Haltungsinformationen
Die Gattung Trochus ist sehr vielfältig, und die Identifizierung auf Artenebene ist oft schwierig.
Einige Arten, wie Trochus firmus, Trochus erythreus, Trochus flammulatus und Trochus maculatus weisen sehr ähnliche Schalenmorphologien auf, sodass es schwierig ist, sie allein anhand äußerer Merkmale zu unterscheiden, hinzukommt, dass einige Erstbeschreibungen lückenhaft sind.
Eine Identifikation neuer Kreiselschnecken erfolgt heute durch morphologische Merkmale der Schalen, unterstützt durch 3D-Modellierungstechniken, und hauptsächlich durch ein DNA-Barcoding.
Trochus parvus und die ebenfalls dort entdeckte neue Art Trochus nanhai wurden aus Korallenriffhabitaten im Südchinesischen Meer gesammelt und bestimmt.
Beschreibung der Schale:
Es handelt sich um eine kleine, konische Schale mit spitzer Spitze.
Die Schalenoberfläche weist auffällige rotbraune Längsstreifen auf, die sich zur Basis hin zu Flecken verjüngen; die Spitze ist typischerweise rot.
Die Schale besteht aus 6 flachen Windungen mit 3–4 spiralförmigen Reihen dicht angeordneter Körnchen, diese Körnchen sind rund, perlenartig oder leicht zusammengedrückt, wobei die oberen Windungen kleiner sind als die unteren.
Der Rand der Windungen weist einen spiralförmigen Kamm auf, der aus auffälligen, gleichmäßig angeordneten Pusteln besteht.
Die Körperwindung ist mit kompakten, fast quadratischen, abgeflachten Perlen verziert, die ein abgerundetes Profil bilden.
Die Basis ist leicht konkav, mit 7–8 konzentrischen granulösen Lirae, die durch Zwischenräume getrennt sind, die so breit sind wie die Grate.
Die Columella ist schräg und trägt 3–4 dicht gepackte, gefaltete Zähne, die einen falschen Nabel bilden.
Die Innenlippe enthält 4 Falten, die Innenseite der Schale ist perlmuttartig mit feinen spiralförmigen Liration.
Die untersuchten Schalen erreichten eine Höhe von 11.0–13.0 mm und eine Schalenbreite von 10.4–14.0 mm.
Beschreibung der Radula:
Die Radula befindet sich ein Zentralzahn mit V-förmiger Spitze, breitem trapezförmigem Schaft, symmetrisch flankiert von acht Zähnchen.
Auf jeder Seite befinden sich fünf seitliche Zähne, die jeweils eine Falte am Schaft aufweisen, die fest mit dem Schaft des benachbarten Zahns verzahnt ist, und nur auf einer Seite 3–5 Zähnchen tragen.
Der fünfte seitliche Zahn trägt eine deutliche paddelförmige Spitze. Die Randzähne sind schmal und sichelförmig; die innersten 9–12 Randzähne tragen jeweils 2–3 Zähnchen.
Vom 10. bis zum 13. Randzahn nimmt die Zahngröße allmählich ab, während die Anzahl der Zähnchen zunimmt und einen Kamm oder federartige Strukturen bildet.
Genaue Angaben zum Gewicht der Tiere, der Wassertiefe und der Wassertemperatur fehlen in der Erstbeschreibung.
Etymologie:
Der Artname „parvus“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „klein“, er bezieht sich auf die relativ geringe Größe der Schale der neuen Art, die sich deutlich von anderen Arten dieser Gattung unterscheidet.
Literaturfundstelle:
Zhu P-J, Yan C-R, Yang H-Q, Hu L-S, Dong Y-W (2025)
Description of two new species of the genus Trochus Linnaeus, 1758 (Gastropoda, Trochidae) from the South China Sea. ZooKeys 1264: 265-280. https://doi.org/10.3897/zookeys.1264.167854
This is an open access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License (CC BY 4.0), which permits unrestricted use, distribution, and reproduction in any medium, provided the original author and source are credited.
Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?
Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:
- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?
- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?
- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?
- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?
- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?
- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?
- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?
- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?
- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)
Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.
Einige Arten, wie Trochus firmus, Trochus erythreus, Trochus flammulatus und Trochus maculatus weisen sehr ähnliche Schalenmorphologien auf, sodass es schwierig ist, sie allein anhand äußerer Merkmale zu unterscheiden, hinzukommt, dass einige Erstbeschreibungen lückenhaft sind.
Eine Identifikation neuer Kreiselschnecken erfolgt heute durch morphologische Merkmale der Schalen, unterstützt durch 3D-Modellierungstechniken, und hauptsächlich durch ein DNA-Barcoding.
Trochus parvus und die ebenfalls dort entdeckte neue Art Trochus nanhai wurden aus Korallenriffhabitaten im Südchinesischen Meer gesammelt und bestimmt.
Beschreibung der Schale:
Es handelt sich um eine kleine, konische Schale mit spitzer Spitze.
Die Schalenoberfläche weist auffällige rotbraune Längsstreifen auf, die sich zur Basis hin zu Flecken verjüngen; die Spitze ist typischerweise rot.
Die Schale besteht aus 6 flachen Windungen mit 3–4 spiralförmigen Reihen dicht angeordneter Körnchen, diese Körnchen sind rund, perlenartig oder leicht zusammengedrückt, wobei die oberen Windungen kleiner sind als die unteren.
Der Rand der Windungen weist einen spiralförmigen Kamm auf, der aus auffälligen, gleichmäßig angeordneten Pusteln besteht.
Die Körperwindung ist mit kompakten, fast quadratischen, abgeflachten Perlen verziert, die ein abgerundetes Profil bilden.
Die Basis ist leicht konkav, mit 7–8 konzentrischen granulösen Lirae, die durch Zwischenräume getrennt sind, die so breit sind wie die Grate.
Die Columella ist schräg und trägt 3–4 dicht gepackte, gefaltete Zähne, die einen falschen Nabel bilden.
Die Innenlippe enthält 4 Falten, die Innenseite der Schale ist perlmuttartig mit feinen spiralförmigen Liration.
Die untersuchten Schalen erreichten eine Höhe von 11.0–13.0 mm und eine Schalenbreite von 10.4–14.0 mm.
Beschreibung der Radula:
Die Radula befindet sich ein Zentralzahn mit V-förmiger Spitze, breitem trapezförmigem Schaft, symmetrisch flankiert von acht Zähnchen.
Auf jeder Seite befinden sich fünf seitliche Zähne, die jeweils eine Falte am Schaft aufweisen, die fest mit dem Schaft des benachbarten Zahns verzahnt ist, und nur auf einer Seite 3–5 Zähnchen tragen.
Der fünfte seitliche Zahn trägt eine deutliche paddelförmige Spitze. Die Randzähne sind schmal und sichelförmig; die innersten 9–12 Randzähne tragen jeweils 2–3 Zähnchen.
Vom 10. bis zum 13. Randzahn nimmt die Zahngröße allmählich ab, während die Anzahl der Zähnchen zunimmt und einen Kamm oder federartige Strukturen bildet.
Genaue Angaben zum Gewicht der Tiere, der Wassertiefe und der Wassertemperatur fehlen in der Erstbeschreibung.
Etymologie:
Der Artname „parvus“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „klein“, er bezieht sich auf die relativ geringe Größe der Schale der neuen Art, die sich deutlich von anderen Arten dieser Gattung unterscheidet.
Literaturfundstelle:
Zhu P-J, Yan C-R, Yang H-Q, Hu L-S, Dong Y-W (2025)
Description of two new species of the genus Trochus Linnaeus, 1758 (Gastropoda, Trochidae) from the South China Sea. ZooKeys 1264: 265-280. https://doi.org/10.3897/zookeys.1264.167854
This is an open access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License (CC BY 4.0), which permits unrestricted use, distribution, and reproduction in any medium, provided the original author and source are credited.
Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?
Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:
- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?
- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?
- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?
- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?
- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?
- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?
- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?
- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?
- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)
Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.






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