmige Hügel mit radialen Rillen und einem Durchmesser von 1,00–1,25 mm) und männlichen Ampullen (niedrige Hügel, kleiner als die weiblichen Ampullen, mit Durchmessern von 0,41–0,57 mm.
Weibliche und männliche Ampullen haben große Oberflächenporen.
Nachteil der internen Vermehrung:
Im Gegensatz zu laichenden Korallen, die ihre Gameten in das sie umgebenden Meereswasser entlasten und verdriftet werden können, bleibt die Vermehrung der Filigrankoralle räumlich beschränkt.
Laut National Geographic nahm der kolumbianische Meereswissenschaftler Juan Mayorga zunächst an, er habe eine gewöhnliche Stylaster-Koralle entdeckt, die an ihrer blassen Färbung zu erkennen ist. Als die Meeresbiologin Luisa Dueñas von der Nationalen Universität Kolumbiens sie jedoch genauer untersuchte, stellten sie fest, dass es sich tatsächlich um eine völlig neue Korallenart handelte, die bisher noch nicht wissenschaftlich beschrieben worden war.
Diese bisher kaum untersuchte Unterwasserregion bewahrt Ökosysteme, die dank der schwierigen Zugänglichkeit und der Tiefe, in der sie sich befinden, relativ intakt geblieben sind.
Forscher glauben, dass die neue Koralle aufgrund dieser Bedingungen endemisch in der Region sein könnte, was bedeutet, dass sie ausschließlich in diesem Gebiet vorkommt. Ihre Entdeckung bereichert nicht nur das marine Inventar Kolumbiens, sondern unterstreicht auch die Bedeutung des Schutzes wenig bekannter Lebensräume, die einzigartige Arten für die Wissenschaft beherbergen könnten.
Experten zufolge stellt diese Entdeckung einen grundlegenden Fortschritt für die Meeresbiologie dar und ist ein Weckruf für die Notwendigkeit, den Schutz der Tiefseeökosysteme zu verstärken. Tiefseekorallen erfüllen wichtige ökologische Funktionen: Sie dienen als Rückzugsorte für Fische und Krebstiere, stabilisieren den Meeresboden und sind an den biogeochemischen Kreisläufen des Ozeans beteiligt.
Trotz seiner abgelegenen Lage hat die Fischerei bereits begonnen, das Gebiet zu beeinträchtigen, was zu den globalen Risiken wie Klimawandel, Versauerung der Ozeane und Verschmutzung hinzukommt. Aus diesem Grund haben Wissenschaftler vorgeschlagen, Bajo Navegador in das Malpelo Flora and Fauna Sanctuary, eines der wichtigsten Meeresreservate des Landes, aufzunehmen, um einen besseren Schutz für die neuen Korallen und andere Arten, die in tiefen Gewässern leben, zu gewährleisten.
Die Entdeckung von Distichopora yurupariensis erweitert die große Vielfalt der Korallen in kolumbianischen Gewässern.
Mit der Entdeckung dieser neuen Tiefseekoralle erweitert das Land nun seinen Meeresreichtum und bekräftigt seine Position als eine der artenreichsten Nationen der Welt.
Etymologie:
Der Artname „yurupariensis“ bezieht sich auf den Typusfundort, den Yuruparí-Kamm.
Literaturfundstelle:
Luisa F. Dueñas, Stephen D. Cairns, Juan S. Mayorga, Juan A. Sánchez
Distichopora yurupariensis, a New Species of Stylasteridae (Cnidaria: Hydrozoa: Anthoathecata) from the Upper Bathyal Tropical Eastern Pacific
Pacific Science, 79(1):97-104 (2025). https://doi.org/10.2984/79.1.5






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