Haltungsinformationen
Millepora tenera ist eine Feuerkorallenart aus der Familie der Milleporidae. Sie ist im Roten Meer und im westlichen Indopazifik beheimatet und gehört zu den Zooxanthellaten mit einem Kalkskelett. Erstmals beschrieben wurde sie 1949 vom niederländischen Zoologen Hilbrand Boschma.
Millepora tenera ist im westlichen Indopazifik beheimatet. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Roten Meer und der Ostküste Afrikas bis nach Südostasien, Australien, Amerikanisch-Samoa und den Marianen. Sie kommt in Tiefen von maximal 15 Metern vor, oft in trüben Gewässern, wo sie eine gewisse Sedimentation toleriert.
Millepora tenera ist weit verbreitet und kommt in einem Großteil dieses Verbreitungsgebiets häufig vor. Sie ist anfällig für Korallenkrankheiten und besonders anfällig für Korallenbleiche. Unter ungünstigen Umweltbedingungen ist sie, wie andere Korallen auch, durch die Zerstörung ihres Korallenriff-Lebensraums bedroht. Sie ist jedoch eine eher pflanzenartige Art und gehört zu den ersten Arten, die beschädigte Riffe wiederbesiedeln, obwohl es über 8 Jahre dauern kann, bis sie die Geschlechtsreife erreicht.
Ihren Namen verdankt die Art den Nesselzellen, die in der Lage sind, die menschliche Haut zu schädigen und dann ein sehr schmerzhaftes Gift zu injizieren. Die Verletzungen sind infektiös und können sogar Narben hinterlassen.
Auch wenn der Name es anders vermuten lässt, Feuerkorallen sind keine Korallen, sondern gehören zu den Hydrozoen, einer Klasse der Nesseltiere, die aus drei Ordnungen, Hydroidea (Hydroiden), Siphonophora (Staatsquallen) und Trachylina (Unterklasse der Nesseltiere) bestehen.
Insgesamt gibt es über 2.700 Arten, die überwiegend im Meer leben.
Feuerkorallen gehören neben den bekannten Steinkorallen (Scleractinia) zu den Hauptriffbildnern unserer tropischen Korallenriffe!
Wie die riffbildenden Steinkorallen leben auch, so leben Feuerkorallen in Symbiose mit Zooxanthellen, die ihnen bis zu 75% der benötigten Energie liefern, den restlichen Anteil decken die Feuerkorallen durch den Fang und die energetische Verwertung von kleinem Zooplankton.
Achtung:
Badegäste, Schnorchler und auch Taucher sollten einen größeren Bogen um Feuerkorallen machen und diese Tiere auf gar keinen Fall berühren.
Das Nesselgift der Feuerkorallen ruft beim Menschen einen starken Juckreiz oder ein Brennen und sogar Bläschenbildung hervor.
Alle kennen das Brennen von Brennnesseln, ähnliche Hautreaktionen werden von den Nesselzellen der Feuerkorallen aufgelöst, im schlechtesten Fall kann sogar ein Kreislaufkollaps entstehen.
Ähnlich wie bei Kontakt mit Staatsquallen können die betroffenen Hautstellen mit 5%igem Essig benetzt werden, später kann eine juckreizlindernden und / oder antiallergischen Salbe auf die Haut aufgetragen werden.
Vor allem nach mehrmaligem Kontakt, sind allergische Reaktionen bis hin zum Kreislaufkollaps bekannt,
Keinesfalls sollen die betroffenen Hautstellen mit Süßwasser oder Alkohol abgewischt werden, da dadurch noch weitere Nesselzellen platzen und die Situation verschlechtern. Vielmehr spült man die Areale mit Meereswasser oder Essig ab.
Essig deaktiviert die Nesselzellen. Dadurch gelangt kein weiteres Gift in den Körper. Anschließend streicht man dann mit einem Spatel (auch Messerrücken oder EC-Karte) über den Körper, um verbliebene Tentakelrest zu entfernen. Danach sollte die Haut gekühlt und evtl. ein Antihistaminikum-Gel oder eine 2% ige Hydrocortisonsalbe aufgetragen werden. Tritt Schwitzen, Schwindel, Herzrasen auf, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Quellen:
http://www.medizinfo.de/reisemedizin/gifttiere/meeresbewohner.shtml
https://www.biologie-seite.de/Biologie/Feuerkorallen
Synonyme:
Millepora alcicornis f. tortuosa Dana, 1846 · unaccepted (synonymy)
Millepora cruzi Nemenzo, 1975 · unaccepted > junior subjective synonym (synonym)
Millepora tenella Ortmann, 1892 · unaccepted > junior homonym
Millepora tortuosa Dana, 1848 · unaccepted > junior homonym


KS

