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Cribrinopsis japonica Tiefgseeanemone

Cribrinopsis japonica wird umgangssprachlich oft als Tiefgseeanemone bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nicht für Heimaquarien geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber ResearchGate

Creative Commons Attribution 4.0 International

Cribrinopsis japonica und die Tiefseegarnele im Labor. Das Foto wurde durch den Cut-Off-Filter unter Leuchtstofflampe und blauem LED-Licht aufgenommen. Pfeile zeigen die Garnelen an.
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers ResearchGate

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
12704 
AphiaID:
1048767 
Wissenschaftlich:
Cribrinopsis japonica 
Umgangssprachlich:
Tiefgseeanemone 
Englisch:
Sea Anemone 
Kategorie:
Anemonen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Actiniaria (Ordnung) > Actiniidae (Familie) > Cribrinopsis (Gattung) > japonica (Art) 
Erstbestimmung:
Tsutsui, Hatada & Tsuruwaka, 2014 
Vorkommen:
Japan 
Meerestiefe:
600 - 800 Meter 
Größe:
bis zu 6cm 
Temperatur:
1°C - 4°C 
Futter:
Azooxanthellat, Krill (Euphausiidae), Meeresschnee, Mysis (Schwebegarnelen), Ruderfußkrebse (Copepoden), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Nicht für Heimaquarien geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-02-21 15:07:00 

Haltungsinformationen

In der Toyama-Bucht, Japan, wurden von den einheimischen Fischern häufig rosafarbene Anemonen gefangen, diese wurden aber erst 2019 als Cribrinopsis japonica erstbeschrieben.
In der Toyama-Bucht wurden ähnlich aussehenden Anemonen zuvor von Uchida & Soyama (2001) als die nordöstlichen Pazifik-Spezies Cribrinopsis fernaldi (Siebert und Spaulding, 1976),
aber die Anzahl und Anordnung der Tentakel der Exemplare unterschied sich deutlich von der ursprünglichen Beschreibung von C. fernaldi durch Siebert & Spaulding (1976) dokumentiert.

Weitere Untersuchungen der Exemplare bestätigten, dass die Anemone tatsächlich zur Gattung Cribrinopsis gehörte, aber sie unterschied sich von allen anderen beschriebenen Arten der Gattung. Sie wird hier als die neue Art Cribrinopsis japonica beschrieben.

Haltungsbericht der erstbeschreibenden Wissenschaftler:
Lebende Exemplare Acht lebende Exemplare wurden in mit künstlichem Meerwasser gefüllte Aquarien gesetzt, zusammen mit mehreren Garnelen (Hippolytidae), die ebenfalls in den Fallen gefangen wurden. Die Aquarien wurden belüftet und in eine Niedrigtemperaturkammer gestellt, um die Wassertemperatur auf 1,5 - 3,0°C zu halten. Einmal wöchentlich wurden die Anemonen einzeln mit getrocknetem Krill (Tetra Krill-E) von Hand mit einer Pinzette gefüttert. Die Krill, die von den Anemonen nicht gegriffen oder verbraucht wurden, wurden sofort entfernt, um die Wasserqualität zu erhalten. Etwa ein Drittel des Wassers wurde einmal wöchentlich durch frisches künstliches Meerwasser ersetzt. Die Garnelen wurden nicht gefüttert.

Bemerkungen. Die Proben waren im Laboratorium leicht zu pflegen. Das Meerwasser im Aquarium wurde zweimal oder öfter pro Woche ausgetauscht, um die Anemonen expandiert und gesund zu halten. Wenn das Meerwasser länger als eine Woche nicht ausgetauscht wurde, zogen sich die Anemonen zusammen oder dehnten den Rachen aus. Getrockneter Krill, der auf die Tentakel gesetzt wurde, wurde eingeschlossen und sofort verzehrt. Bei lebenden Garnelen, die in 800 m Tiefe gefangen wurden, zeigten sie jedoch keine Reaktion und es wurde nie beobachtet, dass sie sich von ihnen ernähren, obwohl die Garnelen häufig an der Säule der Anemone und manchmal an den Tentakeln beobachtet wurden.

Interessant ist zudem, dass die Anemone unter einer Leuchtstofflampe undt blauem LED-Licht stark flourisziert, was aufein bestimmtes protein zurückzuführen ist.
Verhaltensbeobachtungen zeigten, dass ein blaues Licht die Fluoreszenz in den Tentakeln anregte .
Die aktuelle Studie stellt ein Beispiel für die Fluoreszenz in einem Tiefsee-Nesseltier dar und zeigt, dass fluoreszierende Proteine unabhängig von der Anwesenheit oder Abwesenheit von starkem Sonnenlicht eine wichtige Rolle spielen könnten, z.B. zum Anlocken von Zooplankton.

Etymologie. Der Artname "japonica", steht für das Vorkommensgebiet der Anemone, dem Japanischen Meer.

Ähnliche Art: Cribrinopsis fernaldi (Siebert und Spaulding, 1976),

Literaturfundstellen.
Plankton Benthos Res 9(4): 197–202, 2014
A new species of sea anemone (Anthozoa: Actiniaria) from the Sea of Japan: Cribrinopsis japonica sp. nov.
Autoren: TSUTSUI,HATADA & TSURUWAKA
Received 10 January 2014; Accepted 29 August 2014
https://pdfs.semanticscholar.org/aa4b/9305c85f4d17bc655aaf25080ed481f59363.pdf

A novel fluorescent protein from the deep-sea anemone Cribrinopsis japonica (Anthozoa: Actiniaria).
Scientific Reports. 6. 23493. 10.1038/srep23493.
Autoren: Tsutsui, Kenta & Shimada, Eriko & Ogawa, Tomohisa & Tsuruwaka, Yusuke. (2016).

Bilder

Allgemein


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