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Megabalanus tintinnabulum Handglocken Entenmuschel

Megabalanus tintinnabulum wird umgangssprachlich oft als Handglocken Entenmuschel bezeichnet. Haltung im Aquarium: Für Aquarienhaltung nicht geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber AndiV

Copyright B kimmel




Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
5590 
AphiaID:
106225 
Wissenschaftlich:
Megabalanus tintinnabulum 
Umgangssprachlich:
Handglocken Entenmuschel 
Englisch:
Acorn Barnacle 
Kategorie:
Andere Krebstiere 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Arthropoda (Stamm) > Hexanauplia (Klasse) > Sessilia (Ordnung) > Balanidae (Familie) > Megabalanus (Gattung) > tintinnabulum (Art) 
Erstbestimmung:
(Linnaeus, ), 1758 
Vorkommen:
Australien, Indien, Indonesien, Zirkumsubtropisch, Zirkumtropisch 
Meereszone:
Intertidal (Eulitoral), Gezeitenzone zwischen der Hoch- und Niedrigwasserlinie, die vom Wechsel zwischen Ebbe und Flut geprägt ist -bis 15 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
1 - 40 Meter 
Habitate:
Felsenriffe, Felsige, harte Meeresböden, Hafenanlagen, Molen, Kaimauern, Küstengewässer, Meerwasser, Schiffsrümpfe 
Größe:
bis zu 5cm 
Temperatur:
10°C - 28°C 
Futter:
Filtrierer, Plankton (pflanzliche und tierische Mikroorganismen) 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-09-28 19:45:59 

Haltungsinformationen

Megabalanus tintinnabulum (Linnaeus, 1758)

*Megabalanus tintinnabulum* ist eine große Seepockenart aus der Familie der Balanidae. Sie ist die Typusart der Gattung. Das Art-Epitheton leitet sich vom lateinischen Wort *tintinnabulum* (Handglocke) ab und bezieht sich wahrscheinlich darauf, dass kleine Gruppen dieser Seepocken an Ansammlungen von Miniaturglocken erinnern.

Der Artname "tintinnabulum" ist Latein und bedeutet „Handglocke".

Als Carl Linnaeus die Art 1758 erstmals beschrieb, gab er ihr den Namen Balanus tintinnabulum. Als Typuslokalität gilt Ambon (Indonesien).

Megabalanus tintinnabulum ist eine große Seepocke von fassförmiger oder schmal-kegeliger Gestalt. Sie erreicht eine Höhe von bis zu 5 cm und einen Durchmesser von bis zu 6,5 cm. Megabalanus tintinnabulum unterscheidet sich von anderen Vertretern der Gattung durch das Fehlen von Furchen auf den Wachstumsrippen des Scutums sowie durch das Fehlen von Stacheln oder stachelartigen Fortsätzen an den Seitenplatten der Schale. Sie können rau oder glatt sein und weisen bisweilen leichte Faltungen auf. Der Basalrand der Schale verläuft gerade oder leicht gewellt.

Die Färbung ist ein blasser Rötlich- oder Bläulich-Violettton, der manchmal durch Längsstreifen in dunkleren oder helleren Nuancen sowie gelegentlich durch Querbänder unterbrochen wird.

Megabalanus tintinnabulum ist tropischen Ursprungs und stammt möglicherweise aus Westafrika sowie Teilen des Indopazifiks. Die Art ist sowohl an der Ost- als auch an der Westküste Indiens weit verbreitet. Sie hat sich durch Anheftung an Schiffsrümpfe in andere Teile der Welt ausgebreitet. Bereits 1764 wurde sie an Schiffsrümpfen in den Niederlanden beobachtet, und 1998 fand man sie an Bojen vor der belgischen Küste. In Westaustralien wurde sie erstmals 1949 gesichtet; bis 1990 hatte sie die Ostküste Australiens erreicht. Zudem kommt sie an Riffen, auf Felsgestein, großen Felsblöcken und Holzkonstruktionen in Tiefen von bis zu etwa 40 Metern vor.

Wie andere Seepocken ist Megabalanus tintinnabulum ein Filtrierer. Cirren, werden durch die Öffnung an der Spitze des Gehäuses ausgestreckt und im rechten Winkel zur vorbeiströmenden Wasserströmung hin- und herbewegt. Mit diesen werden Nahrungspartikel eingefangen; anschließend werden die Cirren periodisch in das Gehäuse zurückgezogen und die Nahrung abgestreift.

Die Eier von Megabalanus tintinnabulum werden im Inneren durch Spermien einer benachbarten Seepocke befruchtet und entwickeln sich innerhalb weniger Tage zu Larven. Diese leben planktonisch und verteilen sich in der Wassersäule. Sie durchlaufen sechs Nauplius-Stadien und ein Cypris-Larvenstadium, bevor sie sich am Meeresboden festsetzen, eine Metamorphose durchlaufen und sich zu Jungtieren entwickeln. Diese zementieren sich am Substrat fest und bleiben für den Rest ihres Lebens sessil.

Megabalanus tintinnabulum kommt in der Litoralzone auf oder unterhalb der Niedrigwasserlinie vor und ist Teil der Aufwuchsgemeinschaft (Fouling-Gemeinschaft).

Leere, aber noch haftende Schalen von Megabalanus tintinnabulum werden bisweilen vom Mosaik-Schleimfisch Hypsoblennius invemar besiedelt. Dieser nutzt die Schale nicht nur als Unterschlupf, sondern das Männchen betreibt darin auch Brutpflege.

Synonyme:
Balanus tintinnabulum (Linnaeus, 1758) · unaccepted (Synonym)
Lepas tintinnabulum Linnaeus, 1758 · unaccepted

Direct children (1)
Subspecies Megabalanus tintinnabulum tintinnabulum Linnaeus, 1758

Weiterführende Links

  1. Atlas of Living Australia (en). Abgerufen am 28.09.2026.
  2. Wikipedia (en). Abgerufen am 28.09.2026.

Bilder

Allgemein

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