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Japetella diaphana Durchsichtiger pelagischer Oktopus

Japetella diaphana wird umgangssprachlich oft als Durchsichtiger pelagischer Oktopus bezeichnet. Haltung im Aquarium: Für Aquarienhaltung nicht geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Monterey Bay Aquarium Research Institute (MBARI), Kalifornien, USA

Foto: Davidson-Seamountein Meeresberg vor der Küste Zentralkaliforniens, 80 Meilen südwestlich von Monterey und 75 Meilen westlich von San Simeon

Ein Mittelwasser-Oktopus (Japetella diaphana), der mit dem ferngesteuerten Unterwasserfahrzeug (ROV) „Tiburon“ des MBARI am Davidson-Seamount in einer Tiefe von etwa 910 Metern beobachtet wurde.
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Monterey Bay Aquarium Research Institute (MBARI), Kalifornien, USA

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
18437 
AphiaID:
138849 
Wissenschaftlich:
Japetella diaphana 
Umgangssprachlich:
Durchsichtiger pelagischer Oktopus 
Englisch:
Diaphanous Pelagic Octopod, Midwater Octopus 
Kategorie:
Kopffüßer 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Mollusca (Stamm) > Cephalopoda (Klasse) > Octopoda (Ordnung) > Amphitretidae (Familie) > Japetella (Gattung) > diaphana (Art) 
Erstbestimmung:
Hoyle, 1885 
Vorkommen:
Ägypten, Amerikanisch-Samoa, Amerikanische Jungferninseln, Andamanen und Nikobaren, Angola, Anguilla, Antigua und Barbuda, Äquatorialguinea, Aruba, Ascencion, St. Helena & Tristan da Cunha, Azoren, Bahamas, Barbados, Belize, Benin, Bermuda, Bonaire, Brasilien, Britische Inseln, Britische Jungferninseln, Brunei Darussalam, Cayman Inseln, Chagos-Archipel (Britisches Territorium im Indischen Ozean), Chile, China, Cookinseln, Costa Rica, Curaçao, Dominica, Dominikanische Republik, Dschibuti, El Salvador, Elfenbeinküste, Equador, Eritrea, Fidschi, Frankreich, Französisch-Polynesien, Gabun, Galápagos-Inseln, Gambierinseln, Gesellschaftsinseln (Society Islands), Ghana, Glorioso-Inseln, Golf von Guinea, Golf von Mexiko, Golf von Oman / Oman, Grenada, Guadeloupe, Guam, Guinea-Bissau, Haiti, Hawaii, Honduras, Hong Kong, Indien, Indonesien, Iran, Irland, Israel, Jamaika, Japan, Jemen, Johnston-Atoll, Jordanien, Juan de Nova , Kambodscha, Kamerun, Kanada Ost-Pazifik, Kanarische Inseln, Kapverdische Inseln, Kenia, Kermadecinseln, Kiribati, Kokos-Keelinginseln, Kolumbien, Komoren, Kongo, Korea, Kuba, Kurilen, La Réunion, Liberia, Lord-Howe-Insel, Macau, Madagaskar, Madeira, Malaysia, Malediven, Marokko, Marquesas-Inseln, Marshallinseln, Mauritanien, Mauritius, Mayotte, Midwayinseln, Mikronesien, Montserrat, Myanmar (ehem. Birma), Nauru, Neukaledonien, Neuseeland, Nicaragua, Niue, Nördliche Mariannen, Norforkinsel, Osterinsel (Rapa Nui), Ostküste USA, Pakistan, Palau, Panama, Papua-Neuguinea, Peru, Philippinen, Pitcairn Gruppe, Portugal, Puerto Rico, Russland, Ryūkyū-Inseln, Saint Kitts und Nevis, Saint Lucia, Saint Martin / Sint Maarten, Saint Vincent und die Grenadinen, Saint-Barthélemy, Salomonensee, Samoa, São Tomé und Principé, Saudi-Arabien, Seychellen, Sierra Leone, Singapur, Sint Eustatius und Saba, Somalia, Sri Lanka, Süd-Afrika, Suriname, Tahiti, Taiwan, Tansania, Thailand, Timor-Leste (Ost-Timor), Togo, Tokelau, Tonga, Trindade und Martim Vaz (Insel der Dreifaltigkeit), Trinidad und Tobago, Tuamotu-Archipel, Tuvalu, Vanuatu, Venezuela, Vietnam, Wake-Atoll, Weihnachtsinsel, West Sahara 
Meereszone:
Bathypelagial
Das Bathypelagial reicht von 1000 bis zu 4000 Metern Tiefe.
Der Druck beträgt in dieser Tiefenzone bis zu ca. 400 bar (4.000 Tonnen pro Quadratmeter bzw. 400 kg pro Quadratzentimeter.
Es ist kein Licht mehr vorhanden, nur Fische, Quallen und Bakterien können Licht in Form von Biolumineszenz erzeugen. 
Meerestiefe:
200 - 4000 Meter 
Größe:
bis zu 16cm 
Temperatur:
2,5°C - 7,7°C 
Futter:
Invertebraten (Wirbellose), Karnivor (fleischfressend), Kleine Fische, Krill (Euphausiidae), Krustentiere, Räuberische Lebensweise, Ruderfußkrebse (Copepoden), Schnecken (Gastropoden, Mollusken), Staatsquallen 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-06-28 14:30:32 

Haltungsinformationen

Young (2008) geht davon aus, dass die Weibchen nach dem Laichen ihre Eier in einer Tiefe von etwa 800 m in ihren Armen hüten. Die Jungtiere werden in Tiefen von etwa 200 m bis 300 m angetroffen, wo die Nahrungsdichte höher ist. Mit zunehmendem Wachstum steigen sie wahrscheinlich in mesopelagische und bathypelagische Tiefen ab. In tropischen Gewässern scheinen sie nicht wesentlich tiefer als 1.000 m vorzukommen.

Diese kleinen pelagischen Kraken kommen als ausgewachsene Tiere typischerweise in tieferen Gewässern vor. Jungtiere halten sich eher im flacheren Teil des Verbreitungsgebiets auf. Wenn die Tiere dieser Art die Geschlechtsreife erreichen, geht der Schillereffekt der Verdauungsdrüse und der Augen verloren, und die Tiere wandern in den späteren Stadien ihres Lebenszyklus in tiefere, dunklere Gewässer. Fast geschlechtsreife Männchen besitzen Speicheldrüsen, die deutlich größer sind als die vergleichbarer Weibchen. Speichelsekrete dienen möglicherweise als chemischer Lockstoff für Weibchen. Das Leuchtorgan der Weibchen könnte zur Fortpflanzungskommunikation mit Männchen genutzt werden.

Männliche und weibliche adulte Tiere sterben in der Regel kurz nach dem Laichen bzw. der Brutpflege. Paarungsverhalten: Männchen führen verschiedene Balzrituale durch, um potenzielle Weibchen zur Paarung anzulocken. Während der Paarung umklammert das Männchen das Weibchen und führt den Hectocotylus in die Mantelhöhle des Weibchens ein, wo in der Regel die Befruchtung stattfindet. Lebenszyklus: Die Embryonen schlüpfen in das planktonische Stadium und leben dort eine gewisse Zeit, bevor sie größer werden und als Erwachsene ein benthisches Leben führen

Weitere Kurzfakten
- Die Haut von Japetella diaphana ist mit Chromatophoren bedeckt, pigmenthaltigen und lichtreflektierenden Zellen, die es ihm ermöglichen, seine Farbe zu ändern.
Durch das schnelle Ausdehnen dieser Zellen kann Japetella diaphana seine Farbe von kristallklar zu undurchsichtigem Orange

- In seinem gesamtes geografisches Verbreitungsgebiet und seinen Tiefenbereich hinweg sind die Tiere Sauerstoffkonzentrationen ausgesetzt, die von nahezu luftsättigt bis nahezu sauerstofffrei reichen

- Japetella diaphana ist in den weiten Gewässern der Dämmerungszone des Ozeans zu Hause, hier gibt es keine Felsen oder Riffe, hinter denen sie sich verstecken oder nisten könnte

- Der Oktopus kann sich nicht auf dem Meeresboden ausruhen. Dank seines schwimmfähigen, gallertartigen Körpers kann dieser Oktopus mit den Strömungen treiben, und ein niedriger Stoffwechsel hilft ihm, beim Schwimmen Energie zu sparen.

- Ein Muttertier des Mittelwasser-Oktopus befestigt ihre Eier nicht am Meeresboden, stattdessen trägt sie sie in ihren Armen. Um sich und ihren Nachwuchs zu schützen, taucht sie in die tieferen Gewässer der Mitternachtszone ab, wo es weniger Raubtiere gibt.

- Bedrohungen wie Klimawandel und Umweltverschmutzung stellen Tiefseetiere wie Japetella diaphana vor neue Herausforderungen.

Fressfeide:
Alepisaurus ferox
Brama japonica
Kogia breviceps
Ommastrephes bartramii
Thysanoteuthis rhombus
Ziphius cavirostris

Credit: © 2006 MBARI/NOAA

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