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Fistularia commersonii Glatter Flötenfisch

Fistularia commersonii wird umgangssprachlich oft als Glatter Flötenfisch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nur für große Schauaquarien geeignet. Giftigkeit: Giftig beim Verzehr.


Profilbild Urheber Rafi Amar, Israel

Bluespotted Cornetfish - Fistularia commersonii, Ägypten 2019


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Rafi Amar, Israel . Please visit www.rafiamar.com for more information.

Eingestellt von Muelly.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
2721 
AphiaID:
217966 
Wissenschaftlich:
Fistularia commersonii 
Umgangssprachlich:
Glatter Flötenfisch 
Englisch:
Bluespotted Cornetfish, Bluspotted Cornetfish, Smooth Cornetfish, Smooth Flute-mouth 
Kategorie:
Trompeten & Flötenfische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Syngnathiformes (Ordnung) > Fistulariidae (Familie) > Fistularia (Gattung) > commersonii (Art) 
Erstbestimmung:
Rüppell, 1838 
Vorkommen:
Alor, Australien, Golf von Oman / Oman, Indischer Ozean, Indonesien, Indopazifik, Japan, Kokos-Keelinginseln, Lesseps'scher Migrant, Lord-Howe-Insel, Madagaskar, Malediven, Mexiko (Ostpazifik), Mittelmeer, Neuseeland, New South Wales (Ost-Australien), Norforkinsel, Ost-Afrika, Ost-Pazifik, Osterinsel (Rapa Nui), Panama, Papua-Neuguinea, Philippinen, Queensland (Ost-Australien), Rapa, Rotes Meer, Spanien, West-Australien 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
0 - 132 Meter 
Habitate:
Korallenriffe, Meerwasser, Riffverbunden, Sandige Meeresböden 
Größe:
65 cm - 160 cm 
Temperatur:
22,0°C - 28,9°C 
Futter:
Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Futtergarnelen, Garnelen, Invertebraten (Wirbellose), Kleine Fische, Krustentiere, Ruderfußkrebse (Copepoden), Salzwasserflöhe (Cladocera), Tintenfische, Sepien, Kraken, Kalmare (Cephalopoda) 
Schwierigkeitsgrad:
Nur für große Schauaquarien geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Giftig beim Verzehr 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-01-16 19:58:30 

Haltungsinformationen

Fistularia commersonii Rüppell, 1838

Dieser sehr lange und schlanke Riffbewohner gehört zur gleichen Ordnung wie die Seenadeln und Seepferdchen (Syngnathiformes).

Der Flötenfisch ist weit in den tropischen und subtropischen Gewässern des Indopazifik bis nach Japan verbreitet und östlich bis zu den Westküsten Amerikas, einschließlich des Roten Meeres.

Im Jahr 2000 wurde seine Anwesenheit im Mittelmeer gemeldet; seitdem hat sich der Flötenfisch weiter ausgebreitet und ist nun in einigen Bereichen gut etabliert. Diese Art wird als Teil der Lessepsischen Migration betrachtet. Er hat sich von seinem Ursprung im Suezkanal schnell über das Mittelmeer verbreitet, die ersten Aufzeichnungen wurden im Jahr 2000 vor Palästina gemacht und hatte die Südküste Spaniens und bis 2007 bis zum Golf von Lions im Norden erreicht.

Wissenschaftler haben festgestellt, dass die Fische im Mittelmeer alle von einer kleinen Anzahl von Vorfahren abstammen, möglicherweise als Folge eines einzigen Invasionsereignisses, und genetisch nicht so variabel sind wie ihre Artgenossen im Roten Meer.

Fistularia commersonii wird bis zu 1,6 m lang, aber der Durchschnitt liegt bei etwa 1 Meter. Er zeichnet sich durch seine ungewöhnlich lange, schlanke Körperform aus, hat eine röhrenförmige Schnauze, große Augen und einen langen Schwanzfaden, der mit sensorischen Poren ausgekleidet ist, die beim Aufspüren von Beute helfen können.

Sein Körper ist grünlich-grau bis braun mit zwei dünnen blauen Streifen oder Punktlinien auf dem Rücken und heller auf der Vorderseite. Sein Körpermuster ändert sich nachts zu einem breitbandigen Muster.

Meist ist dieser Fisch ein Einzelgänger, der kleine Fische, Krustentiere und Tintenfische verfolgt und sich von ihnen ernährt. Manchmal sind sie aber auch in kleinen Gruppen am Boden anzutreffen, fressen dort kleine, am Boden lebende Fische, die sie mit ihrer langen Schnauze sehr effizient aufsaugen können.

Dieser Fisch ist nicht für die Aquarienhaltung geeignet.

fishbase gibt an: Reports of ciguatera poisoning !

Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.

Die Ursache liegt bei bestimmten Einzellern (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und ansonsten gut verträglichen Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:

Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.

Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.

Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.

Achtung:
Ein Gegengift existiert nicht!

Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.

Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.

Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm

Synonyme:
Fistularia comerson Rüppell, 1838 · unaccepted (misspelling)
Fistularia commersoni Rüppell, 1838 · unaccepted (misspelling)
Fistularia depressa Günther, 1880 · unaccepted
Fistularis commersoni Rüppell, 1838 · unaccepted > misspelling - incorrect subsequent spelling

Weiterführende Links

  1. FishBase (multi). Abgerufen am 07.08.2020.
  2. Fishes of Australia (en). Abgerufen am 07.08.2020.
  3. Variation in group hunting strategies by Cornetfish on two Red Sea reefs (en). Abgerufen am 19.05.2024.
  4. Wikipedia (en). Abgerufen am 21.01.2022.

Bilder

Adult


Juvenil (Jugendkleid)


Allgemein

Copyright zsispeo, Foto: Reunion Island
2
Foto von Peter Wirtz
2
Fistularia_commersonii2
1
Fistularia_commersonii1
1
Smooth flutemouth (Fistularia commersonii), Malediven 2016
1
Copyright Bo Davidsson, Schweden
1
Copyright Wolfram Sander, Havana, Kuba
1
Copyright Prof. Dr. Robert A. Patzner
1
Fistularia commersonii; copyright by Henning Wiese
1

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