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Sphyraena qenie Dunkelflossen- oder Querstreifen-Barrakuda

Sphyraena qenie wird umgangssprachlich oft als Dunkelflossen- oder Querstreifen-Barrakuda bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nicht für Heimaquarien geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
4116 
AphiaID:
212049 
Wissenschaftlich:
Sphyraena qenie 
Umgangssprachlich:
Dunkelflossen- oder Querstreifen-Barrakuda 
Englisch:
Blackfin Barracuda 
Kategorie:
Barrakudas 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Sphyraenidae (Familie) > Sphyraena (Gattung) > qenie (Art) 
Erstbestimmung:
Klunzinger, 1870 
Vorkommen:
Afrika, Ägypten, Amerikanisch-Samoa, Andamanensee, Australien, Bahrain, Fidschi, Französisch-Polynesien, Gambierinseln, Gesellschaftsinseln (Society Islands), Golf von Kalifornien / Baja California, Golf von Oman / Oman, Great Barrier Riff, Guam, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Indopazifik, Japan, Kambodscha, Katar, Kleine Sundainseln, Kuwait, Madagaskar, Malaysia, Malediven, Marquesas-Inseln, Marshallinseln, Maumere, Mexiko (Ostpazifik), Mikronesien, Molukken, Moorea, Neukaledonien, Ogasawara-Inseln, Ost-Afrika, Ost-Pazifik, Palau, Panama, Papua, Papua-Neuguinea, Philippinen, Queensland (Australien), Raja Ampat, Rapa, Rotes Meer, Ryūkyū-Inseln, Samoa, Saudi-Arabien, Seychellen, Somalia, Süd-Afrika, Sudan, Sumatra, Thailand, Timor-Leste, Tonga, Tuamotu-Archipel, Tuvalu, Vereinigte Arabische Emirate, Wallis und Futuna, West-Australien 
Meerestiefe:
1 - 100 Meter 
Größe:
80 cm - 170 cm 
Temperatur:
22°C - 28°C 
Futter:
Kleine Fische 
Schwierigkeitsgrad:
Nicht für Heimaquarien geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-03-25 10:14:43 

Haltungsinformationen

Klunzinger, 1870

Sphyraena genie, auch Schwarzfloßen-Barracuda genannt, ist im gesamten tropischen Ostpazifik bis zur südlichen Baja Californiazu finden, und wird wie folgt beschrieben.

Blau-grauer Körper,unten eher silbrig mit 18-22 schrägen, dunklen Streifen auf dem Rücken, die weit unterhalb der Seitenlinie enden. Kontrastierende Rückenwirbel, ein gegabelter Schwanz, mit zentralen Lappen.
Schwanz- und Afterflosse schwärzlich, die 2 letzten Strahlen der analen eher blass.

Barrakudas sind riffgebundene, schnelle Raubfische aus der Ordnung der Barschartigen und können ein Gewicht von über 7 Kilo erreichen.
Mit einer Größe von 170 cm können sie selbst für den Menschen gefährlich werden!
Es versteht sich von selbst, dass dies kein Tier für ein Heimaquarium ist.
Junge Barrakudas leben in großen Schwärmen, erwachsene Tiere sind ehr Einzelgänger.

Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.

Die Ursache liegt bei bestimmten Einzellern (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und ansonsten gut verträglichen Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:

Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.

Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.

Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.

Achtung: Ein Gegengift existiert nicht!

Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.

Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.


Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm

Synonyme:
Sphyraena genie Klunzinger, 1870
Sphyraena nigripinnis Temminck & Schlegel, 1843
Sphyraena tessera Smith, 1956

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopterygii (Class) > Perciformes (Order) > Sphyraenidae (Family) > Sphyraena (Genus) > Sphyraena qenie (Species)

Bilder

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Allgemein

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