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Ctenocella pectinata Kammkoralle

Ctenocella pectinata wird umgangssprachlich oft als Kammkoralle bezeichnet. Haltung im Aquarium: Expertentier, Pflege über einen längeren Zeitraum äußerst schwierig. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Bernard Dupont, Frankreich

Sea Fan (Ctenocella pectinata) , The Channel, Pulau Mabul, Sabah, MALAYSIA 2010


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Bernard Dupont, Frankreich Copyright Bernard Dupont Please visit www.flickr.com for more information.

Eingestellt von Muelly.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
782 
AphiaID:
287628 
Wissenschaftlich:
Ctenocella pectinata 
Umgangssprachlich:
Kammkoralle 
Englisch:
Red Whip Coral, Harp Coral 
Kategorie:
Hornkorallen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Alcyonacea (Ordnung) > Ellisellidae (Familie) > Ctenocella (Gattung) > pectinata (Art) 
Erstbestimmung:
(Pallas, ), 1766 
Vorkommen:
Australien, Indopazifik, Korallenmeer, Malaysia, New South Wales (Ost-Australien), Northern Territory (Australien), Östlicher Indischer Ozean, Queensland (Ost-Australien), Rotes Meer, Singapur, Süd-Australien, West-Australien 
Meerestiefe:
10 - 18 Meter 
Größe:
bis zu 180cm 
Temperatur:
22°C - 26°C 
Futter:
Artemia-Nauplien, Azooxanthellat, Invertebraten (Wirbellose), Karnivor (fleischfressend), Lobstereier, Nahrungsspezialist, Ruderfußkrebse (Copepoden), Staubfutter, Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Expertentier, Pflege über einen längeren Zeitraum äußerst schwierig 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-11-06 13:05:53 

Haltungsinformationen

Kammkorallen besitzen eine kammartige Wuchsform, man kann sie kaum fehlbestimmen :-)
Farbe der Rindenschicht braun über rot bis orange.
Polypen immer weiss.

Sind im Aquarium aufgrund der Fütterung kaum zu halten, wenigstens sind bisher keine Haltungserfolge bekannt.

Es finden sich Hinweise, dass dieses Tier helles Licht überhaupt nicht verträgt.

Viel Strömung ist von nöten..... und täglich Futter mit grösseren Futtersorten, kein Phytoplankton.

Eher Staubfutter, Nauplien, Lobstereier etc.

Dennoch wird sie sich aufgrund der vielen bisherigen Fehlschläge kaum halten lassen.

Weiterführende Links

  1. Atlas of Living Australia (en). Abgerufen am 30.03.2021.
  2. World Register of Marine Species (WoRMS) (en). Abgerufen am 30.03.2021.

Bilder

Allgemein

Sea Fan (Ctenocella pectinata) , The Channel, Pulau Mabul, Sabah, MALAYSIA 2010
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Erfahrungsaustausch

am 05.02.05#2
Am idealsten sehe ich eine Laminare Strömung an, die jedoch recht stark sein sollte. Eben wegen der Veralgung. Darauf zurückführend Vermute ich auch die Aussage daß hohe Lichtmengen nicht Vertragen werden.

Ihr Gewebe reagiert selbst auf weiche Kunsthaarpinsel sehr Empfindlich und Expandiert nach einer "Behandlung" nur sehr langsam wieder, was mitunter Tage dauern kann, die in aquaristischen Verhältnissen dann auch umgehend zur Degeneration des Tieres führen können.

Die Beste Abhilfe/Vorsorgemaßnahme gegen die Veralgung ist meiner Ansicht nach, der Einsatz von UV und Ozongeräten nebst einem automatisierten Wasserwechsel.

Sie steht bei mir unter 2 x 24 W T5 Blauröhren die zudem noch am Reflektor abgedunkelt sind. Also sehr gedämpftes Licht. Damit die Polypen angeregt sind möglichst ständig offen zu sein um Nahrung aufnehmen zu können sehe ich aber die Laminare Strömung als wichtiger an als die Beleuchtung.

Die Fütterung stellt jedoch das größte Problem dar.
Versuche einen Mix aus etlichen Staubfuttersorten einige Stunden im Meerwasser ziehen zu lassen um Anschließend den Abguss Verfüttern zu können, sahen zumindest einige Monate nach einem Teilerfolg aus.

Leider kippte das Becken durch eine "Phosphatexplosion" welche die Gorgonie nicht Überlebte.

Vom Kauf ist auf jeden fall abzuraten.
am 18.01.05#1
Ich kann mich bezüglich der Ernährung dieser sehr interessanten Gorgonie dem obigen Beitrag nicht anschliessen. Die Größe eines Lobstereies übertrifft bereits die Größe des Polyps, auch Staubfuttersorten sind meines Erachtens nach zu groß.

In meinen Augen ist diese Gorgonie ein Sedimentfressern, wobei äußerst kleines partikuläres Material gefangen und verwertet wird. In wie fern Phytoplankton aufgenommen und verwertet wird, ist schwer zu beantworten. Aufgrund der kleinen Polypengröße ist es ohnehin schwer, einen Futterreflex der Tentakel bzw. des gesamten Polypes zu beobachten.
Prinzipiell hat diese Gorgonie mit die kleinsten Polypen die ich bei azooxanthellaten Gorgonien kenne.

Diese Gorgonie schleimt recht viel ab, wobei die Schleimhaut schnell von Algen besiedelt wird, was an der bräunlichen Färbung des Schleimes sichtbar ist. Inwiefern dies mit der Beobachtung, dass diese Art empfindlich auf starke Lichteinstrahlung reagiert, übereinkommt, kann ich nicht beurteilen. Die Art steht in der Hälterungsanlage unter direktem HQI Licht, wobei die Gorgonie ca. 20 cm unter der Wasseroberfläche steht und der 2x 150 W HQI Strahler 50 cm oberhalb der Wasseroberfläche installiert ist.
Entsprechend ist eine starke, aber breite Strömung ein entscheidender Punkt bei der Haltung, wobei die Ausrichtung der Gorgonie wie bei allen fächerförmig oder 2-dimensional wachsenden Hornkorallen breitseitig zur Strömung erfolgen muß.

Mit die am schwersten zu haltende azoox. Gorgonie die ich kenne.
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