Haltungsinformationen
Das Bild, das von Michael Henke bei einem Tauchgang entstand, zeigt die Seenadel Corythoichthys ocellatus, Orange-spotted pipefish.
Herzlichen Dank an Ralph Bogusch für die ID:
Eine schwer zu haltende Seenadelart, die aber (wie die meisten) wirklich wunderhübsch ist.
Die Haltung ist in einem Spezialbecken nur mit zarten Tieren möglich, sofern eine Futteraufnahme erreicht werden kann.
Pflegevoraussetzungen
Die $lat ist kein Anfänger Fisch und bevor ein Kauf erfolgt, sollten gewisse Voraussetzungen erfüllt sein. Es beginnt beim Kauf, die $lat sollte schon an Frostfutter gehen und im Händlerbecken aktiv herum schwimmen. Wird kein Frostfutter gefressen, dann ist Anfangs (mehrere Monate) mit einem erhöhten Pflegeaufwand zu rechnen, mindestens 4 - 5 Mal täglich Lebendfutter anbieten. Seenadeln sind immer auf der Suche nach fressbarem, also Dauerfresser.
Beckenvoraussetzung
Das Becken für $lat sollte mindestens schon 1 Jahr in Betrieb sein und die Beckenbiologie (viele Copepoden und vielleicht auch tropische Mysis) sind im Becken vorhanden. Kontrolle wäre von Vorteil - Nachts, mit der Taschenlampe knapp über dem Boden an der Frontscheibe leuchten, dort sollten kleine weise Copepoden zu sehen sein. Für Bodenlebende Seenadeln muss genügend Fläche vorhanden sein.
Desweiteren sind auch Futterkonkurrenten von Bedeutung (z. B. Leierfische, kleine Lippfische oder Grundeln oder auch durch die Paarhaltung), die dem begrenzten Lebendfutter am Bodengrund nachstellen, damit auch genügend Lebendfutter für die $lat vorhanden ist. Von Vorteil ist anfangs auch eine kleine Copepodenzucht (mehrere Boxen) zu betreiben. Nach der Umstellung auf Frostfutter kann die Zucht von Lebendfutter eingestellt werden.
Lebende benethische (bodenlebend) Copepoden - Tigriopus californicus oder Tisbe biminiensis - können immer zugefüttert werden, wenn vorhanden.
Eine Garantie, das die Umstellung von Lebendfutter auf Frostfutter gelingt, gibt es leider nicht. In diesem Fall ist eine umfangreiche Lebendfutterzucht notwendig, damit unser Fisch im Aquarium überlebt.
Paarung und Geschlecht
Das Weibchen übergibt ihre Eier direkt dem Männchen - ovovivipar. Die Eier werden vom Männchen befruchtet und bis zum Schlüpfen in einer kleinen Brutfalte unter dem Bauch aufbewahrt. Je nach Seenadelart sind die Schlupfintervalle sehr unterschiedlich.
Futteraufnahme
Die Fische benötigen anfangs sehr lange für die Futteraufnahme, bevor das Futter aufgenommen wird, erfolgt eine genaue Begutachtung. Nach der Eingewöhnung wird das angebotene Frostfutter ohne Probleme gefressen. Zu beachten gilt, das Wildfänge sich anders verhalten bei der Futteraufnahme als Nachzuchten. Bei den Nachzuchten spielt auch die Größe des gekauften Fisches eine Rolle für das passende Futter.
Sollte nur von Liebhabern gepflegt werden!
Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?
Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:
- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?
- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?
- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?
- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?
- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?
- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?
- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?
- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?
- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)
Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.
Herzlichen Dank an Ralph Bogusch für die ID:
Eine schwer zu haltende Seenadelart, die aber (wie die meisten) wirklich wunderhübsch ist.
Die Haltung ist in einem Spezialbecken nur mit zarten Tieren möglich, sofern eine Futteraufnahme erreicht werden kann.
Pflegevoraussetzungen
Die $lat ist kein Anfänger Fisch und bevor ein Kauf erfolgt, sollten gewisse Voraussetzungen erfüllt sein. Es beginnt beim Kauf, die $lat sollte schon an Frostfutter gehen und im Händlerbecken aktiv herum schwimmen. Wird kein Frostfutter gefressen, dann ist Anfangs (mehrere Monate) mit einem erhöhten Pflegeaufwand zu rechnen, mindestens 4 - 5 Mal täglich Lebendfutter anbieten. Seenadeln sind immer auf der Suche nach fressbarem, also Dauerfresser.
Beckenvoraussetzung
Das Becken für $lat sollte mindestens schon 1 Jahr in Betrieb sein und die Beckenbiologie (viele Copepoden und vielleicht auch tropische Mysis) sind im Becken vorhanden. Kontrolle wäre von Vorteil - Nachts, mit der Taschenlampe knapp über dem Boden an der Frontscheibe leuchten, dort sollten kleine weise Copepoden zu sehen sein. Für Bodenlebende Seenadeln muss genügend Fläche vorhanden sein.
Desweiteren sind auch Futterkonkurrenten von Bedeutung (z. B. Leierfische, kleine Lippfische oder Grundeln oder auch durch die Paarhaltung), die dem begrenzten Lebendfutter am Bodengrund nachstellen, damit auch genügend Lebendfutter für die $lat vorhanden ist. Von Vorteil ist anfangs auch eine kleine Copepodenzucht (mehrere Boxen) zu betreiben. Nach der Umstellung auf Frostfutter kann die Zucht von Lebendfutter eingestellt werden.
Lebende benethische (bodenlebend) Copepoden - Tigriopus californicus oder Tisbe biminiensis - können immer zugefüttert werden, wenn vorhanden.
Eine Garantie, das die Umstellung von Lebendfutter auf Frostfutter gelingt, gibt es leider nicht. In diesem Fall ist eine umfangreiche Lebendfutterzucht notwendig, damit unser Fisch im Aquarium überlebt.
Paarung und Geschlecht
Das Weibchen übergibt ihre Eier direkt dem Männchen - ovovivipar. Die Eier werden vom Männchen befruchtet und bis zum Schlüpfen in einer kleinen Brutfalte unter dem Bauch aufbewahrt. Je nach Seenadelart sind die Schlupfintervalle sehr unterschiedlich.
Futteraufnahme
Die Fische benötigen anfangs sehr lange für die Futteraufnahme, bevor das Futter aufgenommen wird, erfolgt eine genaue Begutachtung. Nach der Eingewöhnung wird das angebotene Frostfutter ohne Probleme gefressen. Zu beachten gilt, das Wildfänge sich anders verhalten bei der Futteraufnahme als Nachzuchten. Bei den Nachzuchten spielt auch die Größe des gekauften Fisches eine Rolle für das passende Futter.
Sollte nur von Liebhabern gepflegt werden!
Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?
Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:
- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?
- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?
- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?
- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?
- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?
- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?
- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?
- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?
- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)
Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.






Rickard Zerpe, Schweden