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Lepadichthys erythraeus Rotmeer-Schildbauch

Lepadichthys erythraeus wird umgangssprachlich oft als Rotmeer-Schildbauch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Dr. Sergey V. Bogorodsky, Russland

Foto:; Sharm el Moya, Sharm el Sheikh, Ägypten, Rotes Meer

/ 3,6cm SL
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Dr. Sergey V. Bogorodsky, Russland Copyright Dr. Sergey V. Bogorodsky

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
17540 
AphiaID:
279217 
Wissenschaftlich:
Lepadichthys erythraeus 
Umgangssprachlich:
Rotmeer-Schildbauch 
Englisch:
Papillate Clingfish 
Kategorie:
Schildbäuche, Schildfische, Ansauger 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Teleostei (Klasse) > Gobiesociformes (Ordnung) > Gobiesocidae (Familie) > Lepadichthys (Gattung) > erythraeus (Art) 
Erstbestimmung:
Briggs & Link, 1963 
Vorkommen:
Ägypten, Golf von Akaba, Golf von Oman / Oman, Israel, Jordanien, Rotes Meer, Saudi-Arabien, Suez-Kanal 
Meereszone:
Intertidal (Eulitoral), Gezeitenzone zwischen der Hoch- und Niedrigwasserlinie, die vom Wechsel zwischen Ebbe und Flut geprägt ist -bis 15 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
1 - 3 Meter 
Habitate:
Korallenriffe 
Größe:
3,7 cm - 4,2 cm 
Temperatur:
23.5°C - 27.7°C 
Futter:
Es liegen keine gesicherten Informationen vor 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2025-07-02 22:57:05 

Haltungsinformationen

Grundsätzliches zu Schildbäuchen:
Die Familie der Schildbäuche (Gobiesocidae) ist in allen tropischen bis warm-temperierten Meeren vertreten, einige wenige Arten kommen auch in Süßwasser vor.
Der gebräuchliche Name „Ansauger“ bezieht sich auf ihre Brustsaugscheibe, die aus den Becken- und Brustflossen mit einem Stachel und vier Strahlen umgewandelt ist und mit der sie sich an harten Untergründen festsaugen.

Lepadichthys erythraeus Briggs & Link 1963 wurde anhand eines einzigen Exemplars beschrieben, das in der Nähe von Ghardaqa (heute Hurghada), Ägypten, gesammelt wurde.
In der Erstbeschreibung fehlten Angaben zur Lebensfarbe oder zum Lebensraum des Schildbauchs gemacht.

2015 erfolgte Neubeschreibung anhand zusätzlicher Merkmale und Farbfotos.

Die Exemplare wurden an der Basis eines Korallenblocks auf einem flachen Riff mit gemischtem Sand und flachen Felsen mit Flecken von toten Korallen, innerhalb eines lebenden Korallenkopfes in einer geschützten Bucht, von einem Saumriff in einer Tiefe von 1 - 3 Metern und von einem isolierten Korallenblock gesammelt.
Alle Rotmeer-Schildbäuche wurden in enger Gesellschaft mit Seeigeln der Gattung Diadema gesammelt, die Fische nutzen die langen Stacheln des Seeigels als Schutz.

Die Färbung im lebenden Zustand ist im Allgemeinen rotbraun mit kleinen schwarzen Flecken, die unregelmäßig über den Körper verteilt sind, und einem deutlichen dunklen (schwarzen bis braunen) Streifen, der von der Schnauzenspitze über das Auge verläuft und etwa auf halber Strecke zwischen dem hinteren Rand der Augenhöhle und der Kiemenöffnung endet.
Einige Individuen weisen einen hellen Streifen auf, der an der Spitze beider Kiefer beginnt, über den Kopf zwischen den Augen verläuft und kurz hinter diesen endet.
Die Basis der Brustflossen ist dunkler als die Körperfarbe, aber nicht so dunkel wie der Streifen, der durch das Auge verläuft.
Die Pupille ist dunkel mit einem deutlichen gelben Ring am äußeren Rand.
Die Mittelflossen sind dunkel mit hellen Rändern.

Optisch recht ähnliche Art: Lepadichthys coccinotaenia Regan 1921

Im Roten Meer kommt nur eine verwandte Art vor, Lepadichthys lineatus, die sich durch ihr gestreiftes Farbmuster und ihre enge Verbindung zu Crinoiden deutlich von Lepadichthys erythraeus unterscheidet.

Wir bedanken uns herzlich bei Dr. Sergey Bogorodsky für das erste Foto eines lebenden Rotmeer-Schildbauchs.

Bilder

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