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Isopora palifera Catch Bowl Koralle, Fangschüssel-Koralle

Isopora palifera wird umgangssprachlich oft als Catch Bowl Koralle, Fangschüssel-Koralle bezeichnet. Haltung im Aquarium: Kein Anfängertier. Es wird ein Aquarium von mindestens 200 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber AndiV

"Acropora palifera Maldives" by MDC Seamarc Maldives - Own work. Licensed under CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Acropora_palifera_Maldives.jpg#/media/File:




Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
4071 
AphiaID:
730686 
Wissenschaftlich:
Isopora palifera 
Umgangssprachlich:
Catch Bowl Koralle, Fangschüssel-Koralle 
Englisch:
Catch Bowl Coral 
Kategorie:
Steinkorallen SPS 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Scleractinia (Ordnung) > Acroporidae (Familie) > Isopora (Gattung) > palifera (Art) 
Erstbestimmung:
(Lamarck, ), 1816 
Vorkommen:
Amerikanisch-Samoa, Australien, China, Djibouti, Eritrea, Fidschi, Great Barrier Riff, Guam, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Indopazifik, Japan, Jemen, Kambodscha, Kenia, Kiribati, Kokos-Keelinginseln, Komoren, La Réunion, Madagaskar, Malaysia, Malediven, Marshallinseln, Mauritius, Mayotte, Mikronesien, Mosambik, Myanmar (ehem. Birma), Nauru, Neukaledonien, Nördliche Mariannen, Palau, Papua-Neuguinea, Philippinen, Salomon-Inseln, Salomonen, Samoa, Seychellen, Singapur, Somalia, Sri Lanka, Süd-Afrika, Taiwan, Tansania, Thailand, Tuvalu, Vanuatu, Vietnam, Wallis und Futuna, Weihnachtsinsel 
Meereszone:
Intertidal (Eulitoral), Gezeitenzone zwischen der Hoch- und Niedrigwasserlinie, die vom Wechsel zwischen Ebbe und Flut geprägt ist -bis 15 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
2 - 20 Meter 
Habitate:
Außenriffe / Seewärts gerichtete Riffe, Meerwasser, Riffhänge, Riffverbunden 
Größe:
bis zu 100cm 
Temperatur:
24.7°C - 29.3°C 
Futter:
Plankton (pflanzliche und tierische Mikroorganismen), Staubfutter, Zooxanthellen / Licht 
Aquarium:
~ 200 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Kein Anfängertier 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Anhang II (kommerzieller Handel nach einer Unbedenklichkeitsprüfung des Ausfuhrstaates möglich) 
Rote Liste:
EN Stark gefährdet 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-03-15 13:26:39 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Isopora palifera sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Isopora palifera interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Isopora palifera bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

Isopora palifera (Lamarck, 1816)

Merkmale Isopora palifera: Die Kolonien bilden krustenartige Platten oder dicke Leisten, Säulen oder Äste. Die Äste sind meist aufrecht, können aber je nach Welleneinwirkung auch horizontal oder unregelmäßig geformt sein. Axiale Koralliten sind in der Regel nicht vorhanden. Die Koralliten sind glatt, abgerundet und ragen heraus. Das Coenosteum besteht aus feinen Stacheln mit ausgeprägten Spitzen.

Farbe: Hellcremefarben oder braun.

Ähnliche Arten: Isopora cuneata, die kleinere, flachere Äste und feinere, rundere, weniger längliche Koralliten aufweist. Diese Arten sind schwer zu unterscheiden, außer wenn sie zusammen vorkommen. Siehe auch IIsopora elizabethensis.

Lebensraum: Kommt in allen Riffhabitaten vor.

Isopora palifera ist gemäß WoRMS Wirt zahlreicher Ectoparasiten.

Korallen der Gattung Acropora und Isopora
Steinkorallen sind riffbildende, in den Weltmeeren lebende wirbellose, sessile und koloniebildende Nesseltiere, die ein Kalkskelett ausbilden.
Sie leben über ihre Zooxanthellen hauptsächlich von Licht, sind aber auch in der Lage, mit ihren Polypen Plankton zu fangen.
Sie entziehen dem Meerwasser Calcium und, in geringerem Maße, auch andere Elemente und produzieren so mehrere Gramm Kalk am Tag,
wodurch sie auch im großen Ausmaß die heute bekannten Korallenriffe bildeten.

Die Arten der Gattung Acropora und Ispora sind häufig sehr farbenfreudig und ihre längerfristig erfolgreiche Haltung gilt seit vielen Jahren als hohe Kunst.
Schon seit Ende der 1980er Jahre werden sie in Aquarien gehalten und im Laufe der 1990er Jahren dann sogar vielfach gezüchtet.
Die Haltung und asexuelle Vermehrung über Ableger wurde sehr schnell beliebt, weshalb heute neben kommerziellen Züchtern auch private Aquarianer Korallenableger anbieten.

Die Zucht bei Steinkorallen ist denkbar einfach, da sie letztlich nur fragmentiert werden müssen. Man bricht ein Stück der Mutterkoralle ab und der so gewonnene Ableger wächst (meist auf ein Stück Lebendgestein geklebt), ähnlich wie bei den Pflanzen, unter guten Bedingungen zu einer eigenen Koralle heran.

Steinkorallen unterscheidet man in Hobbykreisen anhand der Größe ihrer Polypen grob gesehen in Small Polyp Scleractinians (kleinpolypige oder SPS-Korallen) und in Large Polyp Scleractinians (großpolypige oder LPS-Steinkorallen).
Nicht alle SPS-Korallen sind in ihren Haltungserfordernissen gleich, auch hier gibt es Arten, die weniger empfindlich sind als andere.

Allgemeines:
Taxonomen gehen heute von 18 Steinkorallenfamilien mit insgesamt über 100 Gattungen aus.
Die beiden Gattungen Montipora (über 70 Arten - Veron 2000) und Acropora und ISpora (über 180 Arten - Veron 2000) gehören dabei zu den arten- und zahlreichsten.

Die Pflege von kleinpolypigen Steinkorallen war und ist aufgrund der Anforderungen der Korallen an Wasserqualität und Beleuchtung in der Regel weit aufwendiger, als die der meisten LPS-Korallen und der zooxanthellaten Weichkorallen.

Daher kam auch erst mit den Möglichkeiten der Abschäumung und dem Einsatz von Lebendgestein die Möglichkeit auf, eine bessere Wasserqualität zu erzeugen, sowie mit einer besseren Beleuchtung und besserer Calciumversorgung die dauerhafte Haltung und Vermehrung auf.

Seit die Haltung von SPS-Korallen für viele zum erreichbaren Ziel wurde, stehen zooxanthellate Weichkorallen kaum mehr im Hauptfokus der meisten Aquarianer.

Die Identifizierung von kleinpolypigen und großpolypigen Steinkorallen ist nicht immer einfach, trotz wirklich guter Werke, wie den Buch von Veron, Corals of the World, oder der AIMS Seiten – vor allem da eine eindeutige Identifikation eigentlich anhand des Kalkskelettes vorzunehmen wäre.
Man darf auch nicht vergessen, dass viele Tiere im Aquarium nicht mehr so aussehen, wie in der Natur, und durch Strömung, Licht, sowie andere Einflüsse ihr Erscheinungsbild ändern.

Zu den wichtigen Parametern:

Licht:
Alle kleinpolypigen Steinkorallen aus der Gattung Acropora benötigen eine sehr hohe Lichtstärke.
Sie sollten daher bei durchschnittlicher Beleuchtung eher oben im Becken angesiedelt werden.

Wärme/Kälte:
Korallen der Gattung Acropora vertragen längerfristig weder Wassertemperaturen unter 20 noch über 30 Grad.
Beide Fälle werden sie mit Ausbleichen quittieren.

Strömung:
Sie vertragen eine durchaus gute Strömung, wobei niemals der Pumpenauslass direkt auf eine Koralle gerichtet sein sollte.
Am besten sind wechselnde, eher turbulente Strömungsverhältnisse geeignet.

Wasserparameter:
Spurenelemente, (Calcium 420-440 mg/L, Magnesium 1100-1300 mg/L, KH unter 8, Strontium 8 mg/L). Wasserwechsel: mind. 5% die Woche oder 10% im Monat.

Wasserqualität:
Möglichst dauerhaft stabiles und klares Wasser, gegebenenfalls rät sich eine Kohlefilterung oder Ozonisierung zur Beseitigung von Gelbstoffen an.

Der Eimervergleich (2 weiße, gleich große Behältnisse, in einem frisch angesetztes Wasser, im anderen Aquarienwasser) zeigt Ihnen schnell, ob Ihr Wasser im Aquarium so klar ist, wie frisches Wasser.
Acropora Steinkorallen mögen nicht in einer gelben Brühe stehen.

Nitrat NO3:
weniger als 5 mg/L.

Phosphat PO4:
weniger als 0,1 mg/L, besser sogar im Bereich von 0,01 mg/L.

Während großpolypige Steinkorallen auch mit höheren Nährstoffwerten meist noch zurechtkommen, zeigen kleinpolypige Steinkorallen oft schnell einen Farbverlust, bzw. teilweise wird das Wachstum der Tiere gestört.
Korallen, die ehemals bunt waren, schlagen dann schnell in ein oft unansehnliches braun um. Schuld daran ist das höhere Angebot an Nährstoffen.
Je mehr Nährstoffe, desto mehr Zooxanthellen bilden sich und dunkler der Braunton des Tieres.
Besteht langfristig ein Überangebot oder Ungleichgewicht an Nährstoffen, so kann es zu Gewebsauflösungen kommen.

Zu guter Letzt:
Vergessen wir nicht den Aspekt des Tier– und Umweltschutzes, den alle Korallenzüchter mittlerweile leisten.
Je mehr Ableger, desto weniger Entnahmen aus der Natur.
Wobei sich ja auch da in den Jahren viel getan hat.
So werden heute bevorzugt Korallen aus Aquakultur angeboten und als Nachzuchttiere verkauft.

Source reference: Veron (2000). Taxonomic references: Veron and Wallace (1984), Wallace (1999). Additional identification guides: Veron (1986), Nishihira and Veron (1995).

Synonyme:
Acropora (Isopora) labrosa (Dana, 1846) · unaccepted > junior subjective synonym
Acropora (Isopora) palifera (Lamarck, 1816) · unaccepted > superseded rank
Acropora labrosa (Dana, 1846) · unaccepted > junior subjective synonym
Acropora palifera (Lamarck, 1816) · unaccepted > superseded combination
Acropora prominens Nemenzo, 1967 · unaccepted > junior subjective synonym
Acropora turgida (Verrill, 1866) · unaccepted > junior subjective synonym
Astraeopora palifera (Lamarck, 1816) · unaccepted > superseded combination
Astrea palifera Lamarck, 1816 · unaccepted > superseded combination (basionym)
Gemmipora palifera (Lamarck, 1816) · unaccepted > superseded combination
Isopora labrosa (Dana, 1846) · unaccepted > junior subjective synonym
Madrepora (Isopora) cylindrus Ortmann, 1892 · unaccepted > junior subjective synonym
Madrepora (Isopora) labrosa Dana, 1846 · unaccepted > junior subjective synonym
Madrepora (Isopora) palifera (Lamarck, 1816) · unaccepted > superseded combination
Madrepora cylindrus Ortmann, 1892 · unaccepted > junior subjective synonym
Madrepora labrosa Dana, 1846 · unaccepted > junior subjective synonym
Madrepora palifera (Lamarck, 1816) · unaccepted > superseded combination
Madrepora turgida Verrill, 1866 · unaccepted > junior subjective synonym
Turbinaria palifera (Lamarck, 1816) · unaccepted > superseded combination

Bilder

Allgemein

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Copyright David Obura, Corals of the Western Indian Ocean
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Acropora palifera  (c) “From Veron, J.E.N. Corals of the World.”
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