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Alcyonium digitatum Tote Manns Hand, Tote Meerhand

Alcyonium digitatum wird umgangssprachlich oft als Tote Manns Hand, Tote Meerhand bezeichnet. Haltung im Aquarium: Kaltwassertier. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Muelly

Tote Mannshand-Meerhand, Alcyonium digitatum , Die gezeigte Koralle lebt im Borkumer Nordseeaquarium. , eingestellt von Schnubbel in Was ist das 2020




Eingestellt von Muelly.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
12771 
AphiaID:
125333 
Wissenschaftlich:
Alcyonium digitatum 
Umgangssprachlich:
Tote Manns Hand, Tote Meerhand 
Englisch:
Dead Men’s Fingers 
Kategorie:
Weichkorallen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Alcyonacea (Ordnung) > Alcyoniidae (Familie) > Alcyonium (Gattung) > digitatum (Art) 
Erstbestimmung:
Linnaeus, 1758 
Vorkommen:
Britische Jungferninseln, Europäische Gewässer, Kanada, Mittelmeer, Nord-Atlantik, Nordsee, Ostsee, Portugal, Spanien 
Meerestiefe:
0 - 146 Meter 
Größe:
15 cm - 20 cm 
Temperatur:
°C - 18°C 
Futter:
Azooxanthellat, Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Invertebraten (Wirbellose), Krustentiere, Mysis (Schwebegarnelen), Plankton (pflanzliche und tierische Mikroorganismen), Ruderfußkrebse (Copepoden), Salzwasserflöhe (Cladocera), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Kaltwassertier 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-02-08 14:19:57 

Haltungsinformationen

Alcyonium digitatum Linnaeus, 1758

Tote Meerhand ist eine handförmig verzweigte, manchmal auch klumpenförmig wachsende Lederkoralle. Die Farbe ist variabel und kann weiß, gelblich, hellorange oder rosa sein.

Zum Nahrungsfang werden die Polypen ausgestreckt, was der Koralle ein pelziges Aussehen verleiht. Die transparent weißen Polypen sind einziehbar, komplett eingezogen, kann man auf der Koralle nur noch kleine "Warzen" sehen.

Für die Stabilität des Körpers sind kleine Kalknadeln (Sklerite) im ledrigen Gewebe vorhanden.

Die Tote Meerhand verfügt über keine Zooxanthellen und ernährt sich deshalb ausschließlich vom Planktonfang.

Diese Koralle kommt häufig vor den Küsten Großbritanniens und Irlands vor, wo auch Alcyonium glomeratum und Alcyonium hibernicum vorkommen. Diese sind jedoch viel seltener und eine falsche Identifizierung ist unwahrscheinlich.

Die Tote Meerhand ist ab Tiefen von ca. 10 m bis etwa 50m anzutreffen.

Die Kolonien sind fast immer entweder männlich oder weiblich, obwohl eine kleine Anzahl auch zwittriger Kolonien gefunden wurden. Das Wachstum der Kolonien erfolgt hauptsächlich in der ersten Jahreshälfte, wobei die Polypen im Spätsommer inaktiv werden und das Grundgewebe aufgrund des Wachstums von Algen und Hydrozoen an der Oberfläche rötlich oder bräunlich wird. Zu dieser Zeit entwickeln sich die Gonaden und im Dezember und Januar kommt es zum Laichen.

Es wurde festgestellt, dass Populationen ihre Gametogenese- und Laichaktivitäten synchronisieren. Die Befruchtung erfolgt von außen und die Embryonen schwimmen einige Tage, bevor sie sich zu frei schwimmenden Larven entwickeln. Die meisten von ihnen setzen sich bald auf einem geeigneten Substrat ab und es bilden sich neue Polypen. Einige können jedoch noch einige Zeit im Zooplankton verbleiben und sich so über einen weiten Bereich ausbreiten.

Es ist bekannt, dass Kolonien bis zu zwanzig Jahre alt werden können.

Synonym:
Lobularia digitata (Linnaeus, 1758) (synonym)

Weiterführende Links

  1. Unterwasser-Welt-Nordsee (de). Abgerufen am 19.08.2020.
  2. Wikipedia (de). Abgerufen am 19.08.2020.
  3. Wikipedia (en). Abgerufen am 19.08.2020.
  4. World Register of Marine Species (WoRMS) (en). Abgerufen am 19.08.2020.

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