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Boopsoidea inornata Meeresbrasse

Boopsoidea inornata wird umgangssprachlich oft als Meeresbrasse bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nicht für Heimaquarien geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Dr. Dennis R. King, Südafrika

Copyright Dennis R. King, Foto: Durban, Südafrika


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Dr. Dennis R. King, Südafrika Copyright Dennis R. King

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
9104 
AphiaID:
218593 
Wissenschaftlich:
Boopsoidea inornata 
Umgangssprachlich:
Meeresbrasse 
Englisch:
Fransmadam 
Kategorie:
Meerbrassen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Teleostei (Klasse) > Eupercaria incertae sedis (Ordnung) > Sparidae (Familie) > Boopsoidea (Gattung) > inornata (Art) 
Erstbestimmung:
Castelnau, 1861 
Vorkommen:
Endemische Art, KwaZulu-Natal (Provinz an der Ostküste Südafrika), Süd-Afrika, Süd-Ost-Atlantik, Süd-Westlicher Indischer Ozean 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
5 - 30 Meter 
Habitate:
Felsenriffe, Korallenriffe 
Größe:
bis zu 40cm 
Temperatur:
14,99°C - 24°C 
Futter:
Algen , Allesfresser (omnivor), Fangschreckenkrebse (Stomatopoden), Felsgarnelen, Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Frostfutter (Garnelen), Garnelen, Herbivor (pflanzenfressend), Invertebraten (Wirbellose), Karnivor (fleischfressend), Kleine Fische, Krabben, Krebse, Krill (Euphausiidae), Krustentiere, Moostierchen (Bryozoen), Mysis (Schwebegarnelen), Rankenfußkrebse, Seescheiden (Ascidiacea), Würmer (Polychaeten, Annelida, Nematoden), Zehnfußkrebse (Decapoden), Zoobenthos (in der Bodenzone lebende Tiere), Zooxanthellen / Licht 
Schwierigkeitsgrad:
Nicht für Heimaquarien geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-04-03 11:08:37 

Haltungsinformationen

Boopsoidea inornata gilt aus guter Speisefisch, im wird daher auch gerne von Sportanglern nachgestellt und als Köder für größere Raubfische wie Thunfischen genutzt.

Der monotypischen Schwarmfisch ist ein Hermaphrodit, der zudem von einer Vielzahl von Parasiten belästigt wird, dazu gehören unter anderen Vertreter von Myxozoen, Monogeneen, Digeneen, Cestoden, Nematoden, Copepoden und Isopoden und Stephanostomum .

Boopsoidea inornata hat einen ovalen, silberner Körper mit kleinem Kopf, einer dunklen, geschwungenen Linie hinter dem Kopf bis zur Hinterkante der Kiemendeckel und einem schwachen dunklen Streifen entlang der Körpermitte, der sich von der Schwanzwurzel nach vorne erstreckt.
An der Schwanzwurzel ist eine messingfarbene Tönung zu erkennen und am hinteren Körperteil eine dunkle Seitenlinie.

Diese sympatrische Art toleriert nur bestimmte thermische maximal Belastungsgrenzen die durchschnittlich zwischen 9 °C bzw. 25 °C liegen.

Habitat:
Boopsoidea inornata kommt meist in der Nähe von vereinzelten und flachen Riffen in Schwärmen vor, adulte Meeresbrasse ernähren sich benthisch von Krebstieren, Seescheiden, Algen, Vielborstenwürmern, Moostierchen und Weichtieren, wobei die vorherrschenden Krebstiere aus Amphipoden, Dekapoden, Isopoden und Mysiden bestehen (Wood und Cowley 2012).

Lebensraum und Ökologie
Boopsoidea inornata kommt gewöhnlich in der Nähe von verstreuten, hoch- und flachreliefigen Riffen n großen Schwärmen vor (Trow 1982, Buxton und Smale 1984, van der Elst 1988, Burger 1990, Smith 2005).
Jungfische bewohnen flache, mit Kalkalgen bewachsene subtidale Riffe (Buxton und Smale 1984, Beckley und Buxton 1989, Burger 1990, Smith 2005).
Die Eier dieser Art sind pelagisch und wurden in den Schelfgewässern des Tsitskamma-Nationalparks gefunden (Wood 1998, Wood et al. 2000).

Fortpflanzung
Boopsoidea inornata weist eine gonochoristische Fortpflanzungsweise auf (Garratt 1986) und laicht in den Frühlings- und Sommermonaten (Buxton und Smale 1984).
Das Laichen findet in subtidalen Riffen im Südwesten und Südosten des Kaps statt (Jayiya et al. 2000), dürfte jedoch im gesamten Verbreitungsgebiet der Art vorkommen (B. Mann, ORI, persönliche Beobachtung).
Alle Individuen >14 cm (SL) sind geschlechtsreif (Trow 1982).

Etymologie:
Der Artname "inornata" wurde schlicht, ohne weitere Erläuterung, möglicherweise in Bezug auf das Fehlen von Flecken und Streifen gewählt.
Erstbeschrieben wurde der Fisch als Tier mit dunklem Oberkörper mit rosa Schimmer, weißer Unterseite, dunklen Flossen und gelber Iris.

Synonym:
Pagrus holubi Steindachner, 1881

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Allgemein

Copyright Dennis R. King, Foto: Durban, Südafrika
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