Haltungsinformationen
Schwimmkrabben haben ein zu Schwimmextremitäten umgewandeltes fünfte Beinpaar mit deutlich abgeflachtem und extrem verbreitertem, blattförmigem Endglied (Dactylus). Je nach Art können weitere Gliedmaßen unterschiedlich stark abgeflacht, verbreitert und verkürzt sein. Schwimmkrabben benutzen das spezialisierte fünfte Beinpaar als Paddel.Schwimmkrabben sind weltweit in allen Meeren verbreitet. Einige Arten sind auch im Brack- und Süßwasser zu finden. Sie ernähren sich karnivor räuberisch.
Der Panzer von Scylla olivacea ist bräunlich bis bräunlich-grün,manchmal orange, die Handfläche orange bis gelb.Scylla olivacea ist die häufigste Scylla-Art auf Märkten im sundaischen Südostasien und in Thailand. Sie lebt im Gezeitenbereich bis zum Subtidal, in Ästuaren und kommt in Mangroven vor. Die Krabbe kann eine Panzerbreite von bis zu 180 Millimetern und ein Gewicht von bis zu 1,5 Kilogramm erreichen. Sie besitzen einen glatten Carapax.
Schlammkrabben der Gattung Scylla sind ein Meeresfrüchteprodukt, das sowohl auf lokalen als auch auf internationalen Märkten stark nachgefragt wird. Sie werden von Freizeitanglern wegen ihrer beeindruckenden Größe und ihres köstlichen Geschmacks geschätzt. Ihre kräftigen Scheren können gefährlich sein, weshalb Schlammkrabben mit Vorsicht gehandhabt werden müssen. Weibchen werden oft als „Jennies“ und Männchen als „Bucks“ bezeichet.
Schlammkrabben bevorzugen geschützte Gewässer wie Flussmündungen und Mangrovengebiete. Sie sind äußerst tolerant gegenüber Schwankungen des Salzgehalts und der Temperatur des Wassers. Während viele Exemplare Höhlen in der Gezeitenzone bewohnen (wo das Land bei Ebbe freiliegt), leben die meisten ausgewachsenen Tiere in Bereichen, die unterhalb der Niedrigwasserlinie, aber dennoch in flachem Wasser liegen; dort graben sie sich tagsüber in den Schlamm ein.
Schlammkrabben verlassen nachts ihre Wohnhöhlen, um auf Nahrungssuche zu gehen; dabei fressen sie fast alles. Vorwiegend ernähren sie sich jedoch von langsam beweglichen oder sesshaften bodenlebenden Tieren wie Weichtieren, kleineren Krabben und Würmern. Zudem nehmen sie auch pflanzliches Material zu sich.
1.Zoea: Die Schlammkrabbe beginnt ihr Leben als Larve, die Zoea genannt wird.Sie schlüpft aus einem Ei, ist etwa einen Millimeter lang,hat noch unentwickelte Gliedmaßen und sieht ein wenig wie eine Kaulquappe aus.Die Zoea treibt im Wasser mit Plankton.
2. Megalopa: Eine Zoea wächst, indem sie sich innerhalb von 12 bis 15 Tagen viermal häutet.Mit der fünften Häutung verwandelt sie sich in eine Megalopa mit funktionsfähigen Scheren.Nach etwa einer Woche schwimmt sie küstennah und siedelt sich auf dem Meeresboden an.Nach einigen Tagen häutet sie sich zu einer Jungkrabbe.
3. Jungkrabbe: Die Jungkrabbe ist eine Miniaturausgabe der ausgewachsenen Krabbe und etwa vier Millimeter breit. Etwa einen Monat nach dem Schlüpfen, wenn die Krabbe 10–20 Millimeter breit ist, wandert sie in eine Flussmündung und sucht sich einen geschützten Platz.
4. Jungtier: Die Krabbe erreicht die Geschlechtsreife mit 18 bis 24 Monaten. Scylla olivacea ist mit etwa 90 Millimetern Panzerbreite geschlechtsreif.
5. Paarung: Schlammkrabben paaren sich in den wärmeren Monaten. Geschlechtsreife Weibchen geben ein Pheromon (einen chemischen Lockstoff) ins Wasser ab, um Männchen anzulocken. Nach der Paarung klettert das erfolgreiche Männchen auf das Weibchen, umklammert es mit seinen Hinterbeinen, hebt es hoch und trägt es bis zu vier Tage lang herum. Er lässt es los, sobald es sich häutet. Nachdem es seinen Panzer abgestreift hat, dreht er es zur Paarung um. Das Männchen deponiert eine Spermienkapsel in der Geschlechtsöffnung des Weibchens, wo sie monatelang gespeichert wird, bis die sich entwickelnden Eier befruchtungsbereit sind. Nach der Paarung dreht das Männchen das Weibchen aufrecht und hält es noch einige Tage unter sich fest, während ihr Panzer aushärtet.
6. Laichen und Schlüpfen: Das Weibchen wandert zum Laichen ins offene Meer. In australischen Gewässern ist der genaue Verlauf nicht bekannt, jedoch legen Krabben in einigen Teilen der Welt bis zu 50 Kilometer vor der Küste zurück und tauchen in Tiefen von bis zu 300 Metern. Die befruchteten Eier werden in Gelegen von zwei bis fünf Millionen freigesetzt. (Die Sterblichkeitsrate von Eiern, Larven und Jungtieren ist hoch, unter anderem aufgrund von Fressfeinden wie Fischen und Vögeln.) Nachdem das Weibchen mit ihrer Bauchklappe ein Loch in den Sand oder Schlamm gegraben hat, legt es seine Eier hinein. Mithilfe ihrer Schwimmbeine sammelt sie alle Eier ein und trägt sie unter ihrem Hinterleib. Sie sehen aus wie eine schwammartige Masse. Die Eier schlüpfen nach zwei bis vier Wochen. Während des Schlüpfens steht das Weibchen auf ihren Beinspitzen und bewegt ihre Hinterleibsklappe, um die Larven freizulegen. Der Lebenszyklus beginnt dann von neuem.
Die Gattung Scylla beinhaltet gemäß WoRMS akruell nur vier beschriebene Arten:
Scylla olivacea (Herbst, 1796)
Scylla paramamosain Estampador, 1950
Scylla serrata (Forskål, 1775)
Scylla tranquebarica (Fabricius, 1798)
Synonym:
Cancer olivacea Herbst, 1796 · unaccepted > superseded combination


Rajas Shrikoli, Indien