Haltungsinformationen
Merkmale Leptoseris mycetoseroides: Die Kolonien bilden krustenförmige oder lamellenartige Platten, die häufig einen Durchmesser von über einem Meter erreichen. Die Platten weisen kleine, unregelmäßige Falten auf der Oberfläche auf. Die Koralliten sind zwischen den Falten dicht gedrängt, außer an der Peripherie, wo sie in Reihen parallel zum Rand angeordnet sind. Sie sind nach außen geneigt. Die Septokostae sind fein und gleichmäßig.
Farbe: Gefleckt braun und grün, im Schatten meist dunkler.
Ähnliche Arten: Leptoseris foliosa, die sich durch ihre glatte Oberfläche und die abgerundeten Korallitenöffnungen auszeichnet. Siehe auch Leptoseris yabei und Pavona varians.
Lebensraum: Vor Wellen geschützte Riffhänge, insbesondere steil abfallende oder senkrechte Wände.
Taxonomischer Hinweis: Ein Artenkomplex.
Leptoseris-Arten sind an sich nicht schwer zu pflegen, sie brauchen dennoch, wie ihre kleinpolypigen "Kollegen" auch sauberes Wasser mit geringen Nährstoffkonzentrationen. Natürlich auch Licht, wobei diese auch mit weniger auskommen können, als SPS-Korallen.
Man kann sie durchaus am Boden oder Bodennähe etablieren. Strömung sollte immer ausreichend im Becken sein, zumindest so viel, dass sich keine Ablagerungen auf Korallen bilden können. LPS-Korallen nehmen auch Schwebstoffe und Plankton auf, müssen aber nicht zwingend gefüttert werden.
Den Hauptnahrungsbedarf decken sie über ihre Zooxanthellen einzellige Algen, die Fotosynthese betreiben und symbiotisch in Korallen, Schwämmen und Hohltieren leben und sie mit Energie in Form von Zucker versorgen = Endosymbionten. Die symbiontischen einzelligen Algen gehören zu den Dinoflagellaten und beFinden sich auch in Foraminiferen, Radiolarien, Ciliaten, Schwämmen, Cnidariern, Tunicaten und Mollusken und Pflanzen.
Synonyme:
Agaricia minikoiensis (Gardiner, 1905) · unaccepted > misapplication
Pavona minikoiensis (Gardiner, 1905) · unaccepted > misapplication


Raphaël Forns, Kanada