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Emblemariopsis falcon Glasschleimfisch

Emblemariopsis falcon wird umgangssprachlich oft als Glasschleimfisch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nur für erfahrene Halter geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Journal of the Ocean Science Foundation

Foto: Chichiviriche de la Costa, Vargas, NW Venezuela, Karibik

/ Fotogtafin: Gabriela Carias
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Journal of the Ocean Science Foundation . Please visit www.oceansciencefoundation.org for more information.

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
13569 
AphiaID:
1477419 
Wissenschaftlich:
Emblemariopsis falcon 
Umgangssprachlich:
Glasschleimfisch 
Englisch:
Falcon Red Banner Blenny 
Kategorie:
Schleimfische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Teleostei (Klasse) > Blenniiformes (Ordnung) > Chaenopsidae (Familie) > Emblemariopsis (Gattung) > falcon (Art) 
Erstbestimmung:
Victor & Rodríguez, 2020 
Vorkommen:
Endemische Art, Venezuela 
Meerestiefe:
10 - 12 Meter 
Größe:
bis zu 2,1cm 
Temperatur:
27°C - 29°C 
Futter:
Plankton (pflanzliche und tierische Mikroorganismen) 
Schwierigkeitsgrad:
Nur für erfahrene Halter geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2024-12-03 16:44:04 

Haltungsinformationen

Der Glasschleimfisch Emblemariopsis falcon wurde im Morrocoy-Nationalpark entdeckt, wo er in einem Habitat mit abgestorbenen Kolonien von Colpophyllia-Hirnkorallen lebt.
Es wurde festgestellt, dass Emblemariopsis falcon nicht in Gruppen vorkommt, eine Eigenschaft, die auch auf Emblemariopsis randalli zutrifft.

Der Artname dieser neuen Art bezieht sich auf den venezolanischen Bundesstaat Falcon im Westen Venezuelas, den Ort, an dem die Art 2008 von Jose Gregorio Rodríguez erstmals erkannt wurde.

Territoriale Tiere in der Terminalphase sind im vorderen Körperbereich ganz schwarz, einschließlich der Iris, mit Ausnahme eines roten Bandes auf dem distalen Teil der Rückenflosse, das sich posterior bis etwa zur 5 - 7ten Membran erstreckt und ein schmales weißes Band überlagert.
Dieses rote Band ist auch bei einer anderen in Venezuelas Gewässern vorkommenden Art, Emblemariopsis ramirezi (Cervigón, 1999), vorhanden, ebenso bei Emblemariopsis tayrona (Acero P., 1987).

Einige der oben gezeigten Fotos sind Aquarium-Aufnahmen, wir können aber nicht beurteilen, ob die kleinen Kerlchen zu Fotozwecken in ein Becken verbracht wurden, oder ob eine längerfristige Haltung bereits erfolgt ist.

Ähnliche Art: Emblemariopsis lancea Victor, 2020

Springschutz
Ein Springschutz / Sprungschutz verhindert das Rausspringen (nachtaktiver) Fische.
Viele Lippfische, Korallenwächter, Schleimfische und verschiedene Grundeln springen leider manchmal erschreckt aus einen nicht geschützten Becken, wenn ihre Nachtruhe gestört, leider werden diese Springer morgens oft vertrocknet auf Teppichböden, Glasrändern oder später hinter dem Becken gefunden.
Muränen schaffen es sogar trotz vorhandenem Springschutz aus dem Becken zu kommen, daher sollte dieser zusätzlich beschwert werden.

https://www.korallenriff.de/artikel/1925_5_SpringschutzLsungen_fr_Fische_im_Aquarium__5_Netzabdeckungen.html#

Ein kleines Nachtlicht hilft ebenfalls, da es den Fischen im Dunklen eine Orientierungsmöglichkeit bietet!

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.


Bilder

Initialphase


Terminalphase


Transition (Übergang in die Terminalphase)


Allgemein


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