Haltungsinformationen
Boreolithothamnion corallioides (P.Crouan & H.Crouan) V.Peña & P.W.Gabrielson, 2025
Zahlreiche krustenförmige, kalkhaltige Rotalgen (Corallinaceae) wachsen einzeln in flachen Gewässern und bilden an den Küsten Nordwesteuropas und im westlichen Mittelmeer, in Mexiko (Baja California) und Brasilien große, steinartige Algenbestände. Diese werden in Nordwestfrankreich, Großbritannien und Irland unter den Bezeichnungen „Maërl“, „Koralle“ oder „Korallensand“ zusammengefasst (Blunden, Binns & Perks 1975). Wissenschaftlich werden sie auch als „Rhodolithen“ bezeichnet.
Typuslokalität zur Beschreibung von Boreolithothamnion corallioides ist Rade de Brest, Finistère, Bretagne, Frankreich.
Beschreibung: Eine freistehende, fragile Alge mit einem Kalkskelett. Sie ähnelt stark Phymatolithon calcareum und wird oft mit ihr verwechselt. Ihre Form ist sehr variabel, sie kommt jedoch häufig als stark verzweigte Knöllchen vor, die ein dreidimensionales Gitter bilden. Einzelne Exemplare können einen Durchmesser von 4–5 cm erreichen und sind im lebenden Zustand leuchtend rosa, im toten Zustand weiß.
Lebensraum:
Typischerweise in weniger als 20 m Tiefe auf Sand-, Schlamm- oder Kiesgrund in Gebieten anzutreffen, die vor starker Brandung geschützt sind, aber eine mäßige bis starke Strömung aufweisen. Man findet Boreolithothamnion corallioides üblicherweise freiwachsend.
Boreolithothamnion corallioides bildet im Sublitoral und gelegentlich auch im unteren Litoral Kalkalgenkies (Maerl), worauf sich auch die englische umgangssprachliche Bezeichnung als "Maerl" bezieht. Maerl ist ein aus verzweigten, lebenden oder toten Rotalgen (Corallinaceen) bestehender Sand oder Kies, der einen nährstoffreichen, kalkhaltigen Sedimentboden bildet.
Die Krustenform ist auf den Britischen Inseln sehr selten. Sie kommt typischerweise zusammen mit der Kalkrotalge Phymatolithon calcareum vor.
Die im Jahr 2023 erstbeschriebene Gattung Boreolithothamnion beinhaltet aktuell nur 8 beschriebene Arten, wobei eine Art noch in Klärung ist:
Boreolithothamnion corallioides (P.Crouan & H.Crouan) V.Peña & P.W.Gabrielson, 2025
Boreolithothamnion giganteum (L.R.Mason) P.W.Gabrielson, Maneveldt, Hughey & V.Pena, 2023
Boreolithothamnion glaciale (Kjellman) P.W.Gabrielson, Maneveldt, Hughey & V.Peña, 2023
Boreolithothamnion phymatodeum (Foslie) P.W.Gabrielson, Maneveldt, Hughey & V.Pena, 2023
Boreolithothamnion sonderi (Hauck) P.W.Gabrielson, Maneveldt, Hughey & V.Peña, 2023
Boreolithothamnion soriferum (Kjellman) P.W.Gabrielson, Maneveldt, Hughey & V.Peña, 2023
Boreolithothamnion tophiforme (Esper) P.W.Gabrielson, Maneveldt, Hughey & V.Peña, 2023
Boreolithothamnion lemoineae P.W.Gabrielson, Maneveldt, Hughey & V.Peña, 2023 (uncertain, uncertain taxonomic status subjected to verification)
Maërl wird vor der Küste der Bretagne, bei Falmouth in England, in der Bantry Bay in Irland und in Island gebaggert, getrocknet, gemahlen und als Bodenverbesserungsmittel, Tierfutterzusatz, Wasserfilter und natürliches Mittel gegen Osteoporose verkauft. Jährlich werden über 500.000 Tonnen aus lebenden und toten Ablagerungen geerntet, wobei die jährlichen Mengen jedoch – hauptsächlich aufgrund der Ressourcenerschöpfung, insbesondere in Frankreich – rückläufig sind. Gemahlenes Maërl eignet sich besonders gut zur Wasserfiltration.
Synonyme:
Lithophyllum solutum (Foslie) Me.Lemoine, 1915 · unaccepted (synonym)
Lithothamnion calcareum f. corallioides (P.Crouan & H.Crouan) Foslie, 1905 · unaccepted
Lithothamnion calcareum f. subvalidum (Foslie) Me.Lemoine, 1910 · unaccepted (synonym)
Lithothamnion corallioides (P.Crouan & H.Crouan) P.Crouan & H.Crouan, 1867 · unaccepted
Lithothamnion corallioides f. compressum Heydrich, 1901 · unaccepted
Lithothamnion corallioides f. globosum Cabioch, 1966 · unaccepted (synonym)
Lithothamnion corallioides f. minutum Foslie, 1899 · unaccepted (synonym)
Lithothamnion corallioides f. subvalidum Foslie, 1899 · unaccepted (synonym)
Lithothamnion corallioides var. minimum Cabioch, 1966 · unaccepted (synonym)
Lithothamnion coralloides · unaccepted
Lithothamnion fruticulosum f. solutum Foslie, 1905 · unaccepted
Lithothamnion rubrum f. corallioides (P.Crouan & H.Crouan) Heydrich, 1911 · unaccepted (synonym)
Lithothamnion rubrum f. crassum (Heydrich) Heydrich, 1911 · unaccepted (synonym)
Lithothamnion rubrum f. minutum (Foslie) Heydrich, 1911 · unaccepted (synonym)
Lithothamnion solutum (Foslie) Foslie, 1908 · unaccepted (synonym)
Lithothamnion solutum f. effusa Foslie, 1906 · unaccepted
Mesophyllum corallioides (P.L.Crouan & H.M.Crouan) Me.Lemoine · unaccepted
Paraspora fruticulosa f. soluta (Foslie) Heydrich, 1908 · unaccepted
Spongites corallioides P.Crouan & H.Crouan, 1852 · unaccepted
Zahlreiche krustenförmige, kalkhaltige Rotalgen (Corallinaceae) wachsen einzeln in flachen Gewässern und bilden an den Küsten Nordwesteuropas und im westlichen Mittelmeer, in Mexiko (Baja California) und Brasilien große, steinartige Algenbestände. Diese werden in Nordwestfrankreich, Großbritannien und Irland unter den Bezeichnungen „Maërl“, „Koralle“ oder „Korallensand“ zusammengefasst (Blunden, Binns & Perks 1975). Wissenschaftlich werden sie auch als „Rhodolithen“ bezeichnet.
Typuslokalität zur Beschreibung von Boreolithothamnion corallioides ist Rade de Brest, Finistère, Bretagne, Frankreich.
Beschreibung: Eine freistehende, fragile Alge mit einem Kalkskelett. Sie ähnelt stark Phymatolithon calcareum und wird oft mit ihr verwechselt. Ihre Form ist sehr variabel, sie kommt jedoch häufig als stark verzweigte Knöllchen vor, die ein dreidimensionales Gitter bilden. Einzelne Exemplare können einen Durchmesser von 4–5 cm erreichen und sind im lebenden Zustand leuchtend rosa, im toten Zustand weiß.
Lebensraum:
Typischerweise in weniger als 20 m Tiefe auf Sand-, Schlamm- oder Kiesgrund in Gebieten anzutreffen, die vor starker Brandung geschützt sind, aber eine mäßige bis starke Strömung aufweisen. Man findet Boreolithothamnion corallioides üblicherweise freiwachsend.
Boreolithothamnion corallioides bildet im Sublitoral und gelegentlich auch im unteren Litoral Kalkalgenkies (Maerl), worauf sich auch die englische umgangssprachliche Bezeichnung als "Maerl" bezieht. Maerl ist ein aus verzweigten, lebenden oder toten Rotalgen (Corallinaceen) bestehender Sand oder Kies, der einen nährstoffreichen, kalkhaltigen Sedimentboden bildet.
Die Krustenform ist auf den Britischen Inseln sehr selten. Sie kommt typischerweise zusammen mit der Kalkrotalge Phymatolithon calcareum vor.
Die im Jahr 2023 erstbeschriebene Gattung Boreolithothamnion beinhaltet aktuell nur 8 beschriebene Arten, wobei eine Art noch in Klärung ist:
Boreolithothamnion corallioides (P.Crouan & H.Crouan) V.Peña & P.W.Gabrielson, 2025
Boreolithothamnion giganteum (L.R.Mason) P.W.Gabrielson, Maneveldt, Hughey & V.Pena, 2023
Boreolithothamnion glaciale (Kjellman) P.W.Gabrielson, Maneveldt, Hughey & V.Peña, 2023
Boreolithothamnion phymatodeum (Foslie) P.W.Gabrielson, Maneveldt, Hughey & V.Pena, 2023
Boreolithothamnion sonderi (Hauck) P.W.Gabrielson, Maneveldt, Hughey & V.Peña, 2023
Boreolithothamnion soriferum (Kjellman) P.W.Gabrielson, Maneveldt, Hughey & V.Peña, 2023
Boreolithothamnion tophiforme (Esper) P.W.Gabrielson, Maneveldt, Hughey & V.Peña, 2023
Boreolithothamnion lemoineae P.W.Gabrielson, Maneveldt, Hughey & V.Peña, 2023 (uncertain, uncertain taxonomic status subjected to verification)
Maërl wird vor der Küste der Bretagne, bei Falmouth in England, in der Bantry Bay in Irland und in Island gebaggert, getrocknet, gemahlen und als Bodenverbesserungsmittel, Tierfutterzusatz, Wasserfilter und natürliches Mittel gegen Osteoporose verkauft. Jährlich werden über 500.000 Tonnen aus lebenden und toten Ablagerungen geerntet, wobei die jährlichen Mengen jedoch – hauptsächlich aufgrund der Ressourcenerschöpfung, insbesondere in Frankreich – rückläufig sind. Gemahlenes Maërl eignet sich besonders gut zur Wasserfiltration.
Synonyme:
Lithophyllum solutum (Foslie) Me.Lemoine, 1915 · unaccepted (synonym)
Lithothamnion calcareum f. corallioides (P.Crouan & H.Crouan) Foslie, 1905 · unaccepted
Lithothamnion calcareum f. subvalidum (Foslie) Me.Lemoine, 1910 · unaccepted (synonym)
Lithothamnion corallioides (P.Crouan & H.Crouan) P.Crouan & H.Crouan, 1867 · unaccepted
Lithothamnion corallioides f. compressum Heydrich, 1901 · unaccepted
Lithothamnion corallioides f. globosum Cabioch, 1966 · unaccepted (synonym)
Lithothamnion corallioides f. minutum Foslie, 1899 · unaccepted (synonym)
Lithothamnion corallioides f. subvalidum Foslie, 1899 · unaccepted (synonym)
Lithothamnion corallioides var. minimum Cabioch, 1966 · unaccepted (synonym)
Lithothamnion coralloides · unaccepted
Lithothamnion fruticulosum f. solutum Foslie, 1905 · unaccepted
Lithothamnion rubrum f. corallioides (P.Crouan & H.Crouan) Heydrich, 1911 · unaccepted (synonym)
Lithothamnion rubrum f. crassum (Heydrich) Heydrich, 1911 · unaccepted (synonym)
Lithothamnion rubrum f. minutum (Foslie) Heydrich, 1911 · unaccepted (synonym)
Lithothamnion solutum (Foslie) Foslie, 1908 · unaccepted (synonym)
Lithothamnion solutum f. effusa Foslie, 1906 · unaccepted
Mesophyllum corallioides (P.L.Crouan & H.M.Crouan) Me.Lemoine · unaccepted
Paraspora fruticulosa f. soluta (Foslie) Heydrich, 1908 · unaccepted
Spongites corallioides P.Crouan & H.Crouan, 1852 · unaccepted






Dennis Rabeling, Lanzarote, Kanarischen Inseln