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Leptogorgia enrici Gorgonie

Leptogorgia enrici wird umgangssprachlich oft als Gorgonie bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Holotyp NMNH-1638560

Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers ZooKeys

Eingestellt von AndiV.
Bilddetail

Steckbrief

lexID:
13730 
AphiaID:
1482605 
Wissenschaftlich:
Leptogorgia enrici 
Umgangssprachlich:
Gorgonie 
Englisch:
Gorgonian 
Kategorie:
Hornkorallen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Alcyonacea (Ordnung) > Gorgoniidae (Familie) > Leptogorgia (Gattung) > enrici (Art) 
Erstbestimmung:
Hernández, Gómez-Gutiérrez & Sánchez, 2021 
Vorkommen:
Golf von Kalifornien / Baja California 
Meerestiefe:
5 - 40 Meter 
Größe:
bis zu 15,3cm 
Temperatur:
15°C - 28°C 
Futter:
Gelöste anorganische Stoffe (z.B. NaCL,CA, Mag, K, I.P), Gelöste organische Stoffe (z.B. Kohlenhydrate, Proteine, Nukleinsäuren...), Seesterne, Zooxanthellen / Licht 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
  • Leptogorgia abietina
  • Leptogorgia acuta
  • Leptogorgia aequatorialis
  • Leptogorgia albipunctata
  • Leptogorgia annobonensis
  • Leptogorgia arbuscula
  • Leptogorgia aureoflavescens
  • Leptogorgia barbadensis
  • Leptogorgia barnardi
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2021-03-21 19:08:04 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Leptogorgia enrici sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Leptogorgia enrici interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Leptogorgia enrici bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

Leptogorgia enrici kommt endemisch im Golf von Kalifornien (Cortez-Provinz nach den biogeographischen Regionen von Brusca und Wallerstein 1979 und Hasting 2000) vor.
Die höchsten Beständedichten von Leptogorgia enrici konzentrieren sich auf den nördlichen Golf von Kalifornien (nördliche Cortez-Subprovinz), der mit dem größten jahreszeitlichen Wechsel der Meeresoberflächentemperatur (15-30 °C) zu tun hat, und zudem mit einer hohen marinen Produktivität verbunden ist.
Die Gorgonie Leptogorgia enrici bewohnt hier Substrate von felsigen Riffen oder kiesige und muschelige Meeresbodenhabitate, die von Sand umgeben sind, in flachen Gewässern, aber am häufigsten zwischen 20 - 40 Metern anzutreffen ist.
Leptogorgia enrici kann auch in tieferen Gewässern verbreitet sein, genauere Daten zu diesen Tiefen liegen aber nicht vor.

Die Gorgonie hat eine leuchtend gelbe Färbung mit planarem Wachstum und seitlicher Verzweigung, sie wird breiter als höher.
Die Kolonie baut eine Haltevorrichtung mit einem Durchmesser von 9 mm, die an einem kleinen Felsen biogenen Ursprungs befestigt ist, aus dem der Hauptstamm von 15 mm Länge und 2 mm Durchmesser austritt.
Aus dem Stamm entspringen zwei Hauptäste: einer von 35 mm Länge und 2 mm Durchmesser und der andere von 117 mm Länge und 2 mm Durchmesser.
Von diesen Ästen gehen mehrere sekundäre, seitlich wachsende Äste aus. Die endständigen Äste sind 20 - 30 mm lang, haben einen Durchmesser von 1,5 mm und sind scharf zugespitzt.
Die Polypenhügel sind oval, 1 mm lang und 0,5 mm breit, leicht erhaben und unregelmäßig oder in Reihen auf jeder Seite aller Äste, aber nicht am Stamm, angeordnet.

Leptogorgia enrici kommt in geringen Dichten verstreut auf den Riffen vor (< 1 Kolonie 100 m2) und nie in mehreren Kolonien gehäuft.
Die Hornkoralle teilt sich ihren Lebensraum mit Muricea spp., Muricea plantaginea (Valenciennes, 1846), Muricea austera Verrill, 1869, Muricea fruticosa Verrill, 1869, Eugorgia aurantiaca (Horn, 1861), Psammogorgia teres Verrill, 1868, und Heterogorgia papillosa Verrill, 1870.

Leptogorgia enrici wurde zu Ehren von Dr. Enric Sala benannt, einem National Geographic Explorer-in-Residence, der sich aktiv für die Erforschung und Vermittlung von Wissen zum Schutz der Ozeane einsetzt. Enric Sala ist ein leidenschaftlicher Enthusiast des Meereslebens und des Schutzes der mexikanischen Meere, der aktiv daran mitarbeitet, Wissen über die marine Biodiversität zu generieren.
Er gründete und leitet das National Geographic's Pristine Seas Projekt, das 30 Expeditionen in der ganzen Welt durchgeführt hat und 22 No-Take-Großschutzgebiete (~5 Millionen km2 fischereifreie Zonen) geschaffen hat.

Literaturfundquelle:
https://zookeys.pensoft.net/article/50619/list/8/
Hernández O, Gomez-Gutiérrez J, Sánchez C (2021)
Three new species of the sea fan genus Leptogorgia (Octocorallia, Gorgoniidae) from the Gulf of California, Mexico.
ZooKeys 1017: 1-20. https://doi.org/10.3897/zookeys.1017.50619

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