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Siokunichthys nigrolineatus Pilzkorallen-Seenadel

Siokunichthys nigrolineatus wird umgangssprachlich oft als Pilzkorallen-Seenadel bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nur für erfahrene Halter geeignet. Es wird ein Aquarium von mindestens 500 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Dr. Klaus M. Stiefel, Philippinen

Foto. Dauin, Negros Oriental, Philippinen


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Dr. Klaus M. Stiefel, Philippinen Copyright Klaus Stiefel

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
5409 
AphiaID:
278824 
Wissenschaftlich:
Siokunichthys nigrolineatus 
Umgangssprachlich:
Pilzkorallen-Seenadel 
Englisch:
Mushroom-coral Pipefish 
Kategorie:
Seenadeln 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Syngnathiformes (Ordnung) > Syngnathidae (Familie) > Siokunichthys (Gattung) > nigrolineatus (Art) 
Erstbestimmung:
Dawson, 1983 
Vorkommen:
Anilao, Borneo (Kalimantan), Flores, Indonesien, Molukken, Papua, Papua-Neuguinea, Philippinen, Raja Ampat, West-Pazifik, Zentral-Pazifik 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
10 - 20 Meter 
Habitate:
Auf lebenden Korallen, Korallenriffe, Küstengewässer, Meerwasser, Riffhänge 
Größe:
bis zu 8cm 
Temperatur:
28,5°C - 29,2°C 
Futter:
Artemia-Nauplien, Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Bosmiden (Rüsselflohkrebse), Brachionus (Rädertierchen), Cyclops (Ruderfußkrebse), Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Mysis (Schwebegarnelen), Plankton (pflanzliche und tierische Mikroorganismen), Ruderfußkrebse (Copepoden), Salzwasserflöhe (Cladocera), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Aquarium:
~ 500 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Nur für erfahrene Halter geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
DD ungenügende Datengrundlage 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2024-09-10 09:19:38 

Haltungsinformationen

Siokunichthys nigrolineatus, Dawson, 1983

Bewohnt Küstenriffe, meist am Boden flacher Abhänge und in kleinen Gruppen an einzelnen Korallen. Anscheinend kommensal mit Solitärkorallen (z. B. Fungia echinata). Ovovivipar. Das Männchen trägt die Eier in einem Brutbeutel, der sich unter dem Schwanz befindet. Auch in den Tentakeln von Pilzkorallen (häufig Heliofungia actiniformes) zu finden.

Die Pilzkorallen-Seenadel, Siokunichthys nigrolineatus, ist eine kleinbleibende Seenadel, die man in den küstennahen Korallenriffen Indonesiens, der Philippinen und Neuguineas, gelegentlich antrifft. Offensichtlich kommensal lebend Heliofungia actiniformes. Sie scheint bevorzugt in Wassertiefen zwischen 10 und 20 m, meist anzutreffen in Vertiefungen des Riffdachs in der nähe zur Lagune, wo zum Gezeitenwechsel planktonreiches Wasser vorbei strömt, zu leben.

Futteraufnahme
Die Fische benötigen anfangs sehr lange für die Futteraufnahme, bevor das Futter aufgenommen wird, erfolgt eine genaue Begutachtung. Nach der Eingewöhnung wird das angebotene Frostfutter ohne Probleme gefressen. Zu beachten gilt, das Wildfänge sich anders verhalten bei der Futteraufnahme als Nachzuchten. Bei den Nachzuchten spielt auch die Größe des gekauften Fisches eine Rolle für das passende Futter.

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.

Weiterführende Links

  1. FishBase (multi). Abgerufen am 07.08.2020.

Bilder

Allgemein

Mushroom-coral Pipefish (Siokunichthys nigrolineatus), 2014
1
Copyright Dr. Gerry Allen, Foto aus Raja Ampat, West Papua
1
Siokunichthys nigrolineatus, Copyright Henning Wiese
1
Siokunichthys nigrolineatus, Copyright Henning Wiese
1
Copyright J.E. Randall, Hawaii
1

Erfahrungsaustausch

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