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Heteromysis (Olivemysis) sabelliphila Schwebegarmele

Heteromysis (Olivemysis) sabelliphila wird umgangssprachlich oft als Schwebegarmele bezeichnet. Haltung im Aquarium: Für Aquarienhaltung nicht geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Foto: Sal, Kap Verde
Nachtfoto Heteromysis (Olivemysis) sabelliphila im Schwarzgepunkteter Röhrenwurm ( Branchiomma nigromaculatum Baird, 1865) / 24. August 2007
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Prof. Dr. Peter Wirtz, Madeira Please visit www.medslugs.de for more information.

Eingestellt von AndiV.
Bilddetail

Steckbrief

lexID:
12847 
AphiaID:
955991 
Wissenschaftlich:
Heteromysis (Olivemysis) sabelliphila 
Umgangssprachlich:
Schwebegarmele 
Englisch:
Heteromysis 
Kategorie:
Andere Krebstiere 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Arthropoda (Stamm) > Malacostraca (Klasse) > Mysida (Ordnung) > Mysidae (Familie) > Heteromysis (Gattung) > (Olivemysis) sabelliphila (Art) 
Erstbestimmung:
Wittmann & Wirtz, 2017 
Vorkommen:
Kapverdische Inseln, Nord-Atlantik, Ost-Atlantik 
Meerestiefe:
6 - 18 Meter 
Größe:
bis zu 0,46cm 
Temperatur:
24°C - 27°C 
Futter:
Algen, Fischeier, Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Herbivor (pflanzenfressend), Karnivor (fleischfressend), Kieselalgen (Diatomeen), Phytoplankton (Pflanzliches Plankton), Ruderfußkrebse (Copepoden), Salzwasserflöhe (Cladocera), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
  • Heteromysis abrucei
  • Heteromysis actiniae
  • Heteromysis agelas
  • Heteromysis arianii
  • Heteromysis armoricana
  • Heteromysis atlantidea
  • Heteromysis australica
  • Heteromysis beetoni
  • Heteromysis bermudensis
  • Heteromysis bredini
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-03-06 08:52:31 

Haltungsinformationen

Die Wissenschaftler, Prof. Dr. Karl Wittmann und Prof. Dr. Peter Wirtz haben die Vergesellschaftung von Krustentieren mit benthischen Wirbellosen in den Gewässern um die Kapverdische Inseln untersucht und dabei eine besonderen Form des Zusammenlebens zwischen einer kleinen Schwebegarnele und einem Röhrenwurm entdeckt.

Arten, egal ob es sich um Pflanzen oder Tiere handelt, leben nicht unabhängig voneinander, zwischen ihnen bestehen vielfache Abhängigkeiten und Beziehungen, hierzu seien beispielsweise die Symbiose (Mutualismus), der Parasitismus, der Kommensalismus, das Räuber-Beute-Verhältnis, innerartliche („intraspezifische“) und zwischenartliche („interspezifische“) Beziehungen, Nahrungskonkurrenz und verschiedene Partnerbeziehungen genannt.

Das nächtliche Zusammenleben der Schwebegarnele Heteromysis (Olivemysis) sabelliphila und des Röhrenwurms Branchiomma nigromaculatum (Baird, 1865) beschreibt eine besondere zwischen Tieren bekannte Form des Parasitismus, den sogenannten Kleptoparasitismus.

Röhrenwürmer sind sessile, festsitzende wurmartige Tiere (Federwürmer), die in selbst gebauten Röhren leben und sich mit Hilfe ihrer Tentakelkrone vom Planktonfang ernähren.
Nachts steigt das marine Zooplankton aus Tiefen der Meere auf, um sich vom pflanzlichen Phytoplankton zu ernähren, und viele Korallen und auch die Familie der Sabellidae (Röhrenwürmer, Federwürmer) öffnen ihre Tentakelkrone, um Kleinstplankton mit ihren feinmaschigen Fangapparat aus dem Wasser zu filtern.
Hier kommt nun die sehr kleine Schwebegarnele ins Spiel, sie begibt sich in die weit geöffnete Tentakelkrone des Wurms und stiehlt ihm Teile des gefangenen Futters.
Der Diebstahl von Nahrung und die damit verbundene Ausnutzung der Fang-Leistung des Röhrenwurms wird als Kleptoparasitismus bezeichnet.
Das Wort "Klepto" stammt aus dem Griechischem "kleptēs" und bedeutet stehlen oder klauen, Parasitismus bedeutet, dass ein Partner (der Parasit) sich von der organischer Substanz des anderen Partner (des Wirts) ernährt.
Letzeres ist aber hier nicht der Fall.

Bilder

Männlich


Weiblich


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