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Melophlus sarasinorum Sternporenschwamm

Melophlus sarasinorum wird umgangssprachlich oft als Sternporenschwamm bezeichnet. Haltung im Aquarium: Für Aquarienhaltung nicht geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Kary Mar

Foto: Una Una, Sulawesi, Indonesien

/ 31. Januar 2026
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Kary Mar . Please visit www.flickr.com for more information.

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
18139 
AphiaID:
169852 
Wissenschaftlich:
Melophlus sarasinorum 
Umgangssprachlich:
Sternporenschwamm 
Englisch:
Starpore Sponge 
Kategorie:
Meeresschwämme 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Porifera (Stamm) > Demospongiae (Klasse) > Tetractinellida (Ordnung) > Geodiidae (Familie) > Melophlus (Gattung) > sarasinorum (Art) 
Erstbestimmung:
Thiele, 1899 
Vorkommen:
Bandasee, Bismarck Archipel, Borneo (Kalimantan), Great Barrier Riff, Guam, Indonesien, Indopazifik, Karolinen-Archipel, Komodo, Korallenmeer (Ost-Australien), Marshallinseln, Mikronesien, Palau, Philippinen, Sulawesi, West-Australien 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
1 - 20 Meter 
Habitate:
Algenzonen, Felsige, harte Meeresböden, Fleckriffe, Korallenbruchsubstrate, Lagunen 
Größe:
bis zu 60cm 
Temperatur:
26°C - 29°C 
Futter:
Bakterien (Bakterioplankton), Filtrierer, Mikroalgen, Organische Schwebstoffe, Plankton (pflanzliche und tierische Mikroorganismen), Ruderfußkrebse (Copepoden), Suspensionsfresser (Schwebstofffresser) 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-02-11 12:36:49 

Haltungsinformationen

Ein großer Eheimfilter kann bis zu 28.800 Liter Wasser am Tag filtern, dafür ist dann auch ein entsprechender Energieaufwand notwendig.
Der Karibische Vasenschwamm Spheciospongia vesparium (Lamarck, 1815) erreicht pro Tag fast die gleiche Filtrierleistung, bis zu 24.000 Liter, eine beeindruckende Leistung.
Meeresschwämme sind hocheffiziente Filtrierer, die riesige Wassermengen verarbeiten, um organische Planktonartikel , Bakterien und andere organische Schwebstoffe aus dem Umgebungswasser zu filtern.

Warum also nicht den elektrischen Filter durch einen effizienten Meeresschwamm ersetzen?

Meeresschwämme in der notwenigen Größe werden in unseren Riffaquarien leider nicht dauerhaft überleben, da wir die notwenigen Nahrungspartikel, die schnell herausgefiltert werden, nicht entsprechend schnell und in ausreichender Menger und Qualität ersetzen können (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Viele Meerwasser-Aquarianer erfreuen sich am Wachstum ihrer, überwiegenden zooxanthellaten, Korallen, die dafür gute Lichtquellen benötigen, und viel Licht stört viele Meeresschwämme im Wachstum.
Die Mehrzahl der Meeresschwämme bevorzugt lichtarme Bereiche oder sogar nahezu lichtfreie Höhlen, um wachsen und leben zu können.
Darüber hinaus besteht bei einigen Meeresschwämmen die Problematik einen nahezu ungebremsten Wachstums, was wiederum Probleme mit anderen Mitbewohnern verursachen kann.

Bei der geschlechtlichen Vermehrung können große Meeresschwämme Unmengen an Spermien und Eizellen ausstoßen, so dass auch große Abschäumer schnell an ihr Limit stoßen und überlaufen, viele Aquarianer haben dies schon bei Ablaichen von Korallen erleben dürfen.

Wenn Schwämme im Becken, dann kleinere und nicht ungebremst wachsende Arten einsetzen und diese gut beobachten.

Melophlus sarasinorum ist ein fußballgroßer Meeresschwamm, in dem z.B. Saponine nachgewiesen wurden.
In Untersuchungen, in denen diesen Schwämme aufgeschnitten wurden, konnten große Mengen an kleinen Krebsen und Würmern, und in anderen große Mengen an kleinen Schlangensternen gezählt werden, ein offensichtliches Refugium für anderen Meeresbewohner, die hier Schutz und Nahrung finden.

Neben der gezeigten rötlichen Farbe kommen die Meeresschwämme auch in gelblich bis orangefarben vor.

Synonyme:
Asteropus sarasinorum (Thiele, 1899) · unaccepted (genus transfer)
Jaspis bandae Brøndsted, 1934 · unaccepted (genus transfer and junior synonym)
Stellettinopsis isis de Laubenfels, 1954 · unaccepted (genus transfer and junior synonym)

Weiterführende Links

  1. Allocation of chemical and structural defenses in the sponge Melophlus sarasinorum (en). Abgerufen am 10.02.2026.
  2. Nur nicht dran rühren (de). Abgerufen am 11.02.2026.

Bilder

Allgemein


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