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Anemonia viridis Wachsrose

Anemonia viridis wird umgangssprachlich oft als Wachsrose bezeichnet. Haltung im Aquarium: Kein Anfängertier. Es wird ein Aquarium von mindestens 100 Liter empfohlen. Giftigkeit: Besitzt ein gesundheitsschädliches Gift.


Profilbild Urheber Mauro Hilário

Anemonia viridis, 2012


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Mauro Hilário Mauro Hilário (c) Please visit www.flickr.com for more information.

Eingestellt von Muelly.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
828 
AphiaID:
100808 
Wissenschaftlich:
Anemonia viridis 
Umgangssprachlich:
Wachsrose 
Englisch:
Mediterranean Snakelocks Anemone, Snakelocks Anemone 
Kategorie:
Anemonen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Actiniaria (Ordnung) > Actiniidae (Familie) > Anemonia (Gattung) > viridis (Art) 
Erstbestimmung:
(Forsskål, ), 1775 
Vorkommen:
Adria (Mittelmeer), Britische Inseln, Europäische Gewässer, Mittelmeer, Ost-Atlantik 
Meerestiefe:
0 - 27 Meter 
Größe:
20 cm - 25 cm 
Temperatur:
11,6°C - 21,5°C 
Futter:
Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Frostfutter (große Sorten), Mysis (Schwebegarnelen), Zooxanthellen / Licht 
Aquarium:
~ 100 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Kein Anfängertier 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Besitzt ein gesundheitsschädliches Gift 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2021-01-31 20:59:53 

Gift

Dies ist ein allgemeiner Hinweis!
Anemonia viridis besitzt ein gesundheitsschädliches Gift.
In der Regel geht von Tieren mit einem gesundheitsschädlichen Gift im normalen Aquarieaner-Alltag keine Gefahr aus. Lesen Sie die Nachfolgenden Haltungsinformationen und Kommentare von Aquarianern die Anemonia viridis bereits in ihrem Aquarium halten, um ein besseres Bild über die mögliche Gefahr zu erhalten. Bitte seien Sie im Umgang mit Anemonia viridis aber dennoch immer vorsichtig. Jeder Mensch reagiert anders auf Gifte.
Wenn Sie den Verdacht haben, mit dem Gift in Kontakt gekommen zu sein, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder den Giftnotruf.
Die Telefonnummer des Giftnotrufs finden Sie hier:
Übersicht Deutschland: GIZ-Nord
Übersicht Weltweit: eapcct.org

Haltungsinformationen

(Forskål, 1775)

Die Wachsrose (Anemonia viridis) ist eine europäische Art der Seeanemonen (Actiniaria).

Im Mittelmeerbecken gut zu halten und, entgegen früherer Angaben, scheinbar auch im tropischen Aquarium mit höheren Temperaturen durchaus gut zu pflegen. Es gibt einfach aktuell zu viele Aquarianer, die das Tier auch im tropischen Becken bei 25 bis 26 Grad halten.
Im natürlichen Lebensraum leben Periclimenes- Garnelen auf ihr.

Es gibt Berichte, wonach auch kleine Fische gefressen werden, was vornehmlich neue und irritierte Tiere angeht. Einmal von der Anmeone erfasst, gibt es kein zurück mehr. Achtung: Die Anemone nesselt ordentlich!

Pfleger berichten bisweilen, dass die Anemone sehr heftig auf grössere Wasserwechsel reagiert, also plötzliche Veränderungen. Sie zieht sich zusammen und benötigt eine Weile sich wieder zu fangen.

Die im Mittelmeer und Ost-Atlantik vorkommenden Anemonenarten Anemonia sulcata und Anemonia viridis sehen fast gleich aus. Sie unterscheiden sich nur in der Farbe. Während die A. sulcata einfarbig ist, hat die A. viridis violette Tentakelspitzen.

Synonym:
Priapus viridis Forskål, 1775

Classification: Biota > Animalia (Kingdom) > Cnidaria (Phylum) > Anthozoa (Class) > Hexacorallia (Subclass) > Actiniaria (Order) > Nynantheae (Suborder) > Thenaria (Infraorder) > Endomyaria (Superfamily) > Actiniidae (Family) > Anemonia (Genus)

Weiterführende Links

  1. Encyclopedia of Marine Life of Britain and Ireland (en). Abgerufen am 19.08.2020.
  2. Hippocampus Bildarchiv (de). Abgerufen am 30.03.2021.
  3. MarLIN - The Marine Life Information Network (en). Abgerufen am 19.08.2020.

Bilder

Allgemein

Anemonia viridis, 2012
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© Anne Frijsinger & Mat Vestjens, Holland
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copyright Prof. Dr. Dirk Schories
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Anemonia viridis - Wachsrose  (c) by Julius Vetterlein 2011
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© Anne Frijsinger & Mat Vestjens, Holland
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Erfahrungsaustausch

am 31.01.21#15
Bei mir ein dankbarer Pflegling der eigentlich sehr standorttreu ist, wenn mal ein zusagender Platz gefunden ist. Temperatur 23-28C geht seit mehr als einem Jahr problemlos. Tentakellänge ist ca. wie ein kleiner Finger, in dem Radius wird genesstelt und gefressen. Sie nimmt jedes Futter, und gedeiht im Halbschatten wie in voller Beleuchtung. Die Strömung mag sie eindeutig genau so, dass sie optisch ansprechend ihre Tentakel langsam darin wiegen kann, und wenn sie dabei noch in leicht zerklüftetem Gestein sitzen kann, ist sie glücklich. Sie teilt sich gerne, aber nicht problematisch oft, abhängig von der Fütterung. Vor der Teilung wandert sie gerne ein paar cm, eine Hälfte kehrt aber meistens wieder zum Stammplatz zurück, und die andere Hälfte bleibt meistens auch sehr nahe. Übergriffe auf Beckeninsassen konnte ich im letzten Jahr nie beobachten, auch nicht bei den kleineren Tieren, weil sie anscheinend so eindeutig wie ein Fressfeind aussieht, dass Abstand zu ihr gehalten wird. An meiner Hand nesselt sie auch nicht, sie klebt nur sehr stark, sodass man ihr schnell ein paar Tentakel abreißt, wenn man nicht aufpasst. Gottseidank ist sie aber robust und hat genug Tentakel übrig. Einige Interaktionen mit Mitbewohnern gibt es auch: die Boxerkrabbe verwendet ihre Tentakel gerne zum Boxen, dabei hätte sie genug kleine Glasrosen und Scheibenanemonen zur Verfügung. Jetzt ist sie lieber Peitschenkrabbe :D . Die Einsiedlerkrebse Clibanarius erythropus kommen z.B. auf la Palma (Atlantik) gemeinsam mit den Anemonen vor. Wenn man 2 solche ausgewachsenen Einsiedler dann mit einer Wachsrose in 100L hält, wandern sie so gerne unter ihren Tentakeln herum, und klauen ihr so geschickt das Futter, dass sie tatsächlich leidet und schrumpft. Das kann man aber einschränken, indem man die Anemone an einer steilen, schlecht zugänglichen Stelle platziert. Hat sie mal einzwei Ableger gemacht, teilt sich die Aufmerksamkeit der Einsiedler dann sowieso auf.
Die beste Eigenschaft zum Schluss: die frisst begeistert Xenia Umbellata! Platziert man sie in einer Kolonie, degenerieren die Xenien in ihrer Reichweite, und sie schnappt sich gerne ein halbtotes Stämmchen nach Bedarf, und wandert gerne ein paar cm zum nächsten Stämmchen, wenn um sie schon alle weg sind. Weit spaziert sie dafür aber nicht, nur wenige cm maximal, sie ist bei mir eindeutig kein Jäger, der sich durchs Becken pirscht, sondern sehr standorttreu. Man kann sie also auch gut als Barriere zwischen Xenien und dem restlichen Riff einsetzen, sodass sich die Xenien nie unkontrolliert ausbreiten können. Alternativ kann man sie auch mit gejäteten Xenienfragmenten füttern. Oder mit jeder Art von Frostfutter und fleischigen Pellets, dann gedeiht sie auch an schattigen Plätzen und ist dort wie im Starklicht eine wahre Augenweide.
Fazit: sehr empfehlenswertes Tier, mit interessanten Eigenschaften, schön und robust.
am 17.03.15#14
Ich halte 10-12 Wachsrosen in verschiedenen Farben und Größen in einem Mittelmeer/Rotmeer-Becken bei 22-23°C. Bisher vermisse ich keinen Fisch (die scheinen ganz genau zu wissen, dass sie denen nicht zu nahe kommen sollen), nur die Einsiedler werden weniger. Die hängen allerdings mit Vorliebe am Fuß der Anemonen rum und lassen sich von den Tentakeln umspülen. Ich kann mir also nicht vorstellen, dass die Viridis den Krebsen was tut. Meine Mittelmeergrundeln (Gobius cobitis und Gobius bucchichi) suchen sogar Schutz zwischen den Tentakeln und scheinen überhaupt nicht vernesselt zu werden. Sie sind in meinen Augen sehr einfach zu halten. Ich habe sie quasi vor der Haustür eingesammelt und nehme immer mal wieder eine mit, wenn ich eine schön gefärbte entdecke. Meiner Meinung nach sind sie extrem leicht zu halten. Ich finde auch nicht, dass sie stark nesseln. Habe sie schon öfter an den Fingern gehabt. Sie kleben zwar sehr und man muss aufpassen, dass man ihnen nicht zu viele Tentakeln abreißt beim Hantieren, aber ich habe noch nie irgendwelche Hautreaktionen gehabt. Mit Korallen würde ich sie wohl eher nicht zusammen halten, da sie doch sehr gerne auf Wanderschaft gehen. Mal sitzen sie wochenlang an derselben Stelle und dann wandern sie tagelang hin und her quer durch's Becken. Ich füttere sie nicht extra, aber sie bekommen immer genug Futter ab.
am 19.10.14#13
Zu allem, was zu diesem Tier - von dem ich auch sehr begeistert bin - gesagt wurde, möchte ich folgende Info beifügen (hab ich auch so im net von anderen gelesen): das Tier reagiert sehr heftig auf grössere Wasserwechsel. Ich dachte sie krepiert, als sie anfing die Tentakel zu verkleben, zu schleimen, sich zu verkrümmen. Diese "Symptome" liessen allerdings nach, als das Tier sich langsam bekrabbelte, fing sie an zu wandern, liess sich aber von mir an den alten Standort zurücksetzen und ist jetzt 'ganz die Alte'. Aber 'n Schreck hab ich zuerst schon bekommen!
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