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Octopus joubini Atlantischer Zwergkrake, Joubins Zwergoktopus

Octopus joubini wird umgangssprachlich oft als Atlantischer Zwergkrake, Joubins Zwergoktopus bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Dan Schofield, UK

Octopus joubini, Cayman Islands 2025 (CC BY)


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Dan Schofield, UK . Please visit www.inaturalist.org for more information.

Eingestellt von Muelly.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
18326 
AphiaID:
341985 
Wissenschaftlich:
Octopus joubini 
Umgangssprachlich:
Atlantischer Zwergkrake, Joubins Zwergoktopus 
Englisch:
Pygmy Octopus, Joubin's Octopus, Dwarf Octopus 
Kategorie:
Kopffüßer 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Mollusca (Stamm) > Cephalopoda (Klasse) > Octopoda (Ordnung) > Octopodidae (Familie) > Octopus (Gattung) > joubini (Art) 
Erstbestimmung:
G. C. Robson, 1929 
Vorkommen:
Cayman Inseln, Golf von Mexiko, Karibik, Süd-Atlantik, USA 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
0 - 100 Meter 
Habitate:
Felsspalten, Geröllböden, Gezeitenzone, Korallenriffe, Meerwasser, Sandige Meeresböden 
Größe:
bis zu 15cm 
Temperatur:
23°C - 28°C 
Futter:
Karnivor (fleischfressend), Krustentierlarven, Muscheln (Mollusken), Räuberische Lebensweise 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-05-07 16:24:31 

Haltungsinformationen

Octopus joubini G. C. Robson, 1929

Etymologie: Benannt nach dem französischen Malakologen Louis Marie Adolphe Olivier Édouard Joubin (1861–1935).

Octopus joubini ist eine kleine Krakenart aus der Ordnung der Octopoda. Ausgewachsen erreicht dieser Kopffüßer eine Mantellänge von 4,5 cm wobei seine Arme bis zu 9 cm lang werden können.

Octopus joubini sucht häufig Schutz vor Fressfeinden in leeren Muschelschalen, Dosen oder kleinen Spalten. Er verschließt die Öffnung mit seinen Armen, indem er Sand und Kies zu einem Deckel zusammenfügt. Der kleine Krake nutzt dabei die zwei für alle Kraken typischen Verteidigungsmechanismen: Tintenbeutel und Tarnung.

Der Atlantische Zwergkrake weist eine rot-orange Färbung auf, die durch pigmentierte Zellen, sogenannte Chromatophoren, hervorgerufen wird. Im Vergleich zu anderen Krakenarten ist das Farbmuster von Octopus joubini verhältnismäßig weniger komplex. Die Tiere sind in der Lage, dunkle, helle oder mittlere Farbtöne anzunehmen, die von Braun bis Orange reichen. Als frisch geschlüpfte Jungtiere können ihre Chromatophoren gelblich erscheinen.

Die wesentlichen Merkmale, die Octopus joubini von Octopus mercatoris sowie anderen noch unbestimmten Zwergoktopus-Arten unterscheiden, sind die Größe der Eier und die Färbung der Tiere. Die Größe der voll entwickelten Eier variiert zwar, liegt jedoch im Bereich von 2,9 bis 4,8 mm. Damit sind sie insgesamt kleiner als die Eier anderer untersuchter Arten. Dies führte dazu, dass Octopus joubini umgangssprachlich auch als "Oktopus mit kleinen Eiern“ bezeichnet wird

Die Weibchen pflanzen sich zwischen März und Juni fort, wobei sie elliptische, bernsteinfarbene Eier an einem geschützten Ort ablegen. Die frisch geschlüpften Jungtiere sind verhältnismäßig klein (0,04 Gramm), jedoch bereits vollständig ausgebildet und können schon wenige Stunden nach dem Schlüpfen auf die Jagd gehen. Sie erreichen die Geschlechtsreife nach etwa 182 Tagen und wiegen zu diesem Zeitpunkt rund 30 Gramm.

Die Jungtiere durchlaufen ein kurzes planktonisches Stadium, in dem sie sich während der ersten zwei bis drei Tage nahe der Wasseroberfläche aufhalten, bevor sie sich schließlich über die gesamte Wassersäule verteilen.

Octopus joubini soll sich vor allem von Krustentieren und Muscheln ernähren. Das genaue Nahrungsspektrum ist nicht bekannt.

Octopus joubini ist gemäß WoRMS Wirt folgender Endoparasiten:
Dicyema aegira McConnaughey & Kritzler, 1952 endoparasitic
Dicyema apalachiensis Short, 1962 Ecological endoparasitic
Dicyema hypercephalum Short, 1962 Ecological endoparasitic

Synonym:
Octopus (Octopus) joubini G. C. Robson, 1929 · unaccepted

Weiterführende Links

  1. sealifebase (en). Abgerufen am 07.05.2026.
  2. Wikipedia (en). Abgerufen am 07.05.2026.

Bilder

Allgemein


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