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Teuthowenia megalops Atlantischer Glaskalmar, Atlantischer Gallertkalmar, Kakadu-Kalmar

Teuthowenia megalops wird umgangssprachlich oft als Atlantischer Glaskalmar, Atlantischer Gallertkalmar, Kakadu-Kalmar bezeichnet. Haltung im Aquarium: Für Aquarienhaltung nicht geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Smithsonian National Museum of Natural History

CC BY-SA 2.0 Deed Attribution-ShareAlike 2.0 Generic / by Ryan Somma
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Smithsonian National Museum of Natural History

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
16390 
AphiaID:
139429 
Wissenschaftlich:
Teuthowenia megalops 
Umgangssprachlich:
Atlantischer Glaskalmar, Atlantischer Gallertkalmar, Kakadu-Kalmar 
Englisch:
Atlantic Cranch Squid, Cockatoo Squid, Glass Squid 
Kategorie:
Kopffüßer 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Mollusca (Stamm) > Cephalopoda (Klasse) > Oegopsida (Ordnung) > Cranchiidae (Familie) > Teuthowenia (Gattung) > megalops (Art) 
Erstbestimmung:
(Prosch, ), 1849 
Vorkommen:
Azoren, Britische Inseln, Europäische Gewässer, Färöer-Inseln, Frankreich, Grönland (Kalaallit Nunaat), Irland, Island, Kanada Ost-Pazifik, Kanarische Inseln, Kapverdische Inseln, Mittelmeer, Nord-Atlantik, Ost-Atlantik, Ostküste USA, Schottland, Shetland-Inseln (Schottland), West-Atlantik, Zentral-Atlantik 
Meerestiefe:
40 - 4841 Meter 
Größe:
38 cm - 40 cm 
Temperatur:
3.3°C - 5.9°C 
Futter:
Es liegen keine gesicherten Informationen vor, Karnivor (fleischfressend), Nekton (im freien Wasserraum lebende Organismen), Räuberische Lebensweise, Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2024-03-29 18:42:58 

Haltungsinformationen

Der Atlantischer Glaskalmar (Teuthowenia megalops), auch Atlantischer Gallertkalmar genannt, ist ein räuberisch lebender Jäger, der zumeist mit Hilfe von Planktonnetze und Schleppnetzen angelandet wird.
Im Mittelmeerraum wird der Kalmar gefangen und kommerziell auf Fischmärkten gefangen.
Obwohl dieser Kalmar bereits als Cranchia (Owenia) megalops Prosch, 1849 erstbeschrieben wurde, scheint seine Tiefenverbreitung noch nicht vollkommen erforscht zu sein, was von folgenden Informationen abgeleitet werden kann:

IUCN Rote Liste: 0 - 2700 Meter
SeaLifeBase: 405- 4515 Meter
Cephalopods of the World Vol. 2: 40 m - 2700 Meter, Seite 177
National History Museum Data Portal: 4838 m - 4841 Meter

Kalmare steigen - in der Regel nachts- in deutlich flachere, oberflächennahe Wasserzonen auf, wohin die dem aufsteigenden Zooplankton hin nachfolgen.

Hauptverbreitungsgebiet: Mittelatlantischen Rücken

Zum Thema der Transparenz / Durchsichtigkeit
Die Natur hat sich in Sachen "Schutz" mächtig für den Kalmar ins Zeug gelegt, der Hauptvorteil eines gallertigen Körper ist die Durchsichtigkeit im Wasser und damit ein besonderer Schutz gegen manche Fressfeinde.
Leider geht die Rechnung für Teuthowenia megalops nicht auf, die nahezu vollständige fast Unsichtbarkeit stellt keinen tatsächlichen Schutz gegen das Sonar von Walen (Ziphius cavirostris, Physeter macrocephalus) und Delfinen da, diese finden ihre Beute letztlich doch.
Gleiches gilt Haie, die den Kalmar (bzw. ihr elektrisches Feld) mit Hilfe ihrer Lorenzinische Ampullen orten. Schnellen Jägern wie Schwertfische kann der Kalmar ebenfalls nur selten entkommen.

Leider muss der Kalmar auch unter dem Menschen und seiner Verhaltensweise leiden, ein Belastung für die Nahrungskette:

"Das Gewebe von Teuthowenia – sowie das von Exemplaren acht weiterer Arten – hat nun ein Wissenschaftlerteam der NOAA und des William and Mary Colleges in Virginia auf Spuren von "persistenten organischen Schadstoffen" (POPs) untersucht. Die schädlichen und sehr stabilen organischen Chemikalien sind bekannt dafür, sich im Körper vom Menschen, Tieren und Pflanzen anzureichern und nach und nach durch die Nahrungskette zu wandern. "
Quelle: https://www.spektrum.de/alias/bilder-der-woche/schon-ganz-unten/958703

Auf den Fotos des Kalmars sind die spindelförmigen Verdauungsdrüsen zu erkennen, die immer vertikal ausgerichtet bleiben, unabhängig davon, in welche Richtung der Kopf und der Körper des Tintenfisches zeigen.
Das Foto von Teuthowenia megalops aus dem Smithsonian National Museum of Natural History zeigt das Tier in der "Kakadu"-Haltung, oder auf Englisch "cockatoo squid", diesen Name verdankt das Tier den über dem Kopf zusammengelegten Tentakeln.

Weibchen können in kurzer Zeit zwischen 70.000 und 80.000 Eier mit einer Länge von ca. 1,7 mm ablegen, die Lebensdauer dieser beträgt zwischen 730 und 1.095 Tagen, nach Ablage und Befruchtung der Eier sterben die adulten Tiere.

Synonyme:
Cranchia (Owenia) megalops Prosch, 1849
Desmoteuthis tenera A. E. Verrill, 1881
Desmoteuthis thori Degner, 1925
Leachia hyperborea Steenstrup, 1856
Megalocranchia megalops (Prosch, 1849)
Taonidium pfefferi Massy, 1913
Taonius megalops (Prosch, 1849)
Taonius tenera (A. E. Verrill, 1881)

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Allgemein


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