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Rhynchostracion nasus Kleiner Nasen-Kofferfisch

Rhynchostracion nasus wird umgangssprachlich oft als Kleiner Nasen-Kofferfisch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nur für erfahrene Halter geeignet. Es wird ein Aquarium von mindestens 5000 Liter empfohlen. Giftigkeit: Besitzt ein gesundheitsschädliches Gift.


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Rhynchostracion nasus




Eingestellt von blinderfotograf.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
2921 
AphiaID:
219914 
Wissenschaftlich:
Rhynchostracion nasus 
Umgangssprachlich:
Kleiner Nasen-Kofferfisch 
Englisch:
Long-nosed Box-fish, Small-nosed Boxfish, Small-nosed Box-fish 
Kategorie:
Kofferfische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Tetraodontiformes (Ordnung) > Ostraciidae (Familie) > Rhynchostracion (Gattung) > nasus (Art) 
Erstbestimmung:
(Bloch, ), 1785 
Vorkommen:
Andamanen und Nikobaren, Australien, Bali, Fidschi, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Java, Malaysia, Mauritius, Mikronesien, Östlicher Indischer Ozean, Palau, Papua-Neuguinea, Philippinen, Sri Lanka, Sumatra, Thailand, West-Australien, Westlicher Indischer Ozean 
Meerestiefe:
2 - 80 Meter 
Größe:
10 cm - 40 cm 
Temperatur:
24°C - 28°C 
Futter:
Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Frostfutter (große Sorten), Krill (Euphausiidae), Lobstereier, Muschelfleisch, Mysis (Schwebegarnelen) 
Aquarium:
~ 5000 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Nur für erfahrene Halter geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Besitzt ein gesundheitsschädliches Gift 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2019-09-07 16:17:03 

Gift

Dies ist ein allgemeiner Hinweis!
Rhynchostracion nasus besitzt / enthält ein gesundheitsschädliches Gift.
In der Regel geht von Tieren mit einem gesundheitsschädlichen Gift im normalen Aquarieaner-Alltag keine Lebensgefahr aus. Lesen Sie die Nachfolgenden Haltungsinformationen und Kommentare von Aquarianern die Rhynchostracion nasus bereits in ihrem Aquarium halten, um ein besseres Bild über die mögliche Gefahr zu erhalten. Bitte seien Sie im Umgang mit Rhynchostracion nasus aber dennoch immer vorsichtig. Jeder Mensch reagiert anders auf Gifte.
Wenn Sie den Verdacht haben, mit dem Gift in Kontakt gekommen zu sein, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder den Giftnotruf.
Die Telefonnummer des Giftnotrufs finden Sie hier:
Übersicht Deutschland: Giftinformationszentrum-Nord
Übersicht Europa: European Association of Poisons Centres and Clinical Toxicologists

Haltungsinformationen

Rhynchostracion nasus, auch als „Kleiner Nasen-Kofferfisch“ bekannt, ist im westlichen Indo-Pazifik von Sri Lanka und Sumatra nach Fidschi, im Norden bis zu den Philippinen, Palau sowie Truk in Mikronesien zu finden.
Auch entlang der gesamten Nordküste von Australien findet man ihn sehr häufig, sowohl auf felsigen als auch sandigen Untergründen.

Der kleine Nasen-Kofferfisch hat einen würfelförmigen, eckigen Körper, der durch eine harte „Schale“ (Panzer) knöcherner Platten (mit Lücken für die verschiedenen Flossen, Schwanz und Mund) geschützt ist.
Er hat keine Hörner, dafür aber eine kleine „Beule“ auf der "Nase" über der Oberlippe und einen Grat entlang der Mitte des Rückens.
Der Fisch ist „überzogen“ mit einem Muster aus Sechsecken mit kleinen, braunen Flecken darin.

Daher kann man diesen, sonst sicher sehr interessanten und schönen Fisch nicht für eine Aquarienhaltung empfehlen.

Besonderheit bei Aquariumhaltung
Kofferfische werden kommerziell in den Fachgeschäften angeboten und sind bei vielen Aquarianern beliebt, da sie durch ihre namensgebende Körperform besonders auffallen und besonders beweglich sind. Kofferfische haben einen Schutzpanzer. Durch ihre Panzerung sind sie meist vor ihren Feinden sicher.

Allerdings sollte man bei der Haltung von Kofferfischen beachten, dass die Tiere bei großem Stress oder Gefahr für ihr eigenes Leben oder auch ihrem eigenen Tod ein starkes Nervengift (Pahutoxi) absondern können das dazu führt, dass alle mit im Becken lebenden Fische, bei Freisetzung dieses Giftes getötet werden.
Wird das Gift bei großem Stress oder Gefahr für das eigene Leben freigesetzt, so muss allerdings auch der Kofferfisch im "geschlossenem Aquariumsystem" selber sterben.

Das sollte man bei der Haltung berücksichtigen!

Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.

Die Ursache liegt bei bestimmten Einzellern (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und ansonsten gut verträglichen Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:

Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.

Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.

Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.

Achtung:
Ein Gegengift existiert nicht!

Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.

Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.

Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm

Order: Tetraodontiformes
Family: Ostraciidae
Genus: Rhynchostracion
Species: Rhynchostracion nasus

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Allgemein


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