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Dalatias licha Schokoladenhai, Schwarzer Hai

Dalatias licha wird umgangssprachlich oft als Schokoladenhai, Schwarzer Hai bezeichnet. Haltung im Aquarium: Für Aquarienhaltung nicht geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Josh Grimshaw, Neuseeland

Oktober 2024
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Josh Grimshaw, Neuseeland . Please visit www.inaturalist.org for more information.

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
18612 
AphiaID:
105910 
Wissenschaftlich:
Dalatias licha 
Umgangssprachlich:
Schokoladenhai, Schwarzer Hai 
Englisch:
Kitefin Shark, Seal Shark, Black Shark 
Kategorie:
Haie 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Elasmobranchii (Klasse) > Squaliformes (Ordnung) > Dalatiidae (Familie) > Dalatias (Gattung) > licha (Art) 
Erstbestimmung:
(Bonnaterre, ), 1788 
Vorkommen:
Albanien, Algerien, Azoren, Balearen (Mittelmeer), Bass-Straße (Meerenge zw. Australien & Tasmanien), Benin, Brasilien, Britische Inseln, China, Dänemark, Deutschland, Elfenbeinküste, Europäische Gewässer, Färöer-Inseln, Fidschi, Florida, Frankreich, Gambia, Ghana, Golf von Maine, Great Barrier Riff, Griechenland, Große Australische Bucht, Hawaii, Indischer Ozean, Indonesien, Indopazifik, Irland, Island, Italien, Japan, Kamerun, Kanarische Inseln, Kapverdische Inseln, Karibik, Kerguelen-Archipel, Korallenmeer (Ost-Australien), Kuba, KwaZulu-Natal (Provinz an der Ostküste Südafrika), Liberia, Lord-Howe-Insel, Madeira, Malta, Marokko, Mauritanien, Monaco, Mosambik, Neukaledonien, Neuseeland, New South Wales (Ost-Australien), Niederlande, Nigeria, Norwegen, Ostküste USA, Portugal, Queensland (Ost-Australien), Schottland, Senegal, Spanien, Süd-Afrika, Süd-Atlantik, Süd-West-Atlantik, Taiwan, Tasmanien (Australien), Togo, Tunesien, Türkei, Victoria (Australien), West Sahara, West-Atlantik, West-Australien, West-Pazifik, Zentral-Pazifik, Zirkumglobal 
Meereszone:
Hemipelagial
Lichtloser Tiefenbereich von 800 - 2400 Meter 
Meerestiefe:
37 - 1800 Meter 
Habitate:
Bodenlebendes Meerestier (demersal), Kontinentalhänge, Kontinentalschelf, Meerwasser / Salzwasser, Tiefsee, Wassersäule 
Größe:
159 cm - 182 cm 
Temperatur:
2,5°C - 14,3°C 
Futter:
Dorsche, Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Garnelen, Hummer, Karnivor (fleischfressend), Kleine Fische, Kleine Haie, Krustentiere, Langusten, Meerasseln (Isopoden), Muscheln (Mollusken), Nekton (im freien Wasserraum lebende Organismen), Räuberische Lebensweise, Tintenfische, Sepien, Kraken, Kalmare (Cephalopoda), Würmer (Polychaeten, Annelida, Nematoden), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
VU Gefährdet 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-09-18 14:55:13 

Haltungsinformationen

Der Schokoladenhai ist ein Tiefsee-Hai mit kurzer, stumpfer Schnauze, fleischigen Lippen, großen, dreieckigen, gezackten Zähnen im Unterkiefer, kleinen, schmalen und ahlenförmigen Zähnen mit glatten Kanten im Unterkiefer und ohne Flossenstacheln.
Diese Art ist das größte bekannte biolumineszente Wirbeltier und der erste bekannte Hai, dessen Rückenflossen vollständig leuchten.

Der Hai ist durchgehend violett-schwarz bis dunkelgrau oder braun, mit hellen Lippen, grünen Augen und hellen oder durchscheinenden Hinterkanten an den Flossen.

Dalatias licha ernährt sich von kleinen Grundhaien wie Laternenhaien, Schluckhaien, Rochen und Katzenhaien sowie von am Meeresboden lebenden Knochenfischen, Krebstieren und Kopffüßern

Sch0koladenhaie haben asymmetrische Zähne, die Zähne im Oberkiefer sind klein, schmal und ahleförmig mit glatten Kanten.
Die größeren Zähne im Unterkiefer stehen aufrecht und sind breit dreieckig, mit gezackten Zahnspitzen und überlappenden Basen.
Diese Anordnung ermöglicht es ihnen, Fleischstücke aus großen, schnell schwimmenden epipelagischen Fischen herauszureißen – ähnlich wie bei den verwandten Keksschneiderhaien.

Diese Haiart tritt einzeln oder in kleinen Schwärmen auf .

Männchen werden bei einer TL von ~100 cm geschlechtsreif, Weibchen bei einer TL von ~120 cm; die Größe bei der Geburt beträgt 30–40 cm TL.
Die Fortpflanzung erfolgt lecithotroph und vivipar, vermutlich asynchron, die Wurfgröße beträgt 3–16 Jungtiere (durchschnittlich 6–8).

Dieser biolumineszente Hai strahlt Licht auf der Bauchseite aus, um eine Gegenbeleuchtung zu erzeugen, die möglicherweise dazu dient, den Meeresboden bei der Suche nach Beute zu beleuchten, oder um sich unter Ausnutzung der Tarnwirkung durch Gegenbeleuchtung heimlich an die Beute heranzuschleichen, bevor er schnell zuschlägt, sobald er nah genug ist.

Synonym:
Der Artname "licha" leitet sich von „La Liche“ nach Broussonet, 1784, der ersten Beschreibung dieser Art, ab.

Wir bedanke uns herzlichst bei Josh Grimshaw, der uns freundlicherweise eines der wenigen Fotos eines lebenden Schokoladenhais zur Verfügung gestellt hat.

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