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Ellisella ceratophyta Strauch- oder Rutengorgonie

Ellisella ceratophyta wird umgangssprachlich oft als Strauch- oder Rutengorgonie bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Es wird ein Aquarium von mindestens 500 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Pauline Walsh Jacobson, USA

Whip Coral, Ellisella ceratophyta, John's Tunnel, Fiji 2008


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Pauline Walsh Jacobson, USA Pauline Walsh Jacobson, USA. Please visit www.flickr.com for more information.

Eingestellt von Muelly.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
3650 
AphiaID:
520720 
Wissenschaftlich:
Ellisella ceratophyta 
Umgangssprachlich:
Strauch- oder Rutengorgonie 
Englisch:
Red Whip Coral 
Kategorie:
Hornkorallen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Alcyonacea (Ordnung) > Ellisellidae (Familie) > Ellisella (Gattung) > ceratophyta (Art) 
Erstbestimmung:
(Linnaeus, ), 1758 
Vorkommen:
Australien, Indonesien, Indopazifik, Japan, Korea, Neukaledonien, Papua-Neuguinea, Philippinen 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
20 - 50 Meter 
Größe:
bis zu 200cm 
Temperatur:
22°C - 26°C 
Futter:
Azooxanthellat, Plankton (pflanzliche und tierische Mikroorganismen) 
Aquarium:
~ 500 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2023-03-10 20:23:10 

Haltungsinformationen

Ellisella ceratophyta (Linnaeus, 1758)

Ellisella ceratophyta ist eine von 42 Arten aus der Gruppe, und natürlich wie alle dieser Art, ohne Zooxanthellen und ernährt sich von Plankton. Das Tier ist daher zwingend auf Fütterung angewiesen!

Ebenfalls muss die Strömung im Auge behalten werden, sie sollte wechselnd und stark sein, aber niemals direkt auf das Tier gerichtet.Sind grundsätzlich sehr empfindlich. Importe finden statt, aber der Käufer sollte schon wissen, wie er das Tier pflegt.

Empfehlung - die Koralle sollte in einem Artenbecken gepflegt werden.

Fütterung
Gorgonien haben keine Zooxanthellen und leben nicht vom Licht. Die azooxanthellen Gorgonien beherbergen keine symbiotischen Algen, die über Fotosynthese Nährstoffe und Energie produzieren.

Vor der Fütterung sollten die Pumpen abgeschaltet werden. Damit die Gorgonie im Aquarium überlebt, ist eine ausreichende Fütterung jedes einzelnen Polypen notwendig bzw. soweit möglich, d. h. eine tägliche bzw. 3 - 4x pro Woche Fütterung notwendig. Ohne Fütterung wird die Gorgonie im Aquarium nicht überleben. Die Polypen benötigen eine gewisse Zeit um das Futter (Granulat oder Staubfutter (Ultramarin, Cyclop Eeze) oder Frostfutter (Lobstereier, Mysis)) auf zu nehmen, sind Garnelen und Fische vorhanden, werden diese versuchen das Futter zu entziehen, also diese Mitbewohner unbedingt vorher füttern.

Frisch eingesetzte Gorgonienstöcke können mit einem Flüssigfutter, z. B. von PolypLab Polyp, animiert werden, damit sich die einzelnen Polypen öffnen. Erst dann kann eine Fütterung durchgeführt werden.

Je besser die einzelnen Polypen die gereichte Nahrung aufnehmen, desto besser sind die Wachstum- bzw. Vermehrungsraten.

Azoozanthellate Korallen fressen Suspensionen, Meeresschnee, Mikroplankton und andere organische Stoffe, d. h. sie sind ahermatypisch.

Häutung
Gorgonien besitzen eine weiche Gewebeschicht (Coenenchym), die ihre verzweigte, hornartige Skelettachse aus Gorgonin (ein Protein) überzieht. Sie können diese Gewebeschicht abstoßen (=häuten), dafür schließen sie ihre Polypen. Es kann bis zu 3 Tage benötigen und eine erhöhte Strömung kann hierbei sehr hilfreich sein.

Wasserqualität
Hohe Werte von z. B. Nitrat und / oder Phosphat können die Häutung verzögern oder die Haut löst sich nicht.

Vermehrung / Stecklinge schneiden
Wie befestige ich abgebrochene oder aufgrund der Größe des Stockes abgeschnittne Äste?
In einem kurzen Bericht wird dies hier erklärt.

https://www.korallenriff.de/artikel/356_Das_befestigen_von_Gorgonien.html#

Hinweis:
Weltweit in allen gemäßigten Gewässern vertreten, meist in größeren Tiefen.
In der Natur können die Gorgonien über zwei Meter hoch werden.

Synonymised names:
Ctenocella ceratophyta Linnaeus, 1758
Gorgonia ceratophyta Linnaeus, 1758 (synonym)
Gorgonia sasappo Pallas, 1766 (synonym)
Leptogorgia boryana Milne Edwards & Haime, 1857 (synonym)
Verrucella stellata Nutting, 1910 (synonym)

Weiterführende Links

  1. sealifebase.ca (en). Abgerufen am 12.02.2021.
  2. WoRMS (en). Abgerufen am 12.02.2021.

Bilder

Allgemein


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