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Plectropomus oligacanthus Blaustreifen-Forellenbarsch

Plectropomus oligacanthus wird umgangssprachlich oft als Blaustreifen-Forellenbarsch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nur für große Schauaquarien geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
9143 
AphiaID:
277891 
Wissenschaftlich:
Plectropomus oligacanthus 
Umgangssprachlich:
Blaustreifen-Forellenbarsch 
Englisch:
Highfin Coral Grouper, Highfin Coral Trout, Highfin Coralgrouper, Lined Coral Trout, Vermicular Leopard-cod, Vermicular-cod, Vermicular Cod 
Kategorie:
Zackenbarsche 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Serranidae (Familie) > Plectropomus (Gattung) > oligacanthus (Art) 
Erstbestimmung:
(Bleeker, ), 1855 
Vorkommen:
Ashmore- und Cartierinseln, Australien, Bali, Flores, Great Barrier Riff, Hong Kong, Indonesien, Indopazifik, Java, Kambodscha, Karolinen-Archipel, Korallenmeer, Malaysia, Marshallinseln, Mikronesien, Östlicher Indischer Ozean, Palau, Papua, Papua-Neuguinea, Philippinen, Queensland (Australien), Raja Ampat, Salomon-Inseln, Salomonen, Spratly-Inseln, Sumatra, Timor-Leste, Vanuatu, Vietnam, Wake-Atoll, West-Australien, West-Pazifik 
Meerestiefe:
5 - 147 Meter 
Größe:
42 cm - 75 cm 
Temperatur:
°C - 28°C 
Futter:
Karnivor (fleischfressend), Kleine Fische, Räuberische Lebensweise 
Schwierigkeitsgrad:
Nur für große Schauaquarien geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-05-29 09:40:48 

Haltungsinformationen

Plectropomus oligacanthus (Bleeker, 1855)

Plectropomus ist eine Gattung der Zackenbarsche, die in den Korallenriffen des westlichen und zentralen Indopazifik vorkommen. Es sind große primär Fisch fressende Barsche.Sie haben einen langgestreckten, massiven, zylindrischen Körper mit einem massigen Kopf. Der große Kopf erreicht etwa ein Drittel der Körperlänge.

Plectropomus oligacanthus ist in Tiefen von 5 - 147 m anzutreffen.Über diesen Großbarsch gibt es noch relativ wenige Informationen über seine Lebensweise. Er soll in kleinen Gruppen von zwei bis drei Tieren jagd auf Krebse und Fische machen, die auf Felsen und sandigen Böden leben.

Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.

Die Ursache liegt bei bestimmten Einzellern (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und ansonsten gut verträglichen Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:

Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.

Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.

Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.

Achtung: Ein Gegengift existiert nicht!

Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.

Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.


Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm

Synonyme:
Plectropoma oligacanthus
Plectropoma variegatum
Plectropomus oligocanthus (misspelling)

Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopteri (Class) > Perciformes (Order) > Percoidei (Suborder) > Serranidae (Family) > Epinephelinae (Subfamily) > Plectropomus (Genus) > Plectropomus oligacanthus (Species)

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Allgemein

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