Haltungsinformationen
Limaria fragilis (Gmelin, 1791)
Limaria fragilis die Zerbrechliche Feilenmuschel, ist eine Muschelart aus der Familie der Limidae. Sie kommt in flachen Gewässern des Indischen und Pazifischen Ozeans vor und ist der Lage sich schwimmend fortzubewegen,
Die Zerbrechliche Feilenmuschel besitzt klappbare, dünne, asymmetrische weiße Schalen und einen rot-orange Mantel mit langen, spitz zulaufenden, rot-orange oder rot-creme gebänderten Tentakeln am Rand. Am Rand des Mantels befindet sich außerdem eine Reihe winziger Augenflecken, die Licht und Schatten erkennen und das Tier vor der Annäherung eines Raubtiers warnen können.
Ein Paper aus dem Jahr 2025 (im Artikel hier verlinkt) über den ersten Nachweise von Limaria fragilis aus Pakistan, beschreibt die Feilenmuschel wie folgt (übersetzt aus dem Englischen): "...Lebende Exemplare sind weißlich-braun. Die Tentakel sind leuchtend orange und fadenförmig. Sie weisen Segmentierungen auf – ringförmige Abschnitte unterschiedlicher Länge; an der Basis sind sie dick. Zarte, aufgeblähte und dünne Schale, etwas länglich oder oval; am Außenrand einer Seite ist eine leicht dreieckige Form ausgebildet. Die Klappen sind dünn, zerbrechlich und gleichgestaltig (äquivalv); im Umriss oval und zum Wirbel (Umbo) hin verjüngt. Die Innenränder sind glatt und weisen keinerlei Zähnelung auf. Zwischen den Klappen bildet sich ein elliptischer Spalt am Rücken (dorsal); dieser ist bauchseitig (ventral) schmaler und erstreckt sich am hinteren Ende lang und durchgehend. Das Innere ist perlmuttartig. Radial gerippt mit 45–50 kräftigen konzentrischen Rippen, die von einem spitzen Wirbel ausgehen. Die Rippen werden von kräftigen Zuwachslinien gekreuzt. Die Schale weist am Schloss eine dreieckige Grube auf, an der das Ligament befestigt ist. "
Die Feilenmuschel ist ein protandrischer Hermaphrodit. Jungtiere beginnen ihr Leben als Männchen und wechseln mit zunehmendem Alter ihr Geschlecht zu Weibchen. Feilenmuscheln können biolumineszente Lichtblitze aussenden, deren Ursache unklar ist.
Die Fähigkeit zu schwimmen hat sich nur bei wenigen Ordnungen der Muscheln (Bivalvia) entwickelt, darunter Feilenmuscheln (Familie Limidae) und Kammmuscheln (Pectinidae). Die Schwimmenergetik sowohl von Feilenmuscheln als auch von Kammmuscheln ist gut erforscht. *Limaria fragilis* (Gmelin) ist in der Lage, über längere Zeiträume (15 Minuten oder länger) zu schwimmen. Dies geschieht durch Öffnen und Schließen der Klappen und Ausstoßen von Wasser in einem Strahl von beiden Seiten des Scharniers – eine Art Düsenantrieb.
Im Aquarium huscht das Tier umher und stößt dabei gegen andere Objekte. Beim Schwimmen benutzt es seine Manteltentakel wie Ruder. Manchmal wirft es die längsten Tentakel ab und kann auch ohne sie effektiv schwimmen, wodurch die Häufigkeit des Klappenschlagens erhöht wird, um die Geschwindigkeit aufrechtzuerhalten. Die abgetrennten Tentakel sondern eine giftige Substanz ab und winden sich nach dem Abtrennen weiter, was Angreifer ablenken kann.
Diese Muscheln fressen vor allem eher Phytoplankton - nicht unbedingt Zooplankton. Andre Luty führte dazu an: Im Aquarium kann man mit Austerneiern oder Lobstereiern immer mal etwas mehr Energie (Fette) zuführen.
Besonderheiten:
Die Muschel ist in der Lage, in ruckartigen Bewegungen eigenständig zu schwimmen und sucht sich dabei gelegentlich Standorte hinter den lebenden Steinen aus.
Hier kann eine regelmäßige, kontrollierte Nahrungsaufnahme nicht gewährleistet werden!
In Fischbecken werden die Muscheln beim geringsten Anzeichen einer Krankheit von den Fischen angegriffen und gefressen.
Das Muschelfleisch wird von vielen Fischen geschätzt.
Haltung ganz sicher nicht annähernd einfach, da gerade das richtige Futter wichtig ist!Sollte nur von erfahrenen Aquarianer gekauft werden, die auch wissen, wie man sie füttern muss.
Phosphatreduzierung mit Lanthan
Durch die Verwendung von Lanthan kann es vereinzelt zu Problemen bzw. Verlusten kommen. Wenn die Möglichkeit besteht, dann die Muschel aus dem Becken entfernen für den Behandlungszeitraum. Ist dies nicht möglich, dann muss eine optimale Lanthandosierung erfolgen, damit kein Lanthan im Beckenwasser nachweisbar ist.
Die optimale Lanthandosierung wird erreicht, wenn nur so viel dosiert wird, wie Phosphat im Abschäumer zur Verfügung steht und die Zugabe erfolgt über den Abschäumertopf direkt auf den Schaum. Es ist eine passende Dosierung von verdünntem Lanthan zu erstellen.
Synonyme:
Lima fragilis (Gmelin, 1791)
Lima tenuis (H. Adams, 1871)
Ostrea fragilis Gmelin, 1791
Radula tenuis H. Adams, 1871
Limaria fragilis die Zerbrechliche Feilenmuschel, ist eine Muschelart aus der Familie der Limidae. Sie kommt in flachen Gewässern des Indischen und Pazifischen Ozeans vor und ist der Lage sich schwimmend fortzubewegen,
Die Zerbrechliche Feilenmuschel besitzt klappbare, dünne, asymmetrische weiße Schalen und einen rot-orange Mantel mit langen, spitz zulaufenden, rot-orange oder rot-creme gebänderten Tentakeln am Rand. Am Rand des Mantels befindet sich außerdem eine Reihe winziger Augenflecken, die Licht und Schatten erkennen und das Tier vor der Annäherung eines Raubtiers warnen können.
Ein Paper aus dem Jahr 2025 (im Artikel hier verlinkt) über den ersten Nachweise von Limaria fragilis aus Pakistan, beschreibt die Feilenmuschel wie folgt (übersetzt aus dem Englischen): "...Lebende Exemplare sind weißlich-braun. Die Tentakel sind leuchtend orange und fadenförmig. Sie weisen Segmentierungen auf – ringförmige Abschnitte unterschiedlicher Länge; an der Basis sind sie dick. Zarte, aufgeblähte und dünne Schale, etwas länglich oder oval; am Außenrand einer Seite ist eine leicht dreieckige Form ausgebildet. Die Klappen sind dünn, zerbrechlich und gleichgestaltig (äquivalv); im Umriss oval und zum Wirbel (Umbo) hin verjüngt. Die Innenränder sind glatt und weisen keinerlei Zähnelung auf. Zwischen den Klappen bildet sich ein elliptischer Spalt am Rücken (dorsal); dieser ist bauchseitig (ventral) schmaler und erstreckt sich am hinteren Ende lang und durchgehend. Das Innere ist perlmuttartig. Radial gerippt mit 45–50 kräftigen konzentrischen Rippen, die von einem spitzen Wirbel ausgehen. Die Rippen werden von kräftigen Zuwachslinien gekreuzt. Die Schale weist am Schloss eine dreieckige Grube auf, an der das Ligament befestigt ist. "
Die Feilenmuschel ist ein protandrischer Hermaphrodit. Jungtiere beginnen ihr Leben als Männchen und wechseln mit zunehmendem Alter ihr Geschlecht zu Weibchen. Feilenmuscheln können biolumineszente Lichtblitze aussenden, deren Ursache unklar ist.
Die Fähigkeit zu schwimmen hat sich nur bei wenigen Ordnungen der Muscheln (Bivalvia) entwickelt, darunter Feilenmuscheln (Familie Limidae) und Kammmuscheln (Pectinidae). Die Schwimmenergetik sowohl von Feilenmuscheln als auch von Kammmuscheln ist gut erforscht. *Limaria fragilis* (Gmelin) ist in der Lage, über längere Zeiträume (15 Minuten oder länger) zu schwimmen. Dies geschieht durch Öffnen und Schließen der Klappen und Ausstoßen von Wasser in einem Strahl von beiden Seiten des Scharniers – eine Art Düsenantrieb.
Im Aquarium huscht das Tier umher und stößt dabei gegen andere Objekte. Beim Schwimmen benutzt es seine Manteltentakel wie Ruder. Manchmal wirft es die längsten Tentakel ab und kann auch ohne sie effektiv schwimmen, wodurch die Häufigkeit des Klappenschlagens erhöht wird, um die Geschwindigkeit aufrechtzuerhalten. Die abgetrennten Tentakel sondern eine giftige Substanz ab und winden sich nach dem Abtrennen weiter, was Angreifer ablenken kann.
Diese Muscheln fressen vor allem eher Phytoplankton - nicht unbedingt Zooplankton. Andre Luty führte dazu an: Im Aquarium kann man mit Austerneiern oder Lobstereiern immer mal etwas mehr Energie (Fette) zuführen.
Besonderheiten:
Die Muschel ist in der Lage, in ruckartigen Bewegungen eigenständig zu schwimmen und sucht sich dabei gelegentlich Standorte hinter den lebenden Steinen aus.
Hier kann eine regelmäßige, kontrollierte Nahrungsaufnahme nicht gewährleistet werden!
In Fischbecken werden die Muscheln beim geringsten Anzeichen einer Krankheit von den Fischen angegriffen und gefressen.
Das Muschelfleisch wird von vielen Fischen geschätzt.
Haltung ganz sicher nicht annähernd einfach, da gerade das richtige Futter wichtig ist!Sollte nur von erfahrenen Aquarianer gekauft werden, die auch wissen, wie man sie füttern muss.
Phosphatreduzierung mit Lanthan
Durch die Verwendung von Lanthan kann es vereinzelt zu Problemen bzw. Verlusten kommen. Wenn die Möglichkeit besteht, dann die Muschel aus dem Becken entfernen für den Behandlungszeitraum. Ist dies nicht möglich, dann muss eine optimale Lanthandosierung erfolgen, damit kein Lanthan im Beckenwasser nachweisbar ist.
Die optimale Lanthandosierung wird erreicht, wenn nur so viel dosiert wird, wie Phosphat im Abschäumer zur Verfügung steht und die Zugabe erfolgt über den Abschäumertopf direkt auf den Schaum. Es ist eine passende Dosierung von verdünntem Lanthan zu erstellen.
Synonyme:
Lima fragilis (Gmelin, 1791)
Lima tenuis (H. Adams, 1871)
Ostrea fragilis Gmelin, 1791
Radula tenuis H. Adams, 1871






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