Haltungsinformationen
Ben Kimmich sandte uns freundlicherweise die Fotos der Corythoichthys polynotatus, Gelbpunkt-Seenadel.
Sie sind tagaktiv, leben paarweise oder in kleinen Gruppen und halten sich vor allem über steinigem Untergrund in Riffnähe auf. Kein Riffbecken sondern es muss genügend Sandfläche vorhanden sein.
Diese Art der Seenadeln sind aus unserer Sicht eher etwas für zarte, kleinere Becken, ohne große und schnelle fressende Fische.
Ein guter Algenbewuchs erleichert die Haltung erfahrungsgemäß.
Wenn dazu noch Futterkonkurrenten fehlen, kann die Pflege durchaus klappen, wobei man aber schon anfügen muss, dass sie oftmals schwer an Ersatzfutter gehen.
Deshalb ist es unabdingbar, ein möglichst gereiftes Aquarium zu haben, in dem genug Kleinfutter zu finden ist.
Als Ersatztutter bieten sich kleinere Sorten an, wie Artemia (auch lebende und frisch geschlüpfte), Copepoden (lebende oder gefrostete) Bosmiden oder Lobstereier.
Wie bei den "Galoppern" tragen auch hier die Männchen die Eier.
Diese Tiere sollten nicht unbedacht gekauft werden, sondern für denjenigen, der sich damit wirklich beschäftigen will und sich im Vorfeld ausreichend informiert hat.
Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopteri (Class) > Syngnathiformes (Order) > Syngnathidae (Family) > Syngnathinae (Subfamily) > Corythoichthys (Genus) > Corythoichthys polynotatus (Species)
Futteraufnahme
Die Fische benötigen anfangs sehr lange für die Futteraufnahme, bevor das Futter aufgenommen wird, erfolgt eine genaue Begutachtung. Nach der Eingewöhnung wird das angebotene Frostfutter ohne Probleme gefressen. Zu beachten gilt, das Wildfänge sich anders verhalten bei der Futteraufnahme als Nachzuchten. Bei den Nachzuchten spielt auch die Größe des gekauften Fisches eine Rolle für das passende Futter.
Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?
Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:
- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?
- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?
- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?
- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?
- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?
- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?
- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?
- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?
- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)
Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.






Piero Malaer, Schweiz