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Montipora verrucosa Kleinpolypige Steinkoralle

Montipora verrucosa wird umgangssprachlich oft als Kleinpolypige Steinkoralle bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Es wird ein Aquarium von mindestens 200 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


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Eingestellt von robertbaur.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
588 
AphiaID:
207146 
Wissenschaftlich:
Montipora verrucosa 
Umgangssprachlich:
Kleinpolypige Steinkoralle 
Englisch:
Pore Coral 
Kategorie:
Steinkorallen SPS 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Scleractinia (Ordnung) > Acroporidae (Familie) > Montipora (Gattung) > verrucosa (Art) 
Erstbestimmung:
(Lamarck, ), 1816 
Vorkommen:
Ägypten, Amerikanisch-Samoa, Andamanen und Nikobaren, Arabisches Meer , Australien, Bahrain, Banggai-Inseln, Brunei Darussalam, Cargados-Carajos-Inseln, Chagos-Archipel (Britisches Territorium im Indischen Ozean), Chile, Cookinseln, Djibouti, Eritrea, Fidschi, Französisch-Polynesien, Gesellschaftsinseln (Society Islands), Golf von Aden, Golf von Oman / Oman, Great Barrier Riff, Guam, Hawaii, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Indopazifik, Irak, Iran, Israel, Japan, Jemen, Johnston-Atoll, Jordanien, Kambodscha, Katar, Kenia, Kiribati, Komoren, Kuwait, La Réunion, Madagaskar, Malaysia, Malediven, Marshallinseln, Mauritius, Mayotte, Mikronesien, Mosambik, Myanmar (ehem. Birma), Nauru, Neukaledonien, Niue, Nördliche Mariannen, Ogasawara-Inseln, Okinawa, Pakistan, Palau, Papua-Neuguinea, Philippinen, Pitcairn Gruppe, Rodrigues, Rotes Meer, Ryūkyū-Inseln, Salomon-Inseln, Salomonen, Samoa, Saudi-Arabien, Seychellen, Singapur, Somalia, Sri Lanka, Süd-Afrika, Sudan, Tahiti, Taiwan, Tansania, Thailand, Timor-Leste, Togian-Inseln, Tokelau, Tonga, Tuamotu-Archipel, Tuvalu, United States Minor Outlying Islands, Vanuatu, Vereinigte Arabische Emirate, Vietnam, Wake-Atoll, Wallis und Futuna, Westlicher Indischer Ozean 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
1 - 30 Meter 
Habitate:
Lagunen, Meerwasser, Riffhänge 
Größe:
bis zu 25cm 
Temperatur:
24°C - 29°C 
Futter:
Plankton (pflanzliche und tierische Mikroorganismen), Zooxanthellen / Licht 
Aquarium:
~ 200 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Einfache Nachzucht möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Anhang II (kommerzieller Handel nach einer Unbedenklichkeitsprüfung des Ausfuhrstaates möglich) 
Rote Liste:
VU Gefährdet 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-04-08 19:53:54 

Nachzuchten

Montipora verrucosa lässt sich gut züchten. Im Handel sind Nachzuchten verfügbar. Wenn Sie Interesse an Montipora verrucosa haben, fragen Sie bitte Ihren Händler nach einem Nachzuchtier anstelle eines Wildfangs. Sie helfen so die natürlichen Bestände zu schützen.

Haltungsinformationen

Montipora verrucosa Lamarck, 1816

Merkmale Montipora verrucosa: Die Kolonien sind krustenförmig, submassiv, säulenförmig oder schichtförmig. Die Oberfläche ist gleichmäßig mit großen, abgerundeten Warzen bedeckt. Die Koralliten sind zwischen den Warzen eingebettet.

Farbe: Blau oder braun, einfarbig oder gefleckt. Leuchtend blaue (die auf Fotos violett erscheinen können) oder grüne Tentakel werden tagsüber manchmal ausgestreckt.

Ähnliche Arten: Montipora danae, die kleinere, unregelmäßigere Warzen und kleinere Koralliten aufweist. Siehe auch Montipora palawanensis mit breiteren, niedrigen Warzen und Montipora verruculosus mit kleineren Koralliten und an den Kolonierändern angeordneten Warzen.

Lebensraum: Obere Riffhänge und Lagunen.

Korallen der Gattung Montipora:
Steinkorallen sind riffbildende, in den Weltmeeren lebende wirbellose, sessile und koloniebildende Nesseltiere, die ein Kalkskelett ausbilden. Sie leben über ihre Zooxanthellen hauptsächlich von Licht, sind aber auch in der Lage, mit ihren Polypen Plankton zu fangen.Sie entziehen dem Meerwasser Calcium und in geringerem Maße auch andere Elemente, und produzieren so mehrere Gramm Kalk am Tag, wodurch sie auch im großen Ausmaß die heute bekannten Korallenriffe bildeten.

Die Arten der Gattung Montipora sind, ebenso wie Acropora-Korallen, ebenfalls häufig sehr farbenfreudig und ihre längerfristige, erfolgreiche Haltung gilt seit vielen Jahren als hohe Kunst. Schon seit Ende der 1980er Jahre werden sie in Aquarien gehalten und im Laufe der 1990er Jahren dann sogar vielfach gezüchtet. Die Haltung und asexuelle Vermehrung über Ableger wurde sehr schnell beliebt, weshalb heute neben kommerziellen Züchtern auch private Aquarianer Korallenableger anbieten.

Die Zucht bei Steinkorallen ist denkbar einfach, da sie letztlich nur fragmentiert werden müssen. Man bricht ein Stück der Mutterkoralle ab und der so gewonnene Ableger wächst (meist auf ein Stück Lebendgestein geklebt), ähnlich wie bei den Pflanzen, unter guten Bedingungen, zu einer eigenen Koralle heran.

Steinkorallen unterscheidet man in Hobbykreisen anhand der Größe ihrer Polypen grob gesehen in Small Polyp Scleractinians (kleinpolypige oder SPS-Korallen) und in
Large Polyp Scleractinians (großpolypige oder LPS-Steinkorallen.

Nicht alle SPS-Korallen sind in ihren Haltungserfordernissen gleich, auch hier gibt es Arten die weniger empfindlich sind als andere.Vorausschicken möchten wir dieser Stelle schon; dass es etliche Montipora-Arten gibt, die einfacher in der Haltung sind als Acropora Steinkorallen.Aber man darf sich nicht täuschen lassen. Es gibt ebenfalls genug Korallen, die mindestens die gleichen Anforderungen an die Wasserqualität stellen, wie die Korallen der Gattung Acropora.

Allgemeines:
Taxonomen gehen heute von 18 Steinkorallenfamilien mit insgesamt über 100 Gattungen aus. Die beiden Gattungen Montipora (über 70 Arten - Veron 2000) und Acropora (über 180 Arten - Veron 2000) gehören dabei zu den arten- und zahlreichsten.

Die Pflege von kleinpolypigen Steinkorallen war und ist aufgrund der Anforderungen der Korallen an Wasserqualität und Beleuchtung in der Regel weit aufwendiger, als die der meisten LPS-Korallen und der zooxanthellaten Weichkorallen.
Daher kam auch erst mit den Möglichkeiten der Abschäumung und dem Einsatz von Lebendgestein eine bessere Wasserqualität zustande, sowie durch eine bessere Beleuchtung und eine bessere Calciumversorgung die dauerhafte Haltung und Vermehrung auf.
Seit die Haltung von SPS-Korallen für viele zum erreichbaren Ziel wurde, stehen zooxanthellate Weichkorallen kaum mehr im Hauptfokus der meisten Aquarianer.

Die Identifizierung von kleinpolypigen und großpolypigen Steinkorallen ist nicht immer einfach, trotz wirklich guter Werke, wie den Buch von Veron, Corals of the World, oder der AIMS Seiten – vor allem, da eine eindeutige Identifikation eigentlich anhand des Kalkskelettes vorzunehmen wäre.

Man darf auch nicht vergessen, dass viele Tiere im Aquarium nicht mehr so aussehen, wie in der Natur, und ihr Erscheinungsbild durch Strömung, Licht sowie andere Einflüsse ändern.

Zu den wichtigen Parametern:
Licht:
Alle kleinpolypigen Steinkorallen aus der Gattung Montipora benötigen eine sehr hohe Lichtstärke.
Sie sollten daher bei durchschnittlicher Beleuchtung eher oben im Becken angesiedelt werden.

Wärme/Kälte:
Korallen der Gattung Montipora vertragen längerfristig weder Wassertemperaturen unter 20 Grad noch über 30 Grad.
Beide Fälle werden sie mit Ausbleichen quittieren.

Strömung:
Sie vertragen eine durchaus gute Strömung, wobei der Pumpenauslass niemals direkt auf eine Koralle gerichtet sein sollte.
Am besten sind wechselnde, eher turbulente Strömungsverhältnisse geeignet.

Wasserparameter:
Spurenelemente, (Calcium 420-440 mg/L, Magnesium 1100-1300 mg/L, KH unter 8, Strontium 8 mg/L). Wasserwechsel: mind. 5% die Woche oder 10% im Monat.

Wasserqualität:
Möglichst dauerhaft stabiles und klares Wasser, gegebenenfalls rät sich eine Kohlefilterung oder Ozonisierung zur Beseitigung von Gelbstoffen an.
Der Eimervergleich (weiße, gleich große Behältnisse, in einem Eimer frisch angesetztes Wasser, im anderen Eimer Aquarienwasser) zeigt Ihnen schnell, ob Ihr Wasser im Aquarium so klar ist, wie frisches Wasser.
Acropora Steinkorallen mögen nicht in einer gelben Brühe stehen.

Nitrat NO3:
weniger als 5 mg/L.

Phosphat PO4:
weniger als 0,1 mg/L besser sogar im Bereich von 0,01 mg/L.

Während großpolypige Steinkorallen auch mit höheren Nährstoffwerten meist noch zurechtkommen, zeigen bestimmte Montipora-Korallen bisweilen auch einen Farbverlust, bzw. das Wachstum der Tiere wird teilweise gestört.
Korallen die ehemals bunt waren, schlagen dann schnell in ein oft unansehnliches braun um.
Schuld daran ist das höhere Angebot an Nährstoffen.
Je mehr Nährstoffe, desto mehr Zooxanthellen bilden sich, und desto dunkler wird das Tier werden.
Besteht langfristig ein Überangebot oder Ungleichgewicht an Nährstoffen, so kann es zu Gewebsauflösungen kommen.
Das betrifft nun nicht alle Montiporas, da es durchaus einige gibt, die man als Anfängerkoralle bezeichnet, da sie auch mit höheren Nitratwerten noch zurechtkommen.

Zu guter Letzt:
Vergessen wir nicht den Aspekt des Tier– und Umweltschutzes, den alle Korallenzüchter mittlerweile leisten.
Je mehr Ableger, desto weniger Entnahmen in der Natur.
Glücklicherweise hat sich da letzten in den Jahren viel getan.
So werden heute bevorzugt Korallen aus Aquakultur angeboten und als Nachzuchttiere verkauft.

Synonyme:
Agaricia papillosa Lamarck, 1816 · unaccepted > junior subjective synonym
Manopora papillosa (Lamarck, 1816) · unaccepted > junior subjective synonym
Manopora planiuscula Dana, 1846 · unaccepted > junior subjective synonym
Manopora verrucosa (Lamarck, 1816) · unaccepted > superseded combination
Montipora ambigua Bernard, 1897 · unaccepted > junior subjective synonym
Montipora papillosa (Lamarck, 1816) · unaccepted > junior subjective synonym
Montipora planiuscula (Dana, 1846) · unaccepted > junior subjective synonym
Montipora verrucosa var. angulosa Klunzinger, 1879 · unaccepted > junior subjective synonym
Montipora verrucosa var. compacta Ortmann, 1892 · unaccepted > junior subjective synonym
Porites verrucosa Lamarck, 1816 · unaccepted > superseded combination (basionym)

Direct children (2):
Variety Montipora verrucosa var. angulosa Klunzinger, 1879 accepted as Montipora verrucosa (Lamarck, 1816) (unaccepted > junior subjective synonym)
Variety Montipora verrucosa var. compacta Ortmann, 1892 accepted as Montipora verrucosa (Lamarck, 1816) (unaccepted > junior subjective synonym)

Weiterführende Links

  1. Corals of the World (en). Abgerufen am 06.10.2023.

Bilder

Allgemein


Erfahrungsaustausch

am 07.04.11#2
Die Ähnlichkeit zur Danae finde ich persönlich nicht gegeben, vorausgesetzt man hat eine echte Danae, denn da gibt es einiges an Kuddelmuddel und Verwechslungen 8)

Diese Verrucosa wächst wirklich sehr langsam im Vergleich zu anderen flachwachsenden Montis. Ansonsten sehr robust und sehr schön.
am 23.12.07#1
Ich pflege auch solch eine Koralle. Ich finde Sie sieht sehr ähnlich aus wie die danae oder ist Sie sogar. Wenn genügend Licht vorhanden ist und das Wasser Nährstoffarm, zeigen sich die mint farbenen Polypen sehr schön. Die Platzierung ist ca. 15 cm unter der Wasseroberfläche mit einer indirekten mittleren Strömung. Das Wachstum ist langsam ca. 0.5cm 1-2 Monate.
2 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
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