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Hydrophis platurus Plättchen-Seeschlange, Gelbbauch Seeschlange

Hydrophis platurus wird umgangssprachlich oft als Plättchen-Seeschlange, Gelbbauch Seeschlange bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nicht für Heimaquarien geeignet. Giftigkeit: Sehr giftig.


Profilbild Urheber AndiV

Copyright Aloaiza, Foto aus Costa Rica, Creative Commons Attribution 3.0 Unported




Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
8408 
AphiaID:
1476906 
Wissenschaftlich:
Hydrophis platurus 
Umgangssprachlich:
Plättchen-Seeschlange, Gelbbauch Seeschlange 
Englisch:
Yellow-bellied Seasnake, Pelagic Sea Snake 
Kategorie:
Reptilien 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Reptilia (Klasse) > Squamata (Ordnung) > Elapidae (Familie) > Hydrophis (Gattung) > platurus (Art) 
Erstbestimmung:
(Linnaeus, ), 1766 
Vorkommen:
Andamanen und Nikobaren, Arabisches Meer , Bahrain, Bangladesch, China, Costa Rica, El Salvador, Equador, Fidschi, Galápagos-Inseln, Golf von Bengalen, Golf von Oman / Oman, Guadeloupe, Honduras, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Indopazifik, Iran, Japan, Kambodscha, Katar, Kolumbien, Korea, Kuwait, Madagaskar, Malaysia, Malediven, Mexiko (Ostpazifik), Mittelmeer, Myanmar (ehem. Birma), Nauru, Neuguinea (Westneuguinea & Papua-Neuguinea), Neukaledonien, Neuseeland, Nicaragua, Osterinsel (Rapa Nui), Pakistan, Panama, Papua-Neuguinea, Peru, Philippinen, Salomon-Inseln, Salomonen, Saudi-Arabien, Somalia, Sri Lanka, Südchinesisches Meer, Taiwan, Tansania, Thailand, Vereinigte Arabische Emirate, Vietnam 
Meerestiefe:
Meter 
Habitate:
Meerwasser 
Größe:
60 cm - 90 cm 
Temperatur:
°C - 28°C 
Futter:
Karnivor (fleischfressend), Kleine Fische, Räuberische Lebensweise 
Schwierigkeitsgrad:
Nicht für Heimaquarien geeignet 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Sehr giftig 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2025-12-23 18:26:19 

Gift


Hydrophis platurus ist (sehr) giftig und das Gift kann Sie unter Umständen töten!!!
Wenn Sie Hydrophis platurus halten möchten, informieren Sie sich vor dem Kauf über das Gift und dessen Wirkung. Bewahren Sie einen Zettel mit der Telefonnummer des Giftnotrufs und allen nötigen Informationen zu dem Tier neben Ihrem Aquarium auf, damit Ihnen im Notfall schnell geholfen werden kann.
Die Telefonnummern des Giftnotrufs finden Sie hier:
Übersicht Deutschland: Giftinformationszentrum-Nord
Übersicht Europa: European Association of Poisons Centres and Clinical Toxicologists

Dieser Hinweis erscheint bei giftigen, sehr giftigen und auch Tieren, deren Gift Sie sofort töten kann. Jeder Mensch reagiert anders auf Gifte. Bitte wägen Sie daher das Risiko für sich UND Ihr Umfeld sehr genau ab, und handeln Sie nie leichtfertig!

Haltungsinformationen

Hydrophis platurus Linnaeus, 1766

Seeschlangengift gilt als eines der stärksten Schlangengifte überhaupt!!!!!

Tauchern, Schnorchlern und Badegästen begegnen immer mal wieder, plötzlich Seeschlangen und manchels Mal setzt dann, wie bei großen Raubfischen, Panik ein.Daher hatten wir uns entschlossen, auch Seeschlangen, die nicht für Heimaquarien in Frage kommen, im Lexikon zu zeigen und versuchen, gezielte Information für den Fall der Fälle zu geben.

Art des Giftes
Das Gift der Schlange besteht in der Hauptsache aus einem auf das Nervensystem wirkenden Anteil sowie aus Anteilen, die zum Untergang von Muskel-Gewebe führen (Myolyse). Auch Kalium-Ionen befinden sich in dem Gift, was sich u.a. auf die Herztätigkeit auswirken kann. Etwa 0,05 mg pro kg Körpergewicht können bereits tödlich sein, oft injizieren die Schlangen bis zum Dreifachen dieser Menge. Das Gift ist deswegen so effektiv, damit die Beutefische nach dem Biss nicht mehr weit davon schwimmen können.
Es ist aber erfreulicherweise so, dass es in nur etwa 20% der Bisse zu einer Giftabgabe kommt.
Eine Sekundärinfektion durch den Biss ist nicht zu erwarten und daher ist auch die Gabe von Antibiotika nicht erforderlich - mit Ausnahme einer Tetanusinfektion. Ein Tetanusschutz muss daher erfolgen, sofern er nicht bereits vorhanden ist.

Folgen eines Bisses
Jeder Biss muss etwa bis zu ca. 8 h nach dem Biss als potenziell lebensgefährlich angesehen werden. Erst danach kann damit gerechnet werden, dass kein oder nur sehr wenig Gift injiziert wurde. In wenigen Prozent der Fälle kommt es bereits nach 2-3 h zum Tod.
Es kommt normalerweilweise zu keinem Schmerz im Bereich der Bissstelle und auch zu keinen lokalen Symptomen. Bei einer starken Vergiftung können die ersten Symptome bereits nach wenigen Minuten auftreten. Die Lähmungen beginnen im Bereich des Auges (Ptosis) Alle Antiseren gegensowie mit Sprach- und Schluckbeschwerden. Übelkeit und Erbrechen folgen. Starke allgemeine Schmerzen beginnen sich bemerkbar zu machen. Weiterhin kann es zu Lähmungen der Skelettmuskulatur bis hin zur Atemlähmung kommen. Ein Atemstillstand muss sofort mittels einer künstlichen Beatmung behandelt werden - ansonsten verstirbt die betroffene Person mit Sicherheit.
Auch ein Zugrundegehen von Muskelgewebe (Myolyse) ist zu erwarten und durch eine Hyperkaliämie (zu viel Kalium) kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen. Bedingt durch die Myolyse kann es zu Nierenschäden kommen.
Wenn der Biss überlebt wurde, ist mit einer viele Wochen andauernden Rekonvaleszens zu rechnen.

Antiserum
Es gibt gegen das Gift aller Arten von Seeschlangen nur ein polyvalentes Antiserum - mit einer nur sehr wenig spezifischen Wirkung auf die einzelnen Arten. Dabei haben sich alle Antiseren bei der Behandlung der das Gewebe zerstörenden Giftanteilen als praktisch wirkungslos erwiesen.
Alle Antiseren gegen australische Landgiftnattern weisen sollen eine gewisse Kreuzreaktivität zu Seeschlangen-Toxinen aufweisen und können daher m Notfall verwendet werden.
Erste Hilfe
Die allgemeinen Regeln, wie man sich bei einem Schlangenbiss zu verhalten hat, sind bereits in unserer allgemeinen Einleitung über Schlangen dargestellt worden. Sie seien der Übersichtlichkeit halber hier aber nochmals erklärt:

•So schnell wie möglich das Wasser verlassen und bei Tauchern das Tauchequipment ablegen

•unbedingt Ruhe bewahren, sowohl körperlich wie auch psychisch. Falls vorhanden, ist die Gabe eines Beruhigungsmittels empfehlenswert

•die gebissene Extremität ruhig stellen, den Arm in eine Schlinge legen oder das Bein möglichst schienen.

•sofern es irgendwie möglich ist, sollte die gebissene Person im Liegen transportiert werden

•die Schlange identifizieren

•die Gabe von Flüssigkeit ist sinnvoll, aber nur in Form von Wasser, Säften u.ä., und nicht als Alkohol, Cola oder Kaffee

•alle Möglichkeiten ausschöpfen, dass die gebissene Person schnellstens professionelle Hilfe bekommt

•sollten Atembeschwerden auftreten, kann das Leben über viele Stunden mittels einer Mund-zu-Mundbeatmung erhalten bzw. verlängert werden

•das Aussaugen, Ausschneiden oder Ausbrennen der Bisswunde hat sich als nicht sinnvoll erwiesen

Das Anlegen eines Immobilisierungs-Druckverbandes ist nach einem Biss dieser Schlange sehr empfehlenswert.

Text: Goruma

Bitte machen Sie grundsätzlich einen großen Bogen um Seeschlangen und reizen diese auf keinen Fall!!
Fassen Sie Giftschlagen niemals an!

Die Tatsache, dass es ein Serum gibt, hilft immer nur, wenn es auch in einer für den Gebissenen zeitlich erreichbaren Entfernung erhältlich ist!!

Synonyme.
Anguis platura Linnaeus, 1766 · unaccepted
Pelamis platura (Linnaeus, 1766) · unaccepted

Unterarten (1)
Subspecies Hydrophis platurus xanthos Bessesen & Galbreath, 2017

Weiterführende Links

  1. Goruma (de). Abgerufen am 07.08.2020.
  2. SeaLifeBase (multi). Abgerufen am 07.08.2020.

Bilder

Allgemein


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