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Planocera ceratommata Strudelwurm

Planocera ceratommata wird umgangssprachlich oft als Strudelwurm bezeichnet. Haltung im Aquarium: Für Aquarienhaltung nicht geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Carlos Fernández-Cid

Foto: Palamós in Costa Brava, Spanien (4m Tiefe)


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Carlos Fernández-Cid

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
13508 
AphiaID:
483660 
Wissenschaftlich:
Planocera ceratommata 
Umgangssprachlich:
Strudelwurm 
Englisch:
Polyclad Flatworm 
Kategorie:
Strudelwürmer 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Platyhelminthes (Stamm) > (Klasse) > Polycladida (Ordnung) > Planoceridae (Familie) > Planocera (Gattung) > ceratommata (Art) 
Erstbestimmung:
(Palombi, ), 1936 
Vorkommen:
Israel, Mittelmeer, Nord-Atlantik, Süd-Afrika 
Meerestiefe:
10 - 20 Meter 
Größe:
bis zu 4cm 
Temperatur:
°C - 20°C 
Futter:
Karnivor (fleischfressend), Krustentiere, Muscheln (Mollusken), Räuberische Lebensweise, Schnecken (Gastropoden, Mollusken), Seescheiden (Ascidiacea) 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
  • Planocera folium
  • Planocera pellucida
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2021-01-03 12:52:00 

Haltungsinformationen

Planocera ceratommata (Palombi, 1936)

Ursprünglich aus Südafrika beschrieben, scheint diese Art eine große Verbreitung zu haben, einschließlich des Atlantiks und des Mittelmeers. Er ist unter Steinen, in Seegraswiesen, aber auch in Bereichen mit Codium spp. zu finden. Im Mittelmeer bevorzugt Planocera ceratommata im Allgemeinen in eine Tiefe zwischen 10 und 20 m.

Dieser Strudelwurm hat eine ovale Form, wobei der vordere Teil breiter als der hintere ist. Er ist recht durchscheinend, so dass die Darmäste, die sich über den gesamten Körper erstrecken, und die Strukturen, aus denen das Fortpflanzungssystem besteht zu erkennen sind.

Der Strudelwurm hat zwei sehr gut sichtbare Nackententakeln. Die Oberseite des Strudelwurmes ist gelblich, die Unterseite ist heller. Am Rand des Körpers sind weiße Striche zu erkennen, die nichts anderes sind als die Enden der Darmverzweigungen.

Die feinen und auffälligen zweifarbigen Nackententakeln sind am Ende weißlich und sind dann zur Basis hin rötlich. Der Strudelwurm hat Tentakelaugen und zerebrale Augen, aber niemals marginale Augen. Die zerebralen Augen sind zahlreich. Die Tentakelaugen befinden sich an der Basis und an den Tentakeln, jedoch in geringerer Anzahl als die zerebralen.

Der Mund befindet sich fast in der Mitte der ventralen Oberfläche. Der rötliche Pharynx (Verdauungstrakt) ist groß, seine Hauptäste sind deutlich zu sehen. Planocera ceratommata ernährt sich überwiegend karnivor und erbeutet kleine Wirbellose wie kleinen Borstenwürmer, Krustentiere, Weichtiere, Nesseltiere und Seescheiden. Diese Strudelwürmer scheinen eine Vorliebe für sesshafte und koloniale Tiere zu haben und können sich auf eine oder mehrere Arten spezialisieren.

Man geht davon aus, dass die Fortpflanzung und Eiablage im Sommer stattfindet. Sie sind proteerandrische Hermaphroditen (alle Individuen haben beide Geschlechter, männlich und weiblich, aber männliche Gameten reifen früher). Es sind keine Fälle von sexuellem Dimorphismus oder Selbstbefruchtung bekannt. Sie vermehren sich mit einem anderen Individuum durch gegenseitige Befruchtung, in dem sie einen nadelförmigen Penis durch die Haut des anderen stecken, um Sperma auszutauschen.

In den Gattungen, die in Form und Größe ähnlich sind, sind die folgenden die häufigsten Arten in denselben Verbreitungsgebieten:
-Leptoplana tremellaris hat einen länglicheren Körper ohne Tentakeln.
-Discocelis tigrina hat einen etwas massiveren und länglicheren Körper. Endemisch im Mittelmeer.
-Stylochus pilidium hat auch durchscheinende bis weißliche und spitze Tentakel, die gut entwickelt und 2 bis 2,5 mm voneinander entfernt sind, schwarze Flecken sind deutlich sichtbar (Tentakel-Ocelli im Epithel enthalten), sein Körper ist dicker und undurchsichtig.

Synonym:
Planocerodes ceratommata Palombi, 1936

Weiterführende Links

  1. doris.ffessm.fr (fr). Abgerufen am 30.03.2021.
  2. WoRMS (en). Abgerufen am 30.03.2021.

Bilder

Allgemein


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