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Cosmocampus profundus Tiefsee-Seenadel

Cosmocampus profundus wird umgangssprachlich oft als Tiefsee-Seenadel bezeichnet. Haltung im Aquarium: Für Aquarienhaltung nicht geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Dr. Carole C. Baldwin, USA

Foto: Curaçao, Karibik


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Dr. Carole C. Baldwin, USA

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
16135 
AphiaID:
278064 
Wissenschaftlich:
Cosmocampus profundus 
Umgangssprachlich:
Tiefsee-Seenadel 
Englisch:
Deepwater Pipefish 
Kategorie:
Seenadeln 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Teleostei (Klasse) > Syngnathiformes (Ordnung) > Syngnathidae (Familie) > Cosmocampus (Gattung) > profundus (Art) 
Erstbestimmung:
(Herald, ), 1965 
Vorkommen:
Amerikanische Jungferninseln, Brasilien, Britische Jungferninseln, Curaçao, Fernando de Noronha , Florida, Golf von Mexiko, Karibik, Ostküste USA, West-Atlantik 
Meerestiefe:
180 - 270 Meter 
Habitate:
Geröllböden, Koralline Böden, Korallenbruch, Mesophotische Riffe (40 -150 Meter), Sandige Meeresböden 
Größe:
bis zu 20cm 
Temperatur:
15.9°C - 22.7°C 
Futter:
Garnelen, Invertebraten (Wirbellose), Karnivor (fleischfressend), Krill (Euphausiidae), Krustentiere, Mysis (Schwebegarnelen), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
DD ungenügende Datengrundlage 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2023-12-28 21:09:01 

Haltungsinformationen

Cosmocampus profundus ist eine Tiefwasser-Seenadel aus dem Golf von Mexiko und der Karibik.
Die Mehrzahl aller Seenadeln kommt in Tiefen vor, die Schnorchler oder Taucher eher bequem erreichen können, Cosmocampus profundus hat aber eine andere Strategie gewählt, im Meer seinem Lebenszweck erfüllen zu können.
Sein Vorkommen in größeren Tiefen wird helfen, Nahrungskonkurrenten auszuweichen und typischen Flachwasser-Räubern wie Seevögel gar nicht erst zu begegnen.

Der Körper der Seenadel ist schlank und langgestreckt, die typische Bruttasche der Männchen befindet sich unter den Schwanzringen 18 - 20.
Die Seenadel ist blass rosarot gefärbt, zeig; 7 dunkelbraune, augengroße Flecken entlang der Flanken und auf der Vorderseite des Schwanzes sowie ~10 schmale weiße Streifen auf der Oberseite des Rückens.
Das untere Drittel des Körpers und des Schwanzes sind weißlich, rot gesprenkelt, die Flossen der Seenadel sind klar.

Kein Tier für ein Meerwasser-Aquarium.

Synonym: Corythoichthys profundus Herald, 1965

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.


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