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Turbo militaris Militär Turbanschnecke

Turbo militaris wird umgangssprachlich oft als Militär Turbanschnecke bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Dr. Rick Stuart-Smith, Reef Life Survey, Australien

Foto: Sydney, New South Wales, Australien


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Dr. Rick Stuart-Smith, Reef Life Survey, Australien . Please visit reeflifesurvey.com for more information.

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
11973 
AphiaID:
581912 
Wissenschaftlich:
Turbo militaris 
Umgangssprachlich:
Militär Turbanschnecke 
Englisch:
Turban-shell, Military Turban 
Kategorie:
Gehäuseschnecken 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Mollusca (Stamm) > Gastropoda (Klasse) > Trochida (Ordnung) > Turbinidae (Familie) > Turbo (Gattung) > militaris (Art) 
Erstbestimmung:
Reeve, 1848 
Vorkommen:
Australien, Endemische Art, Tasmanien (Australien) 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
0 - 5 Meter 
Habitate:
Felsenriffe, Felsküsten, Gezeitenzone, Küstengewässer, Meerwasser 
Größe:
bis zu 10,2cm 
Temperatur:
26°C - 28°C 
Futter:
Algen , Herbivor (pflanzenfressend), Seegras, Wasserpflanzen 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2024-02-02 20:06:49 

Haltungsinformationen

Turbo militaris Reeve, 1848

Eine Gehäuseschnecke aus der Familie Turbinidae, die als Turbanschnecken bezeichnet werden. Sie haben ein festes kugelig bis kreiselförmiges, dickwandiges Gehäuse. Die Innenseite ist perlmuttern. Sie besetzen ein kalkiges Operculum zum Verschließen der Gehäuseöffnung.

Turbo militaris ist eine in Australien und Tasmanien endemisch lebenden recht große Gehäuseschecken, die sich rein herbivor ernährt. Ein Blick auf das Gehäuse der Schnecken zeigt sofort, dass das Gehäuse sehr unterschiedlich aussieht und man durchaus den Eindruck gewinnen kann, dass es sich um unterschiedliche Tiere handeln könnte. Dieser unterschiedliche Aufbau der Gehäuse motivierte einige Wissenschaftler zu einer genaueren Untersuchung dieser Tatsache (Variation in the external morphology of Turbo militaris (Reeve 1848)).Der Link zu der Untersuchung ist unten angelegt.

Einige Exemplare sind völlig glatt, einige zeigen beginnende bis sich stark entwickelte Stacheln am Körperwirtel. Beide Formen können zusammen im gleichen Habitat vorkommen.

Die Schnecke wird recht häufig in flachen felsigen Riffgebieten an den Küsten in oberflächlichen Wasserbereichen beobachtet.

Aquaristische Haltungserfahrungen zu Turbo militaris liegen bisher nicht vor.

Synonym:
Turbo (Lunatica) militaris Reeve, 1848 · alternate representation

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.

Weiterführende Links

  1. Reef Life Survey (en). Abgerufen am 07.08.2020.
  2. sealifebase (en). Abgerufen am 07.08.2020.
  3. Seashells of Australia (en). Abgerufen am 07.08.2020.
  4. Solitary Island Underwater Research Group (SURG) (en). Abgerufen am 07.08.2020.
  5. Variation in the external morphology of Turbo militaris (Reeve 1848) (en). Abgerufen am 07.08.2020.

Bilder

Hermaphrodit (Zwitter)


Allgemein


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