Haltungsinformationen
Pastinachus ater wurde Jahr 1883 von William John Macleay wissenschaftlich beschrieben. Lange Zeit wurden dieser Rochen mit dem sehr eng verwandten Federschwanz-Stechrochen (Pastinachus sephen) gleichgesetzt bzw.verwechselt.
Wie die meisten Stechrochen vergräbt sich Pastinachus ater oft im Sand, um auf Beute zu lauern oder sich vor Fressfeinden zu schützen. Juvenile Pastinachus ater halten sich auf Sandflächen und in den Randbereichen von Mangroven auf. Diese Gebiete bieten Nahrungsquellen sowie potenzielle Rückzugsorte, die es den juvenilen Rochen ermöglichen, Fressfeinden zu entgehen. Flachwasserbereiche des Korallenriffs sind ebenfalls Rückzugsorte für die Jungtiere während des Niedrigwassers.
Die Gattung Pastinachus gehört zur Familie der Stechrochen (Dasyatidae) und enthält aktuell nur fünf beschriebene Arten:
Pastinachus ater (Macleay, 1883)
Pastinachus gracilicaudus Last & Manjaji-Matsumoto, 2010
Pastinachus sephen (Forsskål, 1775)
Pastinachus solocirostris Last, Manjaji & Yearsley, 2005
Pastinachus stellurostris Last, Fahmi & Naylor, 2010
Pastinachus ater ist gemäß WoRMS Wirt zahlreicher verschiedener Endoparasiten.
Wenn man sich in der, zumeist auf Englisch verfassten Fachliteratur, über die Größe von Rochen informieren möchte, dann stößt man oftmals über zwei Abkürzungen, die letztlich aber das Gleiche meinen: DW oder WD.
Bei einem Blick auf FishBase, WoRMS oder Erstbeschreibungen von Rochen sind diese Abkürzungen zu finden.
Die Gesamtlänge inklusive Schwanz wird nur seltener angegeben, die TL.
Achtung:
Durch Stiche von Stachelrochen sind bereits Menschen gestorben, so auch der bekannte australischer Dokumentarfilmer, Abenteurer und Zoodirektor des Australian Zoo, Steve Irwin „The Crocodile Hunter“ aus Australien im Jahr 2006.
Selbst wenn die Stichverletzungen nicht tödlich sein sollten, so verursacht der Stachel in jedem Fall äußerst schmerzhafte und tiefe Wunden, zudem besteht die Gefahr, dass Teile des Stachels in der Wunde abbrechen und eine anschließende Operation notwendig wird.
Besonders dramatisch wird die Situation, wenn über den Stachel Gifte in den Körper gelangen.
Gelegentlich treten Strandbesucher versehentlich auf Stachelrochen, die teilweise im Sand in Strandnähe eingegraben sind, was zu einer schmerzhaften, schweren Wunde am Fuß führt, daher zumindest immer Badeschuhe tragen.
Schnorchler und Taucher sollten niemals über am Boden liegende Rochen schwimmen, denn der Rochen kann seinen muskulösen, peitschenartigen Schwanz zur Verteidigung schnell herumschleudern und zustechen, da er Sie mit großer Sicherheit für ein Raubtier halten wird und sich zu verteidigen sucht.
In jedem Fall ist sofort ein Arzt aufzusuchen oder ein umgehender Transport in das nächste Krankenhaus zu erfolgen.
Synonyme:
Pastinachus atrus (MacLeay, 1883) · unaccepted (Superseded original combination...)
Taeniura atra MacLeay, 1883 · unaccepted






Bas Johan
