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Syngnathus rostellatus Kleine Seenadel

Syngnathus rostellatus wird umgangssprachlich oft als Kleine Seenadel bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nur für erfahrene Halter geeignet. Es wird ein Aquarium von mindestens 250 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Schnubbel

Syngnathus rostellatus




Eingestellt von Schnubbel.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
6519 
AphiaID:
127389 
Wissenschaftlich:
Syngnathus rostellatus 
Umgangssprachlich:
Kleine Seenadel 
Englisch:
Nilsson's Pipefish 
Kategorie:
Seenadeln 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Syngnathiformes (Ordnung) > Syngnathidae (Familie) > Syngnathus (Gattung) > rostellatus (Art) 
Erstbestimmung:
Nilsson, 1855 
Vorkommen:
Belgien, Biskaya, Britische Inseln, Dänemark, Europäische Gewässer, Frankreich, Irland, Isle of Man, Mittelmeer, Niederlande, Nord-Atlantik, Nordsee, Norwegen, Ostsee, Portugal, Schweden, Skandinavien, Spanien 
Meerestiefe:
0 - 15 Meter 
Größe:
17 cm - 20 cm 
Temperatur:
°C - 23°C 
Futter:
Artemia-Nauplien, Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Cyclops (Ruderfußkrebse), Fischlarven, Fischbrut, Invertebraten (Wirbellose), Krill (Euphausiidae), Mysis (Schwebegarnelen), Ruderfußkrebse (Copepoden), Salzwasserflöhe (Cladocera), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Aquarium:
~ 250 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Nur für erfahrene Halter geeignet 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-11-04 21:39:01 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Syngnathus rostellatus sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Syngnathus rostellatus interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Syngnathus rostellatus bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

Nilsson, 1855

Die Kleine Seenadel ist von Skandinavien in Nordeuropa über die Britischen Inseln, den Golf von Biskaya, Portugal und Spanien bis ins Mittelmeer beheimatet, wobei die Tiere in das Mittelmeer wahrscheinlich eingeführt wurden.

In den eher kalten bis gemäßigten Meeren und in Ästuaren kommt die Kleine Seenadel über sandigen Böden in einem moderaten Tiefenbereich zwischen 2 bis 20 Metern vor, wobei Zonen mit Wasserpflanzen offensichtlich bevorzugt werden.

Die Brutpflege wird, wie bei ihren Verwandten, den Seepferdchen, vom Männchen in der Zeit von April bis August übernommen.

Die Farbe der Seenadel ist bräunlich mit einer helleren Unterseite, der Körper ist in Körperringe unterteilt, 13-17 anale Ringe und 37 bis 42 weitere Körperringe. Kopf und den Rumpf ziert ein silberfarbiger Glanz.

Ähnliche Art: Sygnatus acus, wobei die Kleine Seenadel eine deutlich kleinere Schnauze hat.

Synonym: Syngnathus dumerilii Duméril, 1870

Futteraufnahme
Die Fische benötigen anfangs sehr lange für die Futteraufnahme, bevor das Futter aufgenommen wird, erfolgt eine genaue Begutachtung. Nach der Eingewöhnung wird das angebotene Frostfutter ohne Probleme gefressen. Zu beachten gilt, das Wildfänge sich anders verhalten bei der Futteraufnahme als Nachzuchten. Bei den Nachzuchten spielt auch die Größe des gekauften Fisches eine Rolle für das passende Futter.

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.

Weiterführende Links

  1. FishBase (multi). Abgerufen am 07.08.2020.
  2. Homepage Anne Frijsinger & Mat Vestjens (en). Abgerufen am 07.08.2020.
  3. Marine Species Identification Portal (en) (Archive.org). Abgerufen am 07.08.2020.
  4. MarLIN - The Marine Life Information Network (en). Abgerufen am 07.08.2020.
  5. World Register of Marine Species (WoRMS) (en). Abgerufen am 07.08.2020.

Bilder

Juvenil (Jugendkleid)


Laich

Syngnathus rostellatus
1

Allgemein


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