Haltungsinformationen
Das Bild der schönen Dunckerocampus baldwini stammt freundlicherweise von De Jong Marinelife, dem wohl größen Großhändler in Europa. Von dieser Seenadel ist bekannt (Quelle FishBase) dass Sie Putzerträtigkeiten an Apogon evermanni und diversen Muränen vornimmt.
Dunckerocampus-Arten leben in Korallenriffen, sind frei schwimmende Fische und halten sich meist in oder vor Höhlen oder unter Riffüberhängen auf.
Leben recht versteckt und sind schwer an Futter zu bekommen. Am Besten mit lebendem Futter wie große Artemia und Mysis versuchen.
Nicht mit großen und schnellen Schwimmern vergesellschaften.
Seenadeln sind Fische und haben eine langgestreckte Körperform, die von Schwanz zum Kopf stetig dicker wird.
Seenadeln sind langsame Schwimmer und Fresser und sollten nicht mit schnellen Mitbewohnern zusammen gehalten werden, damit die Nadeln genügend Futter erhalten können.
Die Brutpflege übernimmt, wie bei den Verwandten, den Seepferdchen, das männliche Tier in einem Brustbeutel.
Leben meist Paarweise, weshalb man sie auch so halten sollte!
Wenn Sie sich besonders für Seepferdchen und Seenadeln interessieren, dann möchten wir Ihnen das Buch "Seepferdchen: Seenadeln, Fetzenfische und ihre Verwandten" von Rudie H. Kuiter empfehlen.
Synonym: Doryrhamphus baldwini (Herald & Randall, 1972)
Futteraufnahme
Die Fische benötigen anfangs sehr lange für die Futteraufnahme, bevor das Futter aufgenommen wird, erfolgt eine genaue Begutachtung. Nach der Eingewöhnung wird das angebotene Frostfutter ohne Probleme gefressen. Zu beachten gilt, das Wildfänge sich anders verhalten bei der Futteraufnahme als Nachzuchten. Bei den Nachzuchten spielt auch die Größe des gekauften Fisches eine Rolle für das passende Futter.
Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?
Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:
- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?
- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?
- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?
- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?
- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?
- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?
- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?
- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?
- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)
Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.






Dr. John Ernest (Jack) Randall (†), Hawaii