Haltungsinformationen
In den Ozeanen gilt ein ungeschriebenes Gesetz, Fressen oder gefressen werden, und dies gilt für die gesamte Nahrungskette.
Um nicht gleich jedem Fressfeind zum Opfer zu fallen, haben die Meereslebewesen über Jahrtausende eine große Vielzahl von Maßnahmen zum Schutz entwickelt, hier nur einige wenige Beispiele:
- Nutzung von Gift und Toxinen und signalisieren ihre Giftigkeit durch Farben
- Tarnung, Anpassung an die Umgebung
- Symbiose mit verteidigungsstarken Wirten (Anemonenfisch & Seeanemone)
- Mimikry
- hohe Fluchtgeschwindigkeiten
- Ausbildung von harten Panzern, Schalen, Stacheln und Dornen
- Einsatz von Sichtbehinderungen (Tinte bei Tintenfischen)
- Ausbildung von durchscheinenden oder durchsichtigen Körpern
- Entwicklung von Scheinauge zur Verwirrung der Angreifer
- Entwicklung riesiger Körper (Wale)
- Aufblasen des Körpers
- Absonderung von Körperschleim, Bildung von Schleimkokons
- Nutzung von Versteckmöglichkeiten in Riffspalten
- Verhaltungsanpassungen wie Totstellen
- Anpassungen der Augen, um Fressfeinde frühzeitig zu erkennen
- Eingraben in Sedimentböden
- Aktive Verteidigung (durch Beißen, Stechen)
und viele andere Methoden
Teuthowenia pelluci, ein Glaskalmar mit Kulleraugen (wissenschaftlicher Name: Teuthowenia pellucida) ist eine besondere Art des Glaskalmars, er lebt in den Tiefen des Ozeans und hat sich für eine fast vollständige Durchsichtigkeit seines Körpers entscheiden, bzw. diese über viele Jahrtausende und Generationen so entwickelt.
Dieses seltene Tier kommt in den Ozeanen rund um die südliche Hemisphäre bis in 2400 Metern Tiefe vor.
Der Glaskalmar mit den Kulleraugen ist ein einzigartiges Tier. Er hat einen blauen, durchsichtigen Körper. Er kann etwa 200 Millimeter (8 Zoll) lang werden.
Dieser Kalmar ist berühmt für seine großen Augen, die ein bisschen wie „Kulleraugen“ anmuten!
Seine Körperhülle, der sogenannte Mantel, ist hauchdünn. Sie ist nur wenige Millimeter dick.
Dieser kleine Kopffüßer besitzt acht kurze Tentakel und zwei etwas längere Tentakel am Ende seines Körpers.
In seinem durchsichtigen Körper sind kaum innere Organe zu erkennen. Das einzige, deutlich sichtbare Organ, ist seine Verdauungsdrüse. Diese Drüse ähnelt der Leber anderer Tiere.
Der Glaskalmar mit den Kulleraugen hat mehrere Methoden, um sich zu schützen.
Nähert sich ein Räuber, so kann Teuthowenia pelluci viel Wasser aufsaugen.
Hierdurch schwillt sein Körper an und er sieht viel größer aus, sprich, er versucht, Feinde abzuschrecken, indem er durch eine andere Größe bedrohlicher wirkt.
Der Glaskalmar mit den Kulleraugen ist ein blauer, durchsichtiger Organismus mit einer Körpergröße von etwa 200 mm und auffallend großen Augen.
Seine Manteldicke beträgt nur wenige Millimeter.
Der kleine Kalmar besitzt acht kurze Tentakel und ein etwas längeres Paar am Ende seines ziemlich aufgeblähten Körpers.
Das einzige sichtbare innere Organ ist die Verdauungsdrüse, die der Leber eines Chordatiers ähnelt.
Zur seiner Verteidigung kann sich der Tintenfisch mit umgebendem Wasser vollsaugen, um seine Größe drastisch zu vergrößern und so bedrohlicher zu wirken.
Er ist außerdem in der Lage, mithilfe eines Wasserstrahlantriebs vor Fressfeinden zu fliehen, was bedeutet, dass er Wasser mit Druck aus seinen Körper herausschießt, um hierdurch schnell davonzusausen!
Die Zellen in den Augen und Tentakeln dieses Glaskalmars bilden kleine, biolumineszente Organe, die als Photophoren bezeichnet werden.
Diese Organe strahlen Licht aus, wodurch der Organismus in der Dunkelheit der Bathyalzone erkennbar ist.
Diese Biolumineszenz erfordert Energie in Form von Adenosintriphosphat (ATP), welches der Kalmar durch den Fang von Beutetieren erreicht.
Weibliche Tintenfische sind bei einer Größe von 150 bis 190 mm geschlechtsreif, Männchen bereits mit einer Körpergröße von 140 mm, insgesammt werden die Weibchen etwas größer als die Männchen.
Trächtige Weibchen tragen zwischen 6.000 und 8.000 Eier mit einem Durchmesser von 2,2 mm in ihrem Körper, die Eier sind oft durch den dünnen Mantel des Tintenfischs hindurch sichtbar.
Die Eier des Kalmars werden gruppenweise an Felsen und Pflanzen auf dem Meeresboden abgelegt, und die frisch geschlüpfte Minikalmare entwickeln sich rasch zu Paralarven.
Juvenile Kalmare werden am häufigsten in Tiefen zwischen 0 und 200 Metern gesammelt, während ältere und adulte Tiere in deutlich tieferen Gewässern anzutreffen sind
Wir bedanken uns besonders herzlich bei Luca Davenport-Thomas für das erste Fotos von Teuthowenia pelluci.
Luca hat auf iNaturalist folgenden Kommentar zum Foto hinterlassen:
"Ein faszinierender Glaskalmar. Wenn ich ihn störte, zog er seine Tentakel und Augen und sogar seine Flossen ein und zeigte große Flecken. Echt cool. Der Bereich um das Gehirn schillerte hell. Um den Mantel herum befinden sich sehr schwache, lange Tuberkel – falls das bei der Artenbestimmung hilft."
Synonyme:
Anomalocranchia impennis G. C. Robson, 1924 · unaccepted > junior subjective synonym
Desmoteuthis pellucida Chun, 1910 · unaccepted (original combination)
Megalocranchia megalops australis G. L. Voss, 1967 · unaccepted
Megalocranchia richardsoni Dell, 1959 · unaccepted (synonym)
Um nicht gleich jedem Fressfeind zum Opfer zu fallen, haben die Meereslebewesen über Jahrtausende eine große Vielzahl von Maßnahmen zum Schutz entwickelt, hier nur einige wenige Beispiele:
- Nutzung von Gift und Toxinen und signalisieren ihre Giftigkeit durch Farben
- Tarnung, Anpassung an die Umgebung
- Symbiose mit verteidigungsstarken Wirten (Anemonenfisch & Seeanemone)
- Mimikry
- hohe Fluchtgeschwindigkeiten
- Ausbildung von harten Panzern, Schalen, Stacheln und Dornen
- Einsatz von Sichtbehinderungen (Tinte bei Tintenfischen)
- Ausbildung von durchscheinenden oder durchsichtigen Körpern
- Entwicklung von Scheinauge zur Verwirrung der Angreifer
- Entwicklung riesiger Körper (Wale)
- Aufblasen des Körpers
- Absonderung von Körperschleim, Bildung von Schleimkokons
- Nutzung von Versteckmöglichkeiten in Riffspalten
- Verhaltungsanpassungen wie Totstellen
- Anpassungen der Augen, um Fressfeinde frühzeitig zu erkennen
- Eingraben in Sedimentböden
- Aktive Verteidigung (durch Beißen, Stechen)
und viele andere Methoden
Teuthowenia pelluci, ein Glaskalmar mit Kulleraugen (wissenschaftlicher Name: Teuthowenia pellucida) ist eine besondere Art des Glaskalmars, er lebt in den Tiefen des Ozeans und hat sich für eine fast vollständige Durchsichtigkeit seines Körpers entscheiden, bzw. diese über viele Jahrtausende und Generationen so entwickelt.
Dieses seltene Tier kommt in den Ozeanen rund um die südliche Hemisphäre bis in 2400 Metern Tiefe vor.
Der Glaskalmar mit den Kulleraugen ist ein einzigartiges Tier. Er hat einen blauen, durchsichtigen Körper. Er kann etwa 200 Millimeter (8 Zoll) lang werden.
Dieser Kalmar ist berühmt für seine großen Augen, die ein bisschen wie „Kulleraugen“ anmuten!
Seine Körperhülle, der sogenannte Mantel, ist hauchdünn. Sie ist nur wenige Millimeter dick.
Dieser kleine Kopffüßer besitzt acht kurze Tentakel und zwei etwas längere Tentakel am Ende seines Körpers.
In seinem durchsichtigen Körper sind kaum innere Organe zu erkennen. Das einzige, deutlich sichtbare Organ, ist seine Verdauungsdrüse. Diese Drüse ähnelt der Leber anderer Tiere.
Der Glaskalmar mit den Kulleraugen hat mehrere Methoden, um sich zu schützen.
Nähert sich ein Räuber, so kann Teuthowenia pelluci viel Wasser aufsaugen.
Hierdurch schwillt sein Körper an und er sieht viel größer aus, sprich, er versucht, Feinde abzuschrecken, indem er durch eine andere Größe bedrohlicher wirkt.
Der Glaskalmar mit den Kulleraugen ist ein blauer, durchsichtiger Organismus mit einer Körpergröße von etwa 200 mm und auffallend großen Augen.
Seine Manteldicke beträgt nur wenige Millimeter.
Der kleine Kalmar besitzt acht kurze Tentakel und ein etwas längeres Paar am Ende seines ziemlich aufgeblähten Körpers.
Das einzige sichtbare innere Organ ist die Verdauungsdrüse, die der Leber eines Chordatiers ähnelt.
Zur seiner Verteidigung kann sich der Tintenfisch mit umgebendem Wasser vollsaugen, um seine Größe drastisch zu vergrößern und so bedrohlicher zu wirken.
Er ist außerdem in der Lage, mithilfe eines Wasserstrahlantriebs vor Fressfeinden zu fliehen, was bedeutet, dass er Wasser mit Druck aus seinen Körper herausschießt, um hierdurch schnell davonzusausen!
Die Zellen in den Augen und Tentakeln dieses Glaskalmars bilden kleine, biolumineszente Organe, die als Photophoren bezeichnet werden.
Diese Organe strahlen Licht aus, wodurch der Organismus in der Dunkelheit der Bathyalzone erkennbar ist.
Diese Biolumineszenz erfordert Energie in Form von Adenosintriphosphat (ATP), welches der Kalmar durch den Fang von Beutetieren erreicht.
Weibliche Tintenfische sind bei einer Größe von 150 bis 190 mm geschlechtsreif, Männchen bereits mit einer Körpergröße von 140 mm, insgesammt werden die Weibchen etwas größer als die Männchen.
Trächtige Weibchen tragen zwischen 6.000 und 8.000 Eier mit einem Durchmesser von 2,2 mm in ihrem Körper, die Eier sind oft durch den dünnen Mantel des Tintenfischs hindurch sichtbar.
Die Eier des Kalmars werden gruppenweise an Felsen und Pflanzen auf dem Meeresboden abgelegt, und die frisch geschlüpfte Minikalmare entwickeln sich rasch zu Paralarven.
Juvenile Kalmare werden am häufigsten in Tiefen zwischen 0 und 200 Metern gesammelt, während ältere und adulte Tiere in deutlich tieferen Gewässern anzutreffen sind
Wir bedanken uns besonders herzlich bei Luca Davenport-Thomas für das erste Fotos von Teuthowenia pelluci.
Luca hat auf iNaturalist folgenden Kommentar zum Foto hinterlassen:
"Ein faszinierender Glaskalmar. Wenn ich ihn störte, zog er seine Tentakel und Augen und sogar seine Flossen ein und zeigte große Flecken. Echt cool. Der Bereich um das Gehirn schillerte hell. Um den Mantel herum befinden sich sehr schwache, lange Tuberkel – falls das bei der Artenbestimmung hilft."
Synonyme:
Anomalocranchia impennis G. C. Robson, 1924 · unaccepted > junior subjective synonym
Desmoteuthis pellucida Chun, 1910 · unaccepted (original combination)
Megalocranchia megalops australis G. L. Voss, 1967 · unaccepted
Megalocranchia richardsoni Dell, 1959 · unaccepted (synonym)






Luca Davenport-Thomas, Neuseeland