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Dunckerocampus baldwini Rotstreifen Seenadel

Dunckerocampus baldwini wird umgangssprachlich oft als Rotstreifen Seenadel bezeichnet. Haltung im Aquarium: Kein Anfängertier. Es wird ein Aquarium von mindestens 100 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Dr. John Ernest (Jack) Randall (†), Hawaii

Copyright J.R. Randall, Hawaii


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Dr. John Ernest (Jack) Randall (†), Hawaii . Please visit hbs.bishopmuseum.org for more information.

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
5701 
AphiaID:
310943 
Wissenschaftlich:
Dunckerocampus baldwini 
Umgangssprachlich:
Rotstreifen Seenadel 
Englisch:
Redstripe Pipefish 
Kategorie:
Seenadeln 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Teleostei (Klasse) > Syngnathiformes (Ordnung) > Syngnathidae (Familie) > Dunckerocampus (Gattung) > baldwini (Art) 
Erstbestimmung:
Herald & Randall, 1972 
Vorkommen:
Hawaii, Indonesien, Indopazifik, Papua Barat (West-Neuguinea / West Papua), Weihnachtsinsel 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
6 - 128 Meter 
Größe:
bis zu 15cm 
Temperatur:
22°C - 27°C 
Futter:
Artemia-Nauplien, Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Cyclops (Ruderfußkrebse), Salzwasserflöhe (Cladocera), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Aquarium:
~ 100 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Kein Anfängertier 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2024-05-05 19:55:00 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Dunckerocampus baldwini sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Dunckerocampus baldwini interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Dunckerocampus baldwini bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

Dunckerocampus baldwini Herald & Randall,

Das Bild der schönen Dunckerocampus baldwini stammt freundlicherweise von De Jong Marinelife, dem wohl größen Großhändler in Europa. Von dieser Seenadel ist bekannt (Quelle FishBase) dass Sie Putzerträtigkeiten an Apogon evermanni und diversen Muränen vornimmt.

Dunckerocampus-Arten leben in Korallenriffen, sind frei schwimmende Fische und halten sich meist in oder vor Höhlen oder unter Riffüberhängen auf.

Leben recht versteckt und sind schwer an Futter zu bekommen. Am Besten mit lebendem Futter wie große Artemia und Mysis versuchen.
Nicht mit großen und schnellen Schwimmern vergesellschaften.

Seenadeln sind Fische und haben eine langgestreckte Körperform, die von Schwanz zum Kopf stetig dicker wird.

Seenadeln sind langsame Schwimmer und Fresser und sollten nicht mit schnellen Mitbewohnern zusammen gehalten werden, damit die Nadeln genügend Futter erhalten können.

Die Brutpflege übernimmt, wie bei den Verwandten, den Seepferdchen, das männliche Tier in einem Brustbeutel.

Leben meist Paarweise, weshalb man sie auch so halten sollte!

Wenn Sie sich besonders für Seepferdchen und Seenadeln interessieren, dann möchten wir Ihnen das Buch "Seepferdchen: Seenadeln, Fetzenfische und ihre Verwandten" von Rudie H. Kuiter empfehlen.

Synonym: Doryrhamphus baldwini (Herald & Randall, 1972)

Futteraufnahme
Die Fische benötigen anfangs sehr lange für die Futteraufnahme, bevor das Futter aufgenommen wird, erfolgt eine genaue Begutachtung. Nach der Eingewöhnung wird das angebotene Frostfutter ohne Probleme gefressen. Zu beachten gilt, das Wildfänge sich anders verhalten bei der Futteraufnahme als Nachzuchten. Bei den Nachzuchten spielt auch die Größe des gekauften Fisches eine Rolle für das passende Futter.

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.

Weiterführende Links

  1. FishBase (multi). Abgerufen am 07.08.2020.
  2. IUCN Red List of Threatened Species (multi). Abgerufen am 28.04.2022.
  3. World Register of Marine Species (WoRMS) (en). Abgerufen am 28.04.2022.

Bilder

Allgemein


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