Haltungsinformationen
Hydrophis belcheri, allgemein bekannt als die Blassgebänderte Seeschlange oder Belchers Seeschlange, ist eine extrem giftige Seeschlangenart. Sie ist scheu und muss normalerweise schwerer Misshandlung ausgesetzt sein, bevor sie zubeißt. Meistens werden Fischer gebissen, die mit Netzen hantieren, wobei jedoch nur etwa ein Viertel der Gebissenen tatsächlich vergiftet wird, da die Schlange selten große Mengen ihres Gifts injiziert. Obwohl über das Gift dieser Art noch wenig bekannt ist, wurde die LD50-Toxizität bei Mäusen nach intramuskulärer Verabreichung mit 0,24 mg/kg bestimmt.
Hydrophis belcheri ist eine giftige Seeschlange um die Schnorchler und Taucher einen größeren Bogen machen sollten. Ihr Biss kann zu einer lebensgefährlichen Myolyse führen, wenn die gebissene Person nicht mit einem existierenden Antivenin behandelt wird.Nach einem Biss sind eine Reihe von körperlichen Anzeichen möglich, dazu gehören Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, abdominelle Schmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel und Kreislaufstörungen bis Kollaps.Gebissene Personen müssen schnellstens in ein Krankenhaus.
Die Belcher-Seeschlange, die oft fälschlicherweise als Hakennasen-Seeschlange (Enhydrina schistosa) bezeichnet wird, wurde aufgrund des 1996 erschienenen Buches „Snakes in Question: The Smithsonian Answer Book“ von Ernst und Zug irrtümlicherweise als giftigste Schlange der Welt bekannt. Der renommierte Schlangenexperte Bryan Grieg Fry, außerordentlicher Professor, hat diesen Irrtum aufgeklärt: „Der Mythos der Hakennasen-Seeschlange beruhte auf einem grundlegenden Fehler in dem Buch ‚Snakes in Question‘. Darin wurden alle Ergebnisse von Toxizitätstests zusammengefasst, unabhängig von der Testmethode (z. B. subkutan, intramuskulär, intravenös oder intraperitoneal). Da die Testmethode die relative Anzahl beeinflussen kann, lassen sich Gifte nur innerhalb einer Testmethode vergleichen. Andernfalls vergleicht man Äpfel mit Steinen.“ Studien an Mäusenund menschlichen Herzmuskelzellkulturen zeigen, dass das Gift des Inlandtaipans, Tropfen für Tropfen, das giftigste aller Schlangen ist – ob an Land oder im Wasser. Die giftigste Seeschlange ist jedoch die Dubois-Seeschlange (Aipysurus duboisii).
Die Belcher-Seeschlange ist von mittlerer Größe und erreicht eine Länge von 0,5 bis 1 Meter im ausgewachsenen Zustand. Ihr schlanker Körper ist meist chromgelb mit dunkelgrünen Querstreifen. Das Muster auf dem Rücken erstreckt sich nicht auf den Bauch. Der Kopf ist kurz und weist Bänder in den gleichen Farben auf. Das Maul ist sehr klein, aber an das Leben im Wasser angepasst. Außerhalb des Wassers erscheint der Körper schwach gelblich. Im Gegensatz zu den meisten anderen Schlangenarten überlappen sich die Schuppen. Jede Rückenschuppe besitzt einen zentralen Höcker. Der Körper ist nach hinten stark seitlich abgeflacht. Die Bauchschuppen sind sehr schmal, nur geringfügig breiter als die Rückenschuppen.
Diese Art wurde 1849 von John Edward Gray erstmals beschrieben und benannt. Der Gattungsname "hydrophis" stammt aus dem Griechischen: Wasser + (ophis) = Schlange.
Der Artname "belcheri" erinnert an den aus Nova Scotia stammenden Kapitän der Royal Navy, später Admiral Sir Edward Belcher KCB, RN (1799–1877), der den Holotypus sammelte.
Synonym:
Aturia belcheri Gray, 1849 · unaccepted






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