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Clavelina oblonga Seescheide

Clavelina oblonga wird umgangssprachlich oft als Seescheide bezeichnet. Haltung im Aquarium: Für Aquarienhaltung nicht geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber João Pedro Silva, Portugal

Foto: Horta. Azoren


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers João Pedro Silva, Portugal

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
13801 
AphiaID:
103554 
Wissenschaftlich:
Clavelina oblonga 
Umgangssprachlich:
Seescheide 
Englisch:
Sea Squrit 
Kategorie:
Seescheiden 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Ascidiacea (Klasse) > Aplousobranchia (Ordnung) > Clavelinidae (Familie) > Clavelina (Gattung) > oblonga (Art) 
Erstbestimmung:
Herdman, 1880 
Vorkommen:
Amerikanische Jungferninseln, Aruba, Azoren, Balearen (Mittelmeer), Belize, Bermuda, Brasilien, Europäische Gewässer, Florida, Golf von Mexiko, Guadeloupe, Invasive Spezies, Italien, Jamaika, Karibik, Korsika, Mittelmeer, Ostküste USA, Puerto Rico, Spanien, Straße von Gibralta, Venezuela, West-Afrika, West-Atlantik 
Meerestiefe:
0,5 - 38 Meter 
Größe:
10 cm - 15 cm 
Gewicht :
2 kg 
Temperatur:
23,2°C - 28,2°C 
Futter:
Insekten, Nahrungsstrudler, Plankton (pflanzliche und tierische Mikroorganismen), Ruderfußkrebse (Copepoden), Suspensionsfresser, Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2021-04-17 17:17:40 

Haltungsinformationen

Die Seescheide Clavelina oblonga ist im Südosten der Vereinigten Staaten und in der Karibik beheimatet, dort ist sie ist derzeit von Bermuda bis Brasilien im westlichen Atlantik verbreitet.
Seit Jahrzehnten ist sie auch auf den Azoren, den Kapverden, im Senegal und in einigen Lagunen und Küstenteichen im westlichen Mittelmeerraum (Süditalien, Korsika, Okzitanien, Ebro-Delta) zu finden.
Die Ausbreitung dieser Muschel hängt wahrscheinlich mit dem Seeverkehr (Ballastwasser von Schiffen) und der Muschelzucht (Transport von Austernlaich) zusammen.

Clavelina oblonga bildet transparente Kolonien, mit ca. 2,0 cm langen Zooiden, die in Thorax und Abdomen unterteilt sind.
Die Siphons sind kurz und röhrenförmig mit flachen Rändern.
Clavelina oblonga ist eine angehängte koloniale Ascidie, die wie eine Ansammlung von durchscheinenden Glocken aussieht.
Die einzelnen Zoide sind 1 bis 3 cm lang und gruppieren sich in Büscheln, die oft recht kugelförmig sind und einen Durchmesser von 10 bis 20 cm haben. Jedes Cluster besteht aus mehreren Dutzend bis mehreren hundert Zooiden.
Die Zoide sind durch eine gemeinsame Basis, dem Stolon, miteinander verbunden.
Jeder Zooid, der wie eine langstielige Keule geformt ist, ist gallertartig, durchscheinend und leicht milchig, was es schwierig macht, die inneren Organe zu beobachten.
Dazu gehört eine sichtbare Kiemenstruktur mit weißen Sprenkeln, die Rippen bilden.
Der Thorax nimmt etwa die Hälfte des Körpers ein und wird von einer flimmernden, weiß gesprenkelten Rinne begrenzt, die zum Ösophagus führt.
Oben befindet sich der bukkale Siphon (Wassereingang), während der kloakale Siphon (Wasserausgang) seitlich und etwas tiefer liegt.
Beide Siphons haben einen weiß gesprenkelten Rand.
Die Konsistenz ist knorpelig und fühlt sich schleimig an.
Außerhalb des Wassers sehen die Kolonien wie eine dichte Ansammlung von kleinen, fast durchsichtigen Knorpelkugeln aus.
Eine Kolonie kann einen Durchmesser von über 15 cm erreichen und mehr als 50 Zoide ausbilden.

Biotop
Die Seescheide bevorzugt natürliche oder künstliche Hartsubstrate wie vorzugsweise in Mangrovensümpfen, Hafengebieten, Lagunen, Küstenteichen und Buchtenböden vor; kurz gesagt, in jeder Umgebung, die mit Sediment "beladen" ist.
Kolonien wachsen auf Mangrovenwurzeln, Seilen, Wracks, Felsen, jeder verfügbaren festen Struktur.

Im Mittelmeer siedelt die Seescheide auf Muschelkulturen und kann Schäden an den Kulturen verursachen.

Bilder

Allgemein


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